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Umgezogen: Schnelle Infos zu #AKW #Japan

12 Mär

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Die Radiation Dose Chart stellt Belastungen durch verschiedene Quellen dar.

Das Sievert (Einheitenzeichen: Sv) ist die Maßeinheit verschiedener gewichteter Strahlendosen. Sie dient zur Messung der Strahlenbelastung biologischer Organismen und wird bei der Analyse des Strahlenrisikos verwendet. Als Strahlenbelastung oder auch Strahlenexposition bezeichnet man die Einwirkung von ionisierender Strahlung auf Lebewesen oder auf Materie.
Die folgende Tabelle zeigt Art und Ausmaß verschiedener Arten von Strahlenexpositionen. Bei den Zahlenangaben handelt es sich um Mittelwerte. Abweichungen nach oben und unten sind je nach Wohnort, Tätigkeit etc. möglich. (Alle: Wikipedia; weitere SI-Einheiten)

In Deutschland liegt die natürliche Strahlenbelastung nach Angaben des Bundesumweltministeriums in einem ganzen Jahr bei durchschnittlich 2400 Mikrosievert. (Quelle: Spiegel Online Live Ticker, 15.03.2011)

 

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Herzlichen Dank an alle, die Daten und Links beigetragen haben und weiter beitragen, zuvörderst Dietmar (danke für die Nachtschichten!), Angelika, Melebert, danebod, Sabine, ikkebah, Frank Benedikt und Kathy. Und Entschuldigung, falls ich jemanden vergessen habe.


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82 Kommentare

Geschrieben von - 12. März 2011 in Energie, Umwelt, Welt

 

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82 Antworten zu “Umgezogen: Schnelle Infos zu #AKW #Japan

  1. Angelika

    17. März 2011 at 18:49

    wg. heise artikel : das einzige, was bisher frei/gemessen wurde waren die bekannten flüchtigen (schnell zerfallenden) radioisotope, die dann die spikes auf der grafik verursachen (Yogeshwar hat’s gezeigt, im webz bei der GRS).

    Fukushima muss mit 3 Mile Island verglichen werden. alles andere ist panikmache.

    als ingenieurin analysiere ich dazu lediglich technische/physikalische fakten.

    von wg. mikrosievert :
    “Ein einziger Transatlantikflug belastet das Strahlenkonto eines Menschen mit bis zu 150 Mikrosievert zusätzlich.
    Ein einziges Röntgenbild beim Zahnarzt schaufelt fast 1000 Mikrosievert drauf;
    eine Untersuchung im Computertomografen kann mit bis zu
    30 000 Mikrosievert verursachen.”

    Und dann kommen jetzt ja noch die sog. bodyscanner dazu.

    ich schweige mal vom i-131 und cs-137 fallout über dld. z.b. i.d. 60er jahren als folge der us-atombombenversuche/Nevada – betrifft z.b. die “grufties” wie mich.

     
  2. DFranzenburg

    17. März 2011 at 19:08

    Dank an Melebert! Das Interview ist unter Wissenschaftler eingebunden.

     
  3. DFranzenburg

    17. März 2011 at 19:24

    Danke, Melebert. Link unter Wissenschaftler eingebunden.

     
  4. opalkatze

    17. März 2011 at 19:46

    Pah, Gruftis! Das will ich hier aber nie wieder hören. Wo wir sind, ist oben. Basta.

     
  5. Angelika

    17. März 2011 at 20:41

    lolz – sowieso. hat mE grosse vorteile.
    deshalb hatte ich ja “” verwendet. und als goofy-geek nehme ich mich schon mal selbst nicht sofurchtbarernst ;)

     
  6. Melebert

    17. März 2011 at 21:10

    Angelika, du sagst es. Das einzige,was bisher gemessen wurde. Im Interview von Telepolis wurde vor allem mit Zahlen aus Tschnernobyl gearbeitet. Und in Fukushima stehen ähnliche Reaktoren wie in 3 Mile Island.

    Das Aber ist das Ausmaß der Zerstörung in Fukushima und dass verdammt viele Zeichen dafür sprechen, dass in Fukushima:
    - in drei Reaktoren mindestens eine teilweise Kernschmelze sattgefunden hat
    - die Kühlung immer noch nicht funktioniert und somit mit weiterer Erwärmung der Kernbereiche und der Brennstäbe zu rechnen ist.
    - dass das Containment mindestens eines Reaktoren durchlöchert wurde
    - selbst mit Wasserwerfern und Hubschraubern noch nicht sicher gestellt werden konnte, dass die MOX-Stäbe wieder ausreichend gekühlt werden. Gerade letztere sind gefährlich, weil diese auch Plutonium enthalten.

    Soweit ich weiß gab es bei 3 Mile Island keine Explosionen, die die Gebäude mit den Brennstäben unzugänglich machten und auch das Containment blieb ganz. In Fukushima drohen noch vollständige Kernschmelzen und die in den Auffangbecken gelagerten abgebrannten MOX-Stäbe könenn sich auch noch entzünden und dann wird Plutonium und anderes Zeugs n die Luft getragen.

    Das sind die wesentlichen Gründe, weshalb ich davon ausgehe, dass die Aussagen aus dem Telepolisinterview nicht aus der Luft gegriffen sind und man nicht nur mit den Zahlenwerten und Erfahrungen von 3 Mile Island arbeiten kann. In 3 Mile Island spielte sich alles innerhalb intakter Ummantelungen ab.

    Hmm, ich bin Ende der 60iger gesund zur Welt gekommen und fühle mich heute immer noch so. Ich weiß jetzt echt nicht, ob ich mich schon als “Gruftie” bezeichnen sollte. Bisher war mir alter Knacker lieber, aber der Name ist schon vergeben an jemand, dem ich aus Altersgründen keine Konkurrenz machen kann.

     
  7. DFranzenburg

    17. März 2011 at 21:18

    Hmm, ich bin Ende der 60iger gesund zur Welt gekommen und fühle mich heute immer noch so. Ich weiß jetzt echt nicht, ob ich mich schon als „Gruftie“ bezeichnen sollte. Bisher war mir alter Knacker lieber…

    Ich bin Mitte der 60er geboren und fühle mich nicht ‘mal als alter Knacker. Bin ich jetzt krank? ;-)

     
  8. Angelika

    17. März 2011 at 21:38

    @Melebert – richtig, diese ganze mit Tschernobyl vergleiche löst bei mir nen mentalen gau aus, um es freundlicher zu formulieren als mir zumute ist.

    bisher hatte ich noch nicht gelegenheit/zeit, genauer wg. 3MI nachzugucken, ob damals nun defacto ein 1/3 oder ein 2/3 core-meltdown stattgefunden hat. (zusammenfassung auf die schnelle hier :

    http://www.nrc.gov/reading-rm/doc-collections/fact-sheets/3mile-isle.html

    entscheidet sind für mich lediglich 2 punkte z.zt. wg. Fukushima :
    1. es wird eine unbekannte zeit x dauern, bis wir wissen, ob die reaktordruckbehälter/containment intakt sind
    2. die wasserzufuhr im abklingbecken

    ich habe mit mir selbst quasi ein paar “wetten” abgeschlossen – mal sehen, was davon realität wird.

    ausserdem beobachte ich andere vorgänge wie z.b. die nach wie vor vielen erdbeben i.d. region, die sog. after-shocks, die mir einfach eine ziemlich grosse stärke haben.

    meine persönliche erfahrung ist das beben nachts in italien, als ich dort ca. 120 km vom epizentrum lebte. vielen bekannt als assissi-beben von 1997, das hatte 4.6 auf der RS.
    und alle hurricans des jahres 2005 habe ich in GA/usa ge-/erlebt; von wg. “Katrina”.
    (nein, ich vergleiche nicht reihenhaus mit erdbeertörtchen ;)

     
  9. opalkatze

    17. März 2011 at 21:45

    Ach ihr Jungspunde. Alt fühlen kann man sich auch mit 17, und jung mit 92. So viel dazu. ICH fühle mich jedenfalls genau richtig.

     
  10. Micha

    18. März 2011 at 12:59

    Die Nachzerfallswärme wird noch mind. 1 Jahr halten und solange muss auch gekühlt werden.
    Ich wette da lieber nicht.
    Einen schönen Gruß von einem alten Eifeler, der auch schon Tschernobyl “mitgemacht” hat

     
  11. Angelika

    18. März 2011 at 14:06

    nach meinen erfahrungen mit Katrina dachte ich zuerst an die haus-/tiere – diese katze hat überlebt !

    für deinen cat-content – “heartwarming tearjerker of the day”

    http://thedailywh.at/2011/03/16/heartwarming-tearjerker-of-the-day-cat-survives-japanese-earthquake/

     
  12. opalkatze

    18. März 2011 at 14:16

    JA! Katzen für alle!

     
  13. opalkatze

    18. März 2011 at 14:19

    Pööh, gib nicht so an, haben hier die Meisten. :)

     
  14. danebod

    18. März 2011 at 15:39

    Ha, Oktober ’76 Flensburg, ich bin der erste und einzige, der Flugblätter zu Brokdorf hat. Aufruf zur ersten Demo am 31. Oktober. Über Kontakte in Hamburg, Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung. Oh, wie sie alle aus den Gebüschen kamen, als ich die in der Fußgängerzone verteilte. Eine Woche später hatten wir ‘ne BI mit 70 Leuten…

    Jemand besser?

    *PRAHL*

    So, genug Döntjes aus der Jugend vertellt, jetzt gehts in die Innenstadt, Kundgebung Reinoldikirche und Menschenkette bis zum Friedensplatz. Gruß aus Dortmund!

     
  15. opalkatze

    18. März 2011 at 17:35

    @danebod
    Pah, du Jungspund, stell dich mal schön wieder hinten an. Ich hab zwar keine Flugblätter mehr, aber noch eine prima Narbe am rechten Knie.

    Trotzdem viel Erfolg, Kleiner :]

     
  16. Angelika

    18. März 2011 at 18:40

    mein focus : technische fakten

    trouvaille “Confidential data held by nuclear test ban organization emerging as key to monitoring Fukushima radiation”

    artikel mit links hier, englisch :

    http://www.nature.com/news/2011/110317/full/news.2011.168.html

    die Vorbereitende Kommission für die Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen – engl. CTBTO – hat entspr. messstationen.
    diese daten sind allgemein nicht öffentlich, zugriff haben mitgliedsländer.

    hier der direkte link zur mE entscheidenden info :

    http://www.zamg.ac.at/aktuell/index.php?seite=1&artikel=ZAMG_2011-03-18GMT09:52

    ebd “Dieser Wert ist, selbst über ein Jahr summiert, niedriger als die natürliche Belastung, der jeder Mensch ausgesetzt ist.”

    summa : es gibt bis heute keinerlei hinweise darauf, dass radioisotope, die bei einer kernschmelze der brennstäbe auftreten, freigesetzt wurden.

     
  17. DFranzenburg

    18. März 2011 at 19:20

    Danke, Angelika! Dein Link steht unter Karten.

     
  18. Melebert

    22. März 2011 at 08:35

    BeiTelepolis ist ein Artikel, der auch auf eine alte Doku verlinkt und auf Sicherheitsanalysen aus den 70igern verweist.

    Bei all dem, was ich mittlerweile gelesen habe und was sich da so aus den Puzzleteilen als Bild zusammenfügt,kann ich nur sagen: Die Typen der Atomlobby wissen nicht was sie tun oder sie wissen es. Letzteres wäre hoch kriminell, denn sie haben Reaktoren gebaut deren Sicherheitssysteme bei den Test nicht funktioniert haben.

    Mit dem Wissen, dass die Kühlsysteme schon immer nicht wirklich funktioniert und in Fukushima auch noch ein Beben der Stärke 9 (RS) und ein Tsunami gewütet haben, sehe ich schwarz, was das erfolgreiche in Betriebnehmen der Kühlpumpen betrifft.

    Hoffen wir, dass durch Improvisation eine Kernschmelze der Brennstäbe in den Reaktoren und den Abkühlbecken verhindert werden kann. Denn wenn dei MOX-Stäbe anfangen mit brennen, reicht selbst eine 50km Evakuierungs-Zone nicht mehr aus.

     
  19. Melebert

    22. März 2011 at 10:36

    Und hier noch was für die Linksammlung. Der Physikblog fast alle Fragen mal auf sehr ruhige und unaufgeregte Art zusammen und erklärt das Drame Schritt für Schritt.

     
  20. Kathy

    22. März 2011 at 14:41

    Auf dieser Seite wird die mehr oder weniger aktuelle Strahlenbelastung angezeigt.

    http://www.rdtn.org/

     
  21. Melebert

    25. März 2011 at 16:10

    Greenpeace ist jetzt der Meinung, dass Fukushima die Stufe INES 7 erreicht hat. Wenn man sich den Artikel bei SPON genauer durchliest und mal zwischen den Zeilen deutelt, dann ist es eigentlich schon lange soweit.

    Die Radioaktivität des Wasser (fast 4 Mio Becquerel) lassen sich nur noch daduch erklären, dass das Containment Löcher hat und die Brennstäbe beschädigt sind.

     
  22. opalkatze

    25. März 2011 at 17:12

    Ja, hatte ich eben schon ergänzt. Klar, daß man dazu nur sagen kann, endlich geben sie es zu. Die arme Bevölkerung …

     
  23. Melebert

    30. März 2011 at 11:54

    Dieser Artikel ist verdammt lesenswert. Bin durch fefe drauf aufmerksam geworden.

     
  24. opalkatze

    30. März 2011 at 14:19

    Hab ihn untendran geklebt und dir und den anderen ‘Helferlein’ direkt noch ein Dankschön gesagt. :)

     
  25. VonFernSeher

    31. März 2011 at 07:49

    So, meine Liebe, jetzt (Strahlender Umrechner) hast du’s aber endgültig übertrieben. Zur Strafe werde ich diesen Beitrag als Portalseite in die Linkarena aufnehmen;)

    Auf dieser Seite sammelt opalkatze [http://twitter.com/kaffeebeimir] verdammt viele gute Links zu den Geschehnissen in Fukushima im Frühjahr 2011 sowie generell zur Kernkraft selbst. Diese Sammlung hat ein Ausmaß erreicht, dass wohl dieser Beitrag allein als Portalseite gelten mag. Informativ, aber auch ein wenig überwältigend.*

    Bezahlst du eigentlich hierfür Mehrwertsteuer?

    *Man kann (extremst intelligenterweise) nur auf eine Empfehlung linken, wenn mind. zwei Benutzer empfohlen haben, deshalb dieses Zitat.

     
  26. opalkatze

    2. April 2011 at 15:56

    Mach doch, was du willst. Machste ja sowieso. :)

     
  27. Melebert

    5. April 2011 at 17:58

    Auf All Things Nuclear gibt es eine aktuellen Statusbericht. Eine recht nüchterne Zusammenfassung eines mehr als beängstigenden Zustandes.

    Wenn man die Informationspolitik von Tepco un der Japanischen Regierung betrachtet, dann wird einem schlecht. Da wird am Wochenende von einem Riss gefaselt, von einem Leck, wo stark kontaminiertes Wasser ausströmt ( 1Sievert/h) und ins Meer fließt.Gleichzeit wird bekräftigt, dass es nichts bedrohliches ist (wie zynisch!).

    Für lesenswert halte ich auch den Artikel im Spiegel über die Arbeitsweise des japanischen Journalismus. Es erklärt zumindest ein wenig das sichtbare Chaos und diese Totenstarre der japanischen Medien. Zumindest fasse ich diesen unkritischen Umgang mit allen Daten die von Tepco kommen so auf. Die müssten doch Sturm laufen bei den ganzen Nachrichten über Schlamperei und Missmanagement bei Tepco.

    Zum Glück tut sich was in Deutschland. In Bayern wollen die jetzt auch endlich mehr auf Alternative Energiegewinnung setzen.

     
  28. Melebert

    5. April 2011 at 18:08

    Die Zeit hat auch noch was über die fragwürdigen Argumente bezüglich, dass Atomkraftwerke unbedingt gebraucht würden.

    Es ist nur ein Beispiel, wie die Argumente der Atomlobby endlich auch in den größeren Medien immer öfter zerpflückt werden. Ich hoffe, das das anhält.

     
  29. opalkatze

    5. April 2011 at 22:00

    Pflege es ein, sobald ich weiss, wo ,)

     
  30. Melebert

    7. April 2011 at 14:21

    Och, die Links sind bsi dahin ganz gut in den Kommentaren aufgehoben. ;)

    Bei einigen Diskussionen ist immer wieder aufgekommen, dass nie wirklich bewiesen ist, dass wirklich so viele an Krebs aufgrund der Strahlenbelastung durch Tschernobyl erkrankt oder gestorben wären. Die Leute von All Things Nuclear haben sich dem mal angenommen und versucht was abzuschätzen.

     
 
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