Video gucken (Achtung, nichts für empfindliche Naturen) → bis 18. Juni abstimmen.
In einem ZEITonline-Gespräch mit Frank Schirrmacher und Giovanni Di Lorenzo stellt Katrin Göring-Eckardt über eine vermeintliche Diktatur der Transparenz fest:
Der neue Fraktionsvorsitzende der Piraten in Schleswig-Holstein, Patrick Breyer, ist zum Beispiel nicht bereit, irgendetwas über seine Person preiszugeben.
Transparenz bedeutet also, jeder habe sich nackig zu machen?! Read the rest of this entry »
Der Staat hat Probleme mit der eigenen Staatsform. Seine Präventivmaßnahmen nehmen erschreckende Züge an.
Während bereits am frühen Morgen Gruppenreisende ungeachtet des Alters und Reisenanlasses am Frankfurter Hauptbahnhof gefilzt wurden, berichten Menschen, die alleine unterwegs waren, sie seien trotz schwarzer Kleidung und Rucksacks problemlos zu den Treffpunkten gelangt.
Rentnergruppen mit Rucksäcken sind also per se verdächtig, aha. Schwarze Kleidung ist eine Stigmatisierung, sofern die Form nicht ein Anzug, der Träger Banker, Werbetreibender oder Pastor ist. Ich frage mich, ob die Anreise in quietschepink oder froschgrün für eine Kontrollumgehung aussichtsreicher wäre. Vermutlich würde derart bunte Bekleidung jedoch gleich unter ‘links, alternativ’ abgehakt, was zwar nicht verboten, aber in diesem Zusammenhang nachteilig ist. Read the rest of this entry »
Empört über die Taktik staatlicher Stellen, das Versammlungs- und Demonstrationsrecht wie eine Gummimasse zu kneten und zu verformen, um damit scheinheilig Zustände heraufzubeschwören, die sie doch angeblich vermeiden wollen. Mit zweierlei Maß werden die gemessen, die offen gegen den Rechtsstaat auftreten dürfen, und die, die ihn bewahren wollen: Nazi-Aufmärsche werden geschützt, friedliche Demokraten abgedrängt, abgehört und kriminalisiert. Die militärisch anmutende Verteidigung eines Bankenviertels mitten in einer jeden Bürger belastenden Finanzkrise ist eine vergleichbare Provokation.
Bereits im Vorfeld der angekündigten Blockupy-Demonstrationen und -Veranstaltungen war der Ton harsch. Die Stimmungsmache gegen ein breites Aktionsbündnis demokratischer Kräfte gipfelte in den mittlerweile gewohnten Verallgemeinerungen wie “Extremisten”, “Randalierer” und “linke Chaoten” – alles schön über einen Kamm, damit es der Bürger am Fernseher begreift und zustimmend nickt. Widerlich. Read the rest of this entry »
Stefan Krempl schrieb gestern bei Heise, EU-Datenschützer warnten vor neuen Gefahren beim Biometrie-Einsatz. Wie – neue Gefahren, sind die alten denn schon durch? Ist die alltägliche Überwachungstechnik schon so selbstverständlich geworden? Haben wir uns tatsächlich mit der Datenweitergabe per EC- und Kreditkarte, allgegenwärtiger Videoüberwachung, Tracking und Gesichtserkennung im Netz schon perfekt arrangiert? Ist eben so, dass wir von diesem ganzen Zeug umgeben sind?
Wenn es so ist – und das ist vorauszusetzen, da keine Reaktionen mehr auf solche Berichte erfolgen – stellt sich die Frage, was in den Köpfen passiert. Blenden wir das einfach aus? Oder haben wir eine Schere im Kopf, die automatische Kontrolle, nichts ‘Falsches’ zu tun? Bewegen wir uns schon unaufgefordert sytemkonform? Read the rest of this entry »
Ergänzungen »
Die verbissen geführte Debatte um das Urheberrecht lässt entscheidende Schlussfolgerungen außer Acht. Wesentlich wichtiger als Aufrufe und Offene Briefe zu schreiben, ist es, über die Konsequenzen der plakativ verlangten rigorosen Rechtsdurchsetzung und ihre Folgen für die Gesellschaft nachzudenken.
Die Urheber, die auf dem status quo beharren, sollten sich darüber im Klaren sein, dass dessen Verteidigung und Weiterbestehen gravierende Überwachungsmaßnahmen nach sich ziehen wird. Die positive Resonanz in der Politik ist nicht nur guter Lobbyarbeit von Seiten der Verwerter zu danken, nein, die Reaktion der Urheber fällt den Sicherheitsbehörden und der milliardenschweren Sicherheitsindustrie wie ein unerwartetes, kostbares Geschenk in den Schoß. Vor 30 Jahren hätten Intellektuelle darüber erbittert und vor großem Publikum gestritten, um die Demokratie zu verteidigen. Was ist mit euch, was ist mit uns los?
Ja, es ist dramatisch: Die geforderten Maßnahmen bedrohen den Rechtsstaat. Read the rest of this entry »
@doktordab und ich hatten gerade eine kleine Twitterdiskussion und haben dann gemerkt, dass uns wohl einiges durcheinander geraten war. @SimonHurtz schlug vor, das mal zu entwirren.
Also: Es gibt – im Augenblick – drei Offene Briefe, davon zwei Antworten auf die ZEIT-Aktion und den, örrem, herausragenden Artikel von Adam Soboczynski.
Wahlen, Frankreich, Griechenland, Europa, wissenschon. Mit klinischem Interesse stellen wir uns die Frage, weshalb sich Herr Röttgen derartig demontiert. Ob die Industrie winkt? RWE oder so? Vidal Sassoon, der Befreier der Oberköpfe, ist tot.
See on Scoop.it – Landtagswahl in NRW
In Nordrhein-Westfalen sperren manche Schulen das Wahlprogramm der Landes-Piratenpartei. Sie setzt sich für die Legalisierung von Cannabis …
See on netzpolitik.org
Bei kaum einem Ereignis wird die mangelnde Sachkunde in den Medien so deutlich wie bei der re:publica. Während zu anderen Großveranstaltungen ausgewiesene Fachleute geschickt werden, hat man hier den Eindruck, es berichtet, wer gerade verfügbar ist – obwohl es vor Spezialisten nur so wimmelt.
Gut, Institutionen wie Presse und Fernsehen sind mit der Zeit ein wenig schwerfällig geworden, wir alle werden ja älter. Kommentatoren, die in dasselbe Horn getutet haben wie im letzten Jahr (2010, 2009, …), seien hiermit entschuldigt. Denen mit der Vorliebe für den Griff in die unergründlichen Stereotypenkiste sei das jährliche Treffen des Taubenkaninchenteckelzüchtervereins empfohlen: Die Mitglieder bleiben über Jahrzehnte dieselben, Ereignisse sind weitgehend vorhersehbar und Wechselwirkungen mit einer größeren Öffentlichkeit eher unwahrscheinlich. Dann sind da noch die Jungs, denen zwar dieses Netzgedöns am Allerwertesten vorbeigeht, die aber ganz gerne drei Tage in Berlin unter Menschen mit einem gewissen Hipnessgrad abreißen: Es wäre ein Dienst an der Gemeinschaft, wenn sie alle bei der nächsten re:publica zu Hause blieben. Read the rest of this entry »
+++ Bei der spreerunde gibt es die ersten Videos (ganz viele!) +++
Letzter Tag. Mich beschleicht der Verdacht, dass ich über die Sessions und Panels mehr erfahren habe als viele ‘richtige’ Teilnehmer. Die haben sich kennengelernt, diskutiert, zugehört und gefeiert: Es ist wohl diese einmalige Mischung aus großartigen Vorträgen, persönlichen Treffen und Zukunftsvisionen, die aus der re:publica für drei Tage einen Ort macht, an dem einfach alles möglich erscheint.
Mein Highlight um 6:24 Uhr:
lohnt sich das bett jetzt noch?—
teresa m. bücker (@fraeulein_tessa) May 04, 2012
Heute hab ich vorgesorgt, gestern das mit dem virtuellen Curry war ja nix. Sogar bis in mein kleines Dorf ist die Kunde von der re:publica gedrungen, der Kaufmann fragte, weshalb ich denn nicht in Berlin bei “dem großen Kongress” sei. Hat er gestern Abend im ZDF gesehen und fand das richtig gut. Hab versprochen, ihm nach der re:publica dieses Bloggen zu zeigen.
Mein erstes Highlight: Die Aktion Adoptier Deinen Abgeordneten! der DigiGes. Frau Kohlschröder war leider schon vergriffen. Über den Ottmar Schreiner würde ich noch nachdenken, mit dem kann man nämlich lecker Bier trinken und zanken, aber der hat ja nix mehr zu kamellen. Read the rest of this entry »
Glückwunsch + Dank + Respekt!
Der Chaos Computer Club sowie seine beiden Sprecher Constanze Kurz und Frank Rieger erhalten am 12.05.2012 den Werner-Holtfort-Preis für bürger- und menschenrechtliches Engagement. Weiter bei Thomas Stadler »
Leider hab ich es wieder nicht nach Berlin geschafft. Also habe ich virtuell die Veranstaltungen besucht, zu denen ich auch “in echt” gegangen wäre. Gelernt: Spaß kann man auch aus der Ferne haben. Nur von der Currypfanne bin ich auf die Entfernung nicht satt geworden.
Mein erstes Highlight war Daniel Fienes Vorbemerkung re-publica für Journalisten — eine kleine Starthilfe. 3 Sterne! Möge sie auf fruchtbaren Boden fallen. Und die Rheinzeitung instagramt, was die Linse hält. (Mehr Bilder. Und Videos.)
Jetzt im Blog: ein Eröffnungsgespräch mit Andreas @suffar Gebhard und Johnny @spreeblick Haeusler re-publica.de/12/2012/05/02/… (Video) #rp12—
(@republica) May 02, 2012
Patrick Breyer, Kandidat der Piratenpartei zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein, reicht beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen die EU-Kommission ein. Geklagt wird auf Akteneinsicht in Dokumente, welche die EU-Richtlinie zur verdachtslosen Vorratsspeicherung aller Telekommunikationsverbindungsdaten betreffen. [1]
Mit der Klage verlangt Breyer Zugriff auf Schriftsätze, mit denen sich Österreich vor dem Europäischen Gerichtshof 2009 und 2010 gegen eine Klage wegen Nichtumsetzung der hochkontroversen Richtlinie verteidigte. Österreich zog vor dem Europäischen Gerichtshof in Zweifel, ob die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung überhaupt mit dem Grundrecht aller Bürger auf Datenschutz vereinbar und gültig ist. Sowohl Österreich als auch die EU-Kommission verweigern bisher die freiwillige Offenlegung dieser Schriftsätze, die im Hinblick auf die anstehende Vertragsverletzungsklage gegen Deutschland [2] von Bedeutung sind. Read the rest of this entry »
Eben berichten die Freischreiber von einer unpassenden Würdigung im Springer-Jubiläumsjahr:
In Hamburg etwa – so sickerte gerade durch – wurde passenderweise genau am Tag der Verkündung der Gewinnprognose den Freien der dortigen Regionalausgaben von WELT und WELT AM SONNTAG die Kürzung ihrer Honorare bekannt gegeben. Gab es vor einigen Monaten für sie eine moderate Erhöhung des Zeilengeldes auf etwa 1,10 €, sollen sie jetzt wieder für 82 Cent die Zeile schreiben dürfen. So viel wie übrigens auch die freien Kollegen beim HAMBURGER ABENDBLATT seit langem bekommen. [..]
Deshalb wollen wir jetzt Fakten und Erfahrungsberichte sammeln über Zeilenhonorare und Vergütungen. Dafür haben wir eine [sichere] Mailingliste eingerichtet, unter der Springer-Autoren (auch Nicht-Mitglieder von Freischreiber) diskutieren und sich auf den Stand der Dinge bringen können. Hier kann man sich auf der Liste eintragen. Mehr bei den Freischreibern »
Manchmal freut es einen ja doch, wenn man recht hat. Marine Le Pen wird keine Wahlempfehlung für Sarkozy abgeben, damit ist die Wahl beinahe schon für Hollande entschieden. Mein Tipp ist PS, UMP, FN, PG. Die Frage, die sich auch Kirsten stellt:
@kaffeebeimir Das war klar! Sollte Sarko verlieren, hat sie am meisten davon.Hoffe nur, dass die bei den Parlamentswahlen nicht so viel holt—
(@Kirst3nF) May 01, 2012
Katy Walther hat für das Magazin medium:online den Journalistik-Professor Klaus Meier interviewt. Wie in unzähligen ähnlichen Artikeln ist darin die Rede von tollen neuen Chancen, die jungen Journalisten alles bieten, was für Online und crossmediales Arbeiten nötig ist. Die schicke neue Art der Ausbildung wird hoch gelobt – um Weiterbildung geht es nicht. Warum wird nicht einmal gefragt, was alte Hasen tun können, um sich mit neuen Arbeitsmitteln vertraut zu machen? Es ist auch kein Geheimnis, dass nicht alle deutschen Journalistenschulen den Umgang mit den “neuen” Medien als Grundkenntnis ansehen und vermitteln: Manch eben fertigem Studienabsolventen fehlen die wichtigen multimedialen Fähigkeiten.
Eigeninitiative ist also das Mittel der Wahl, doch Erklärstücke in deutscher Sprache sind rar. In meinen Bookmarks sind an die dreihundert englischsprachige “How to’s”, von der BBC über den Guardian und das Nieman Lab bis zu Poynter, und es gibt hunderte Artikel, die ich nicht gespeichert habe. Dagegen stehen etwa vierzig Deutsche. Read the rest of this entry »
Gastbeitrag von Kirsten/vasistas?
Etwa um diese Zeit wird am kommenden Sonntag, den 6. Mai, der neue Präsident Frankreichs feststehen. @FHollande (Sozialistische Partei), der Politiker mit den meisten Followern in ganz Frankreich, liegt laut Umfragen knapp vorne. Derweil ist @NicolasSarkozy zu allem bereit, um im Amt zu bleiben und wirbt mit rechter Rhetorik um die 17,9% der Wähler, die im ersten Wahldurchgang für die rechtsradikale Front National stimmten.
Viele Franzosen fanden die diesjährige Kampagne ziemlich unspannend und vom netzpolitischen Programm der Kandidaten hat man so gut wie nichts gehört. Hier nun ein kleiner Überblick. Read the rest of this entry »
Nach dem unsere SG Presse Journalistinnen und Journalisten gewarnt hat, dass es bei den Piraten auch Hacker gibt, möchte ich diese wirklich wichtigen Hinweise noch ein mal konkretisieren und sagen, was man machen kann. Wer einen Mac hat und das lieber alles sieht, kann sich dieses und dieses YouTube Video von mir anschauen (eigentlich für den 28C3 gewesen, aber ist quasi dasselbe).
Auf dem Bundesparteitag könnt ihr einen kabelgebundenen- oder einen WLAN-Netzwerkanschluss nutzen, um in das Internet zu gehen. So weit, so geil. Problem dabei ist aber, dass ihr das nicht, wie zu Hause, nur mit euren Mitbewohnern und Katzen teilt, sondern mit etwa 2.000 Leute. Weiterlesen bei @plaetzchen »
Frau Friedrich hat ein merkwürdiges Rechtsverständnis, Herr Friedrich will und kann nicht, Frau Kohlschröder fühlt sich durch Twitter bedroht. Die NRW-Piraten wollen Bertelsmann an die Gemeinnützigkeit, und die anderen machen Wahlkampf mit Currywurst. Und die hehren Hüter des heiligen Grals Urheberrecht klauen selber. Pfui!
The labour cost index (LCI) shows the short-term development of the labour cost, the total cost on an hourly basis of employing labour. In other words, the LCI measures the cost pressure arising from the production factor “labour”. This article takes a look at the most recent evolutions of the LCI, both at the level of the European Union (EU) and the Member States.* (Weiter bei Eurostat ») Read the rest of this entry »
Liebe Vertriebsleute, Firmen-Pressestellen und will-und-kann-nicht-PR-Möchtegerns, wer mir die nächste mail schickt, gewinnt den Hauptpreis: die direkte Weiterleitung an den DRPR.
Hallo Vera,
mein Name ist xxxxx xxxxxx und ich arbeite bei der Firma xxxxx xxxxxxx. Ich bin eben über deine Seite http://opalkatze.wordpress.com gestolpert und fand sie wirklich sehr ansprechend. Read the rest of this entry »