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Pro Quote: Das mit dem Siggi passt doch gut

28 Mär

Vor einigen Wochen habe ich bei der Aktion Pro Quote unterschrieben – nicht, weil ich eine Frauenquote so besonders toll fände, sondern weil es anscheinend anders nicht geht. Das ist wie mit den freiwilligen Selbstverpflichtungen irgendwelcher Unternehmen für mehr Verbraucherschutz: Solange es keinen Druck gibt, passiert auch nichts.

Eine ganze Reihe bekannter Männer unterstützen die Aktion mittlerweile. Und wie es der Zufall will, steht gerade ein sehr bekannter Mann wegen dieses Frauenthemas unter Beobachtung: Sigmar Gabriel wird Vater. Und da haben ihm gleich mal 10 Frauen einen Offenen Brief geschrieben:

Die Frauen wollen von Gabriel wissen, wie er die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sieht, ob er der Doppelbelastung als Vater und Parteivorsitzender gewachsen sei und ob er sich als junger Vater die Leitung eines Bundestagswahlkampfes zutraut.

“Mehr noch: Kann ein junger Vater Kanzler werden?”, schreiben die zehn Frauen. Und: “Wie schnell werden Sie nach der Geburt Ihres Kindes Ihren Beruf wieder aufnehmen?” Gabriel soll auch beantworten, ob er sich denn Sorgen mache, dass sein Job Begehrlichkeiten wecken könnte, wenn er seine Berufsarbeit unterbreche und sich seiner Rolle als Vater widme.

Wie man hört, hat dem Siggi das gar nicht gefallen. Dabei sind das nur die ganz normalen Fragen, die jede schwangere Frau zu entscheiden hat – normalerweise durch Karriereverzicht. Sorry, Siggi – aber normal ist das nicht.

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5 Kommentare

Geschrieben von - 28. März 2012 in Frauen, Kultur, Politik

 

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5 Antworten zu “Pro Quote: Das mit dem Siggi passt doch gut

  1. Pingback: Anonym
  2. altautonomer

    29. März 2012 at 07:38

    Gabriel: “Zudem habe er seine “private Lebensplanung mit meiner Frau besprochen”. Das gehe niemanden etwas an.”

    Schon vergessen Siggi? Das Private ist politisch! Deshalb wurde z. B. die Vergewaltigung in der Ehe 1997 unter Strafe gestellt.

     
  3. Publicviewer

    29. März 2012 at 12:21

    So ein Quatsch, ich kenne einige Gremien die diese Quote per Zwang erfüllen mußten.
    Seitdem ist das Niveau kräftig gesunken, weil es in einigen Branchen, wie zum Beispiel bei Betriebsräten in manchen Betrieben, einfach kaum Qualifizierten Frauen gibt.
    Ich persönlich finde es gut, derm schwachen Geschlecht einen Einstieg in gewisse männerdominierten Bereiche zu ermöglichen, aber ein muß, halte ich nicht für sinnvoll.

     
  4. opalkatze

    29. März 2012 at 12:32

    Das ist doch gerade bei Betriebsräten eine leichte Übung: Fortbildung.

     
  5. Hand Meyer

    29. März 2012 at 19:28

    Das ganze dient doch nur dazu, FauInnen neue Beschäftigungsmöglihkeiten zu bieten, die sie sonst wegen ihrer Qualifikation nie erhalten hätten. Wenn es wirklich um die “große Sache Gleichberechtigung” gegangen wäre, hätte man das “Geschlechterquote” nennen müssen. Gerade weil die Forderung von einer Gruppe kommt, die überallgeschlechterneutrale Formulierungen fordert, ist diese Formulierung so auffällig.

     
 
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