Wolfgang Michal hat auf freischreiber sein Angebot an die Blogger wiederholt, eine gemeinsame Interessenvertretung zu bilden bzw. sie bei einer Gründung zu unterstützen. In den Kommentaren hier hatte ich schon einige Anmerkungen gemacht, die mir dazu noch durch den Kopf gingen.
Die zunehmend von ihnen selbst als Bedrohung empfundene Hilflosigkeit der Politiker in Netzfragen lässt eine Interessenvertretung wünschenswert erscheinen. Ich fände es sinnvoll, auf einen bereits vorhandenen Verband aufzusetzen, da dort Strukturen wie Erfahrung bereits vorhanden sind. Obwohl viele gegen ‘Vereinsmeierei’ sind bzw. das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Vertretung durch einen Verband oder Verein noch kaum vorhanden ist, sollte eigentlich klar sein, daß nur durch Mitgliedsbeiträge finanzielle Hilfsmöglichkeiten für Notfälle geschaffen werden können. Über deren Höhe kann natürlich erst gesprochen werden, wenn sich abzeichnet, wie es weitergehen soll.
Für einigermaßen problematisch halte ich die thematische Vielfalt der Bloglandschaft: Neben mehr oder weniger journalistisch ausgerichteten gibt es Musik-, Technik-, Bastel-, Foto- und viele weitere Blogs sowie Shops. Es wäre ungünstig, wenn jede Gruppierung ihren eigenen Verband aufmachte, denn das würde die Schlagkraft im Ernstfall schwächen. Andererseits könnte ich verstehen, wenn manche sich bei einem Verband freier Journalisten nicht zu Hause fühlten.
Es gibt jede Menge für und wider eine Bloggervereinigung, in welchem Rahmen auch immer. Wichtig ist, daß überhaupt eine Diskussion in Gang kommt, möglichst viele Vorschläge gemacht werden und man miteinander im Gespräch bleibt. Es wäre schade, wenn das Thema wieder versandete wie im Frühjahr 2009.
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- Eine Antwort von Chris Sickendieck hier.
- Johnny von Spreeblick sieht es wie ich. In den Kommentaren einige gute Argumente.
- Don Alphons(o): Schlechter Witz, auch hier gute Kommentare.
- Oliver Herold: ein Bloggerverband als Antwort auf den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag








AlterKnacker
6. Dezember 2010 at 01:09
Meine Antwort steht hier, hat aber nichts mit irgend einem Verein oder wie auch immer zu tun: http://free1words.wordpress.com/2010/12/05/die-wolke-wird-schwarz/
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8. Dezember 2010 at 18:03
Der Link zu Chris Sickendieck: Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar.
Alleine die schiere Vielfalt der Schreiberlinge (wie heißt das in der weiblichen Form?) unter einen Hut (sprich Interessenvertretung, -verein, -verband, was auch immer) zu bringen halte ich persönlich für eine Sisyphusarbeit. Von daher erscheint mir der Kommentar Nr. 7 bei Spreeblick “[...] eine nicht auf Gewinn ausgerichtete Versicherungsgesellschaft [...]” eigentlich als der Königsweg.
Wie Du ja selbst im Artikel schreibst, sind die Interessensgebiete der Musik-, Technik-, Bastel-, Foto- und viele weitere Blogs wie Politik-, Netz-/Internet-, Katzen- (soll es auch geben ;-), Wander-, Kunst- usw. Blogs so vielfältig wie Lebensentwürfe der Menschen an sich. Es kann also vermutlich nur der kleinste gemeinsame Nenner zum Erfolg führen. Und das ist das juristische Minenfeld.
opalkatze
9. Dezember 2010 at 13:56
@Dietmar
Chris’ Beitrag ist auf facebook, mag sein, Du kannst ihn deshalb nicht sehen. Mit der weiblichen Form nehme ich es nicht so genau ,)
Schau Dir doch auch mal die Diskussion beim Freischreiber und bei Spreeblickan: Viele gute Argumente.