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Lautes Nachdenken über Blogs & so

13 Okt

Hab gerade bei den Ruhrbaronen was kommentiert und wüsste gerne, wie ihr das seht. Den Kommentar setze ich hier so rein, wie ich ihn runtergetippt habe.

Klar, im Kollektiv ist es ein bisschen einfacher, als Einzelblogger mit beschränkter Zeit/wenig Geld ist es einfach nur ein hartes Brot.

Politische Relevanz ‘da draußen’ ist nur zu erreichen, wenn die Themensetzung entweder Viele interessiert oder sehr speziell ist. Der Einzelne ist vielleicht in der Lage, ein Thema intensiv zu verfolgen, ohne featuring von anderen Blogs (Empfehlung, Verlinkung) wird aber auch die beste Recherche einfach versickern.

Die ‘Beziehungen’ der größeren Blogs untereinander sind besser geworden, Verlinken scheint wieder in Mode zu kommen. Die vielen kleinen Blogs bilden nur sehr eng umgrenzte Blasen, obwohl sich dort erstaunliches Fachwissen sammelt – sie werden aber nicht wahrgenommen.

Im Augenblick sehe ich, dass die politische Blogosphäre sich konsolidiert. Dabei rückt sie näher zusammen und bildet gleichzeitig Knoten, die enger abgegrenzt sind als bisher. Die gegenseitige Durchdringung war vor drei, vier Jahren stärker, jetzt scheint es eine unsichtbare Barriere zwischen den ‘Kleinen’ und den ‘Großen’ zu geben.

Die erste Neugier ist befriedigt, man kennt seine Pappenheimer, hat auch wenig Zeit, und der Feedreader ist ohnehin zu voll. Die Teams der größeren Blogs stehen, nach Frischfleisch wird kaum noch gesucht.

Die Entwicklung stagniert, was den Austausch angeht.

Gleichzeitig entstehen andere Kontakte, gerade bspw. die Hangout- Szene (nenne ich mal so). Deren Potential ist riesig, weil Menschen nun mal Bilder mögen, auch, wenn da gar nicht viel passiert – es ist live, und die Themen interessieren Viele (Quartett, Blogger Camp, andere entstehen gerade). @Wolfgang Michal hat geschrieben, er könne nicht verstehen, warum für den LSR-Protest YouTube nicht genutzt wurde – da hat er Recht.

Das ist eine weitere Abgrenzung, die vielleicht noch aus der alten Medienwelt kommt. Die einen schreiben, die Anderen machen Video. Mit der Zeit muss sich das durchdringen und viel mehr Leute ‘draußen’ erreichen; man klickt eben eher auf ein Filmchen, als einen langen Text zu lesen.

Das Problem ist dasselbe: Beide Formen leben von gut vermittelten, knackig präsentierten Inhalten. Dabei besteht für die Schreiber die Notwendigkeit, Leser zu finden (= ‘richtig’ anzusprechen), was ungleich schwieriger ist, als ein zwischen mehreren sich entwickelndes Gespräch zu leiten und als Video ins Netz zu stellen.

Der User ist eher bereit, 45 Minuten ein Video zu verfolgen, als 10 Minuten einen Text zu lesen, der nicht weitgehend der eigenen Meinung entspricht. Beim Text steigt der Leser schneller aus, während er beim Video vielleicht noch bleibt, um zu sehen, was passiert, oder was jemand Bestimmtes sagt. Die ‘Drehbücher’ sind sehr unterschiedlich.

Die Gefahr besteht, dass sich Text und Video auseinander entwickeln, was ich für einen Verlust halten würde. Ich möchte kein hie Fernsehen, da Zeitung-Remake im Netz haben.

In Zukunft sind Netzwerke gefragt, die sich bspw. eben mit Politik befassen. Ich glaube, dass auf lange Sicht Pools entstehen werden, die, je nach Bedarf, übergreifend zusammenarbeiten, und in denen Fachleute gefragt sein werden (während bis jetzt Viele ‘alles’ machen). Nur so ist auch auf Dauer Aufmerksamkeit zu generieren. (Entspricht in etwa dem “mal sehen, was der und der dazu schreibt” im klassischen Journalismus, dadurch sind ‘Größen’ wie Prantl oder Wolfgang Blau entstanden.)

Ein bisschen haben wir die Neugier verloren, sehen eher nach neuen Themen als nach neuen Leuten, auch zu sehr danach, immer auf Linie zu bleiben, dabei sind Querdenker interessant. Wir versuchen auch oft, aktueller zu sein, als wir es leisten können, dann kommen Eintagsfliegen raus, wo ein dauerhaftes Informationsangebot nötig/wünschenswert wäre.

Das politische Interesse ist da, und die Menschen wollen Hintergrund und Einordnung. Sie wollen auch einbezogen werden – alles Dinge, die im Netz wunderbar funktionieren. Dazu müssen wir aber aus den Nischen raus, auch aus denen in unseren Köpfen. Da wohnen nämlich, ganz wie bei den alten Medien, die Habenwirimmersogemachts. Dass wir erst seit vergleichsweise kurzer Zeit so denken, macht es nicht besser.

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19 Kommentare

Geschrieben von - 13. Oktober 2012 in Blogs, Journalismus, Medien, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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19 Antworten zu “Lautes Nachdenken über Blogs & so

  1. Erbloggtes

    13. Oktober 2012 at 15:39

    Ich glaube, die Zielsetzung, möglichst viele Menschen zu erreichen, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern setzt eine Art Aufmerksamkeitsökonomie voraus. Beispielsweise kann es für Werbefinanzierung wichtig sein, möglichst viele Menschen anzusprechen. Oder wenn man für die nächste Bundestagswahl eine bestimmte Partei oder Einstellung promoten will, muss man auch möchlichst viele Wähler ansprechen.
    Das Internet ist aber kein Medium, das solche Voraussetzungen generell macht – anders als Fernsehen oder auch Zeitung, die auf einen Massenmarkt angewiesen sind, um sich zu refinanzieren (oder beim ÖRR: sich zu legitimieren).
    Ich als kleiner Blogger in einer eng umgrenzten Blase bin gar nicht darauf angewiesen, möglichst viele Menschen zu erreichen, da ich das Bloggen nicht refinanzieren muss. Viele meiner Themen richten sich auch gar nicht an “viele Menschen” als Zielgruppe; sie sind einfach sehr speziell. Aber – und das ist das tolle am Internet – falls es im nächsten Jahr oder irgendwann später für 100.000 Menschen wichtig ist, etwas über ein sehr spezielles Thema zu erfahren, dann können sie Google anwerfen und sich bei mir (oder je nach Thema bei einem ganz anderen Blogger) informieren.

    Ich habe vor zwei Jahren mal den Unterschied zwischen Lean-Back-Medien und Lean-Forward-Medien erläutert. Toll, dass ich na nun einfach drauf verweisen kann, um meine Position zu erklären. Wenn man das Internet als Lean-Forward-Medium ernst nimmt, dann verwirklicht es die beiden Bestandteile von Artikel 5, Absatz 1, Satz 1 des Grundgesetzes: “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.” Gerade der zweite Teil, die ungehinderte Unterrichtung, erfordert natürlich, dass es öffentliches Material gibt, mit dem ich mich ungehindert über das unterrichten kann, was ich gerade wissen will.
    Das ist eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe von Blogs, wahrscheinlich auch von Online-Videoformaten. Verlinkung zwischen Blogs und Crosspromotion ist dafür nicht besonders wichtig. (Ich bin ein kleiner Blogger, aber zu speziellen Suchabfragen stehe ich bei Google ziemlich weit oben.)
    Ganz richtig ist, dass die Menschen Hintergrund und Einordnung wollen, und dass sie auch einbezogen werden wollen. Aber sie können im Internet auch selbst entscheiden, zu welchen spezifischen Fragestellungen sie Hintergrund wollen, und wie sie einbezogen werden wollen.
    Ich finde es gar nicht nötig, die unsichtbare Barriere zwischen den Kleinen und den Großen zu durchbrechen, die Video/Text-Barriere zu durchbrechen (kann, muss nicht), auf Massenmeinung hin glattgebügelte Texte zu präsentieren oder Netzwerke/Pools zu schaffen, die ein dauerhaftes Rundum-sorglos-Informationsangebot produzieren. Es ist (für mich als Blogger) kein Ziel, auf Dauer Aufmerksamkeit zu generieren. Dass es ein Ziel sei, sagen nur die ökonomischen Produktionsbedingungen (z.B. Werbefinanzierung) und die Habenwirimmersogemachts in den Köpfen.
    Wenn die Ruhrbarone “Relevanz über das eigene, enge Themenspektrum hinaus” fordern, dann wünschen sie eigentlich nur Aufmerksamkeit über den kleinen Kreis der Interessierten hinaus – als Bedingung von Kampagnenfähigkeit (denn um die geht es bei der Frage nach dem Scheitern der Petition gegen das Leistungsschutzrecht). Klar, es ist eine schöne Sache, sich mächtig und bedeutend zu fühlen. Aber das generelle Ziel der Blogosphäre oder der Netzgemeinde ist es nicht.

    (Jetzt bin ich mir aber unsicher, ob ich diesen langen Kommentar bei den Ruhrbaronen, hier oder in meinem Blog veröffentlichen sollte. Naja, hier ist schon ok.)

     
  2. Klaus Jarchow

    13. Oktober 2012 at 16:59

    Das, was bei den ‘Ruhrbaronen’ läuft, resultiert aus dem Willen, größer und ‘werberelevant’ zu werden. Das ist an sich noch nichts Schlimmes, widerspricht aber dem, was Blogs im Kern sind: Es sind ‘Mikromedien’, die eben gar keine ‘Makromedien’ werden sollten. Dort läuft ein ‘Individualismus in Kleinverlagsgestalt’. Bilden solche Blogs dann Portale, tritt oft der Effekt ein, dass es gar nicht mehr nach der wahren Relevanz geht.

    Beim ‘Blogwerk’ habe ich das vor einiger Zeit erlebt. Wir – Ole Reißmann, Ronnie Grob, meine Wenigkeit etc. – wir machten dort mit der ‘medienlese’ das weitaus gelesenste Blog von allen Blogwerkern, die ‘Werbetreibenden’ wollten aber partout nicht in solch einem politisch-medienpolitischen Beritt schalten, das war für sie ‘Ähbäh’. Wir hatten also Leser, aber keine Anzeigen. Die wählten lieber ‘netzwertig’ etc., wo es um technische Gimmicks ging, wo also ein eher passives Medienkonsumentenumfeld existierte. Das war ihren Zwecken genehmer. So kam es, dass die vielgelesene ‘medienlese’ als erstes schloss, als es eng wurde.

    Worauf ich hinauswill? Es kommt nicht nur darauf an, wie ‘gelesen’ du bist, es kommt zumindest beim wirtschaftlichen Erfolg auch auf deine Themen an. Und hast du wirtschaftlichen Erfolg, dann hast du zumeist die Blog-Idee längst verfehlt, weil du das Thema verfehlt hast.

     
  3. opalkatze

    13. Oktober 2012 at 17:39

    Das ist so ein schöner Kommentar, und nun vermodert er hier. Das wäre dringend anzufassen: Plattformübergreifende Kommentierung, APIs, die es erlauben, hier wie dort gelesen zu werden. Mit einem Klick könnte man nach Veröffentlichung entscheiden, ob der Kommentar auch an anderen (verlinkten) Stellen gepostet wird. Da ist noch viel 20. Jahrhundert. (Huhu! Auch bei #Google.)

     
  4. Angela

    13. Oktober 2012 at 18:16

    “Das politische Interesse ist da, und die Menschen wollen Hintergrund und Einordnung.” Gerade das Freie, Experimentelle schätze ich an Blogs. Die Einordnung erfolgt oftmals erst (bei mir) im Kommentarbereich.

    Ich meine auch – und da stimme ich den Ruhrbaronen zu -, dass gute Online-Portale wie die Nachdenkseiten, Carta etc. zu wenig von der breiteren, grundsätzlich interessierten ‘Masse’ wahrgenommen werden. Oder anders herum: Die potentiellen Zielgruppen haben gute Blogs noch längst nicht erschlossen… Warum nur?

     
  5. Erbloggtes

    13. Oktober 2012 at 20:10

    Guter Hinweis!

     
  6. flatter

    14. Oktober 2012 at 00:57

    “Große” politische Blogs, gibt es die in Deutschland? Die Nachdenkseiten sind nicht wirklich ein Blog und erreichen nicht annähernd so viele Leser wie eine relevante regionale Zeitung (Print und Web). Es ist auch kaum möglich, Qualität und Massenkompatibilität gleichzeitig zu liefern. Wer Hintergrundwissen in seiner ganzen Komplexität zu vertexten versucht, lebt zwangsläufig in einer Parallelwelt, weil solch kritische Betrachtungen der “Information” in den Massenmedien grundsätzlich widerspricht. Es ist für die Masse zu anstrengend, so etwas mit Talkshow- und TV Nachrichteninhalten zu synchronisieren.

    Eine Möglichkeit wäre die (intensive) Nutzung von Ton und Bild. Das Modell “Alternatvilos” zeigt, dass ein Interesse daran vorhanden ist. Fefe ist überdies ein Knoten für gebündelte Information, auch das zeigt, was gehen könnte. Allerdings wüsste ich nicht, wie man etwa die Verbeitung von Informationen, die via Leserhinweise gebündelt wird, Schule machen könnte ohne Hauptberufliche Blogger. Wer soll die eingehenden Informationen am Couchtisch überprüfen? EIn Problem ist nämlich, das ernstzunehmende Blogger einen höheren Anspruch an Nachrichtenqualität haben und weder Agenturen noch Korrespondenten zur Verfügung haben. Obendrein leidet die Landschaft unter den Ressentiments der journalistischen Zunft.

    Von daher nützen weder frustriertes Genörgel noch hochtrabende Visionen. Es wird immer noch viel Geduld brauchen. Was nach vorn bringen kann, sind kleine Schritte. Gute Projekte, thematisch gebunden und auf Zeit, wären zielführend. Vielleicht sollten sich ein paar Leute mit einer konkreten Idee einmal (besser öfter) treffen und etwas ausbaldowern. Wenn wir nicht am Ende doch Teilzeitautisten sind … (sorry, Kommentar muss unkorrigiert raus)

     
  7. altautonomer

    14. Oktober 2012 at 08:21

    Hier auch mal etwas aus der Sicht des Kommentariats:
    Mich wundert permanent, welch untergeordnete Rolle Blogs in meinem realen Leben spielen. Genauso wie ich bei der Ermittlung der Quoten, für die öffentl.-rechtl. Fernsehanstalten niemanden kenne, der ein Quotenmeter besitzt, habe ich analog dazu in meinem Bekanntenkreis weder in der Familie, noch in der politischen Szene hier vor Ort, noch in der Sportlerkommunity, im Kollegenkreis oder im sonstigen sozialen Umfeld jemanden getroffen, der sich in irgendeiner Form mit Blogs beschäftigt.

    Wenn ich dann bei Gelegenheit mal erwähne, dass ich in diversen Blogs unterwegs bin, werde ich wortlos angesehen wie ein Alien. Das Gespräch ist dann meistens auch beendet, weil das für die andren so etwas wie “Bäh” zu sein scheint. Solange ich keine Menschenseele finde, die wie ich in Blogs kommentiert, ist dies für mich eine an der Gesamtbevölkerung gemessen absolute Minderheitenversanstaltung.

    Nicht dass ich in der Pampa wohne sondern im Zentrum des Ruhrgebietes.

     
  8. gsohn

    14. Oktober 2012 at 10:51

    Reblogged this on Ich sag mal und kommentierte:
    Siehe auch meine Ausführungen über die Deutungshoheit der netzpolitischen Nerds: http://ichsagmal.com/2012/10/12/uber-den-wurgegriff-der-it-und-die-deutungshoheit-der-netzpolitischen-nerds/

     
  9. der Herr Karl

    15. Oktober 2012 at 12:13

    “Die ‘Beziehungen’ der größeren Blogs untereinander sind besser geworden…”

    Schön wär’s. Ich stelle eher das Gegenteil fest: Neid, Missgunst und Überheblichkeit.

     
  10. altautonomer

    15. Oktober 2012 at 17:14

    Bitte ignoriert das Kommentariat nicht in der Diskussion, denn ohne uns würdet Ihr Sebstgespräche führen..

     
  11. opalkatze

    15. Oktober 2012 at 21:10

    Sorry – ich stürze im Moment nur einmal ab, und zwar dauernd. Leitung sollte heute auf DSL 2000 umgestellt werden, stattdessen guck ich den halben Tag in die Röhre. Acht Totalabstürze, sehr gemütlich. Noch dazu ein kaputter Rücken, und ich möchte jetzt was Schweres schmeißen, was ganz doll scheppert –

     
  12. F. Schwarze

    17. Oktober 2012 at 08:35

    @ Altautonomer u.a.

    Mache ähnliche Erfahrung wie Sie und ignoriere zunehmend Blogs wie diesen – auch wenn dieser wie´s scheint (noch) nicht kommerzialisiert ist.

    Außerdem wird für meinen Geschmack in Blogs wie diesem viel zensiert. Und in anderen wie duckhome zu viel gepöbelt.

    Zum Wachtums- oder Reichweitending hat Herr Jarchow oben Wichtiges gesagt.

    Den Ruhrbaroneblog kenne ich nicht auch wenn ich mich in NRW auskenne.

    (P.S. Kommentariat iss jut..;-))

     
  13. markenware

    17. Oktober 2012 at 15:12

    da sind wir (zentral im Pott) ja immerhin schon zu zweit …

     
  14. altautonomer

    18. Oktober 2012 at 08:27

    Hier wurde vor einiger Zeit mal die Teilnahme an einer Bloggerstudie angeboten. Hab da mitgemacht. Das Ergebnis wurde mir vor wenigen Wochen zugesandt. Es ist aussagekräftiger, als diese Texte, insbesondere, was das Kommentariat angeht.

     
  15. opalkatze

    18. Oktober 2012 at 14:01

    Interessant – hast du Lust, mehr zu erzählen oder was dazu zu schreiben? Die Letzte, die mir bekannt ist, war eine Diplomarbeit, ist schon eine Weile her (2 Jahre?). Ich ärgere mich immer Granaten, dass das in den reichweitenstarken Umfragen wie der ARD/ZDF-Onlinestudie nicht einfach mit erfasst wird. Z.B. weiß kein Mensch, wie viele Blogs es in Deutschland gibt, erst recht nicht, womit sie sich befassen.

     
  16. opalkatze

    18. Oktober 2012 at 14:01

    Ich bitte darum.

     
  17. mickzwo

    19. Oktober 2012 at 05:43

    Gerade habe ich einen Artikel veröffentlicht. Den werden vielleicht drei oder vier lesen. Auf Kommentare warte ich in der Regel vergebens. Dabei würde ich mich gerne mal austauschen. Nur bin ich nicht Teil irgendeiner Herde. Die kann noch so schön sein. Ich will es nicht. Lieber bin ich einer der Leute, die am Rand stehen und sorgsam Applaus spenden. Und darum verstehe ich auch die Menschen, die gerne mal konsumieren.

    In erster Linie geht es mir doch darum, für mich heraus zu finden, was ich denke. Indem ich Gedanken formuliere, gestalte ich Information. Und zwar für mich. Ob das bei den anderen ankommt, ist erst mal zweitrangig. Denn diese Information, dieses Nachdenken bedeutet für mich verstehen. Von da aus kann ich mich dann mit anderen verständigen.

    Ich habe lange überlegt, ob ich auf diesen Post einen Kommentar schreiben soll. Mittlerweile sind schon 18 vor mir da. Etwa bei 14 schreibst Du, dass die Leitung harkt. Darum geht es ja auch: ich habe mal versucht über das ipad was zu schreiben. Es ist noch eines der ersten Generation. Das klemmt manchmal ziemlich. Wir sollen immer neue Geräte, Software, Leitungen, usf. kaufen. Den Anbietern ist doch der Inhalte erstmal gleichgültig, solange sie nicht mit den Gesetzen in Konflikt geraten und ihre Kreise nicht gestört werden.

    Manche schreiben, als könnten sie die Welt retten – ich will das übrigens auch. Ich will, dass die Menschen ihren Kopf dazu gebrauchen, wozu er gemacht ist, zum Denken nämlich. Aber die Welt hat nicht auf uns gewartet. Wir sind Spassbremsen und dröge. Solange Nachdenken und aktiv werden mit unangenehmen Einsichten und mit Arbeit verbunden wird, ist das so. Wer will schon arbeiten? André Heller hat das mal so formuliert: “Wer Dauerschläfer dauernd stört, übt Antinächtenliebe…”. Da helfen auch keine Videos.

    Ich glaube es hilft nur, da wo man ist, sich Klarheit zu verschaffen. Dann ist man in der Lage etwas weiter zu geben und kann hoffen. Ich werde weiter Opalkatze lesen und laut werden, wenn ich es für richtig halte. Vernetzung hat es immer schon gegeben und der Wunsch nach mehr davon wurde aus allen möglichen Ecken laut (s. a. die Beiträge in diesem Blog). Die Vernetzung und die Ruhrbarone hat es schon vor den Zeiten des Internets gegeben. Sie wird es mit Sicherheit auch noch eine Weile danach noch geben.
    Genau, die Ruhrbarone muß ich jetzt nochmal lesen …

     
 
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