RSS

Suchergebnisse für ‘Journalismus’

Wie wäre es mit einer “Linksammlung Journalismus”?

Seit ein paar Monaten laufe ich mit dieser Idee herum, Zeit also, sie endlich mal zu veröffentlichen: Wie wäre es, wenn die Journalismusblogs eine gemeinsame Plattform erstellten, auf der die ganzen hilfreichen Links gesammelt werden? Viele schreiben regelmäßig über Journalismus, andere, wie ich, nur gelegentlich. Aber wir haben alle viele nützliche Links ‘verbaut’, und ständig kommen neue dazu. Es wäre eine Fundgrube und ein tolles Angebot, sie zentral zu speichern.

Dabei denke ich natürlich an die vielen Links aus meinen Texten, die langsam immer weiter runter rutschen, aber auch an Marcus Bösch und Steffen Leidel vom DW Lab, Konrad Weber auf Journalist 2.0, Stephan Dörner vom Online-Journalismus-Blog, Julius Tröger von Digitaler Wandel, Lorenz Matzats Datenjournalist, die Slideshows von Ulrike Langer und Holger Schmidt, Heike Rosts Linksammlungen zum Urheber- und Leistungsschutzrecht, Constantin Seibts Deadline, Daniel Bröckerhoff, Simon Hurtz, Martin Giesler (der mit den Twitterlisten), Moritz Meyer, Daniel Drepper, Juliane Wiedemeyer, und, und, und.

Was meint ihr? Ließe sich das umsetzen?

 
18 Kommentare

Geschrieben von - 10. November 2012 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , ,

Journalismus: Überfluss und Mangel

Rohstoffschwemme und Erklärungsbedarf

Wir haben 2012. Unsere technischen Möglichkeiten übertreffen die aller Generationen vor uns. Wir verfügen über Informationen von wahrlich überwältigendem Ausmaß. Leider sind wir längst nicht mehr in der Lage, auch nur den Teil, der uns am meisten interessiert, in vertretbarer Zeit zu verarbeiten.
Die Geschwindigkeit, mit der die Informationen weitergegeben werden, war noch nie so hoch. Die Nachricht vom Umfallen des sprichwörtlichen Sacks Reis in China erreicht uns binnen Sekunden, gleichzeitig finden überall weitere Ereignisse statt, die uns ebenfalls sofort gemeldet werden. Read the rest of this entry »

 
18 Kommentare

Geschrieben von - 30. September 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Politik, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Crowdfunding im Journalismus? In Deutschland?

Heute bekam ich eine mail von Christian Buggedei, die ich mit seiner Erlaubnis hier einstelle. Die anschließende kurze Diskussion von Google+ habe ich darunter gesetzt.

Was meint ihr dazu: Würdet ihr ein großes Rechercheprojekt durch Crowdfunding mit finanzieren? Wenn es zum Beispiel, wie neulich bei ProPublica, um die Verbindungen von Ärzten zur Pharmaindustrie ginge? Also etwas, womit sich 10 Leute intensiv befassen müssen und Kosten von 100.000 Euro entstehen? Oder meint ihr, unsere Zeitungen informieren schon investigativ genug? Fühlt ihr euch gut informiert? Dazu habe ich eine kleine Umfrage aufgesetzt, der Link steht noch mal am Schluss. Read the rest of this entry »

 
10 Kommentare

Geschrieben von - 23. August 2012 in Journalismus, Marketing, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , ,

Unternehmerjournalismus und die Kuh auf dem Eis

Im Feuilleton der NZZ schreiben Kate Nacy und Stephan Russ-Mohl heute¹, der neue Journalist solle über unternehmerische Fähigkeiten verfügen. “Dies fordern einige Avantgardisten. US-Institute entwickeln entsprechende Ideen.”

Nee, Leute, bitte nicht schon wieder. Erstens ist die Idee nicht mehr neu, so neu schon gar nicht. Zweitens hört sich Entrepreneurial Journalism an wie PR-Sprech vom Allerschlimmsten. Und drittens ist das Thema bis auf die Felgen durchgekaut. Read the rest of this entry »

 
9 Kommentare

Geschrieben von - 18. Juli 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0, Welt

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Online-Journalismus: Mehr Erklärbären!

Katy Walther hat für das Magazin medium:online den Journalistik-Professor Klaus Meier interviewt. Wie in unzähligen ähnlichen Artikeln ist darin die Rede von tollen neuen Chancen, die jungen Journalisten alles bieten, was für Online und crossmediales Arbeiten nötig ist. Die schicke neue Art der Ausbildung wird hoch gelobt – um Weiterbildung geht es nicht. Warum wird nicht einmal gefragt, was alte Hasen tun können, um sich mit neuen Arbeitsmitteln vertraut zu machen? Es ist auch kein Geheimnis, dass nicht alle deutschen Journalistenschulen den Umgang mit den “neuen” Medien als Grundkenntnis ansehen und vermitteln: Manch eben fertigem Studienabsolventen fehlen die wichtigen multimedialen Fähigkeiten.

Eigeninitiative ist also das Mittel der Wahl, doch Erklärstücke in deutscher Sprache sind rar. In meinen Bookmarks sind an die dreihundert englischsprachige “How to’s”, von der BBC über den Guardian und das Nieman Lab bis zu Poynter, und es gibt hunderte Artikel, die ich nicht gespeichert habe. Dagegen stehen etwa vierzig Deutsche. Read the rest of this entry »

 
13 Kommentare

Geschrieben von - 1. Mai 2012 in Journalismus, Kaffeesatz, Medien, Wissen

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Eigentlich gibt es sie schon, die Zukunft des Journalismus

Eigentlich. Stefan Plöchinger, Chefredakteur von sueddeutsche.de, hat einen wunderbaren Artikel über die “neuen” Anforderungen an Journalisten geschrieben und beginnt ihn mit einem berechtigten Seitenhieb:

Die meisten Journalisten lieben Revolutionen, wenn sie darüber berichten dürfen.
Die meisten Journalisten hassen Revolutionen, wenn sie selbst deren Gegenstand sind.

Wolfgang Michal fasst den Sachverhalt ironisch zusammen und weist nebenbei noch diskret auf die ewig gleichen Podiumsdiskussionen mit dem ebenso gleichen Tenor hin. Read the rest of this entry »

 
7 Kommentare

Geschrieben von - 25. November 2011 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Ein kurzer Leitfaden zu faulem EU-Journalismus

Dank @TeraEuro auf Kosmopolito gefunden.

Das inoffizielle Regelwerk für faulen EU-Journalismus
20 wertvolle Tipps für Ihre Karriere im EU-Journalismus.

1. Sie sind nicht sicher, wie die EU funktioniert oder welche Institutionen es gibt? → Schreiben Sie einfach “Brüssel”.

2. Deutschland wird im Allgemeinen als für die EU-Politik wichtig angesehen, und Journalisten wissen, wie sie darüber berichten: Wenn Deutschland in einem bestimmten Politikbereich aktiv ist, schreiben Sie einfach etwas über “deutsche Dominanz”. Wenn Sie für eine britische Zeitung arbeiten, erwähnen Sie irgendwie den Krieg. Wenn Deutschland sich in einem bestimmten Politikbereich passiv verhält, schreiben Sie, dass Deutschland die EU aufgibt und dass es klar eine einseitige Strategie verfolgt. Wenn Sie für eine britische Zeitung arbeiten, erwähnen Sie irgendwie den Krieg. Read the rest of this entry »

 
18 Kommentare

Geschrieben von - 19. November 2011 in Europa, Journalismus, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Qualitätsjournalismus, Folge 2347

Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie!

Ich frage mich, ob der Redakteur gekündigt wurde oder bloß besoffen war … (Mit Dank an Dietmar :) Read the rest of this entry »

 
24 Kommentare

Geschrieben von - 13. Juni 2011 in Journalismus, Kaffeesatz, Medien

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

DRadio Wissen: Krisenjournalismus · Nähe per Mausklick

In einer ca. 55-minütigen Sendung haben Daniel Fiene und Herr Pähler mit Jan Keuchel (Handelsblatt), Ulrike Langer (Medienjournalistin), Christoph Neuberger (Medienwissenschaftler) und Volker Gehrau (Medienwirkungsforscher) über Journalismus bei Katastrophen und dessen Rezeption, Informationsmöglichkeiten und -gewohnheiten gesprochen. Dabei geht es einmal quer durch den Garten; von der Holzpresse über das Fernsehen bis Twitter werden Aspekte wie Schnelligkeit, Vertrauenswürdigkeit, Aufmerksamkeitsökonomie und die Notwendigkeit von Hintergrundrecherche beleuchtet. Tolle, interessante Sendung.

 
Kommentare deaktiviert

Geschrieben von - 26. März 2011 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Qualitätsjournalismus, diesmal: der ‘stern’

Schon toll, dieses Web 2.0! Mit wenigen Handgriffen lässt sich aus einer übersichtlichen dpa-Meldung eine schicke Klickstrecke machen.

 
4 Kommentare

Geschrieben von - 3. Januar 2011 in Journalismus, Kaffeesatz, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , ,

Ah, Qualitätsjournalismus!

Wikileaks (zur Zeit überlastet) veröffentlicht Zehntausende von Afghanistan-Dokumenten. Um eine breite Öffentlichkeit zu bekommen, tun sie das beim Guardian, bei der New York Times und dem deutschen Spiegel. Der Guardian bringt – wie gewohnt – hervorragend aufbereitete Berichte plus ein Einführungsvideo. Die Times bietet immerhin Überblicke und erste Auswertungen an. Beide bieten den Lesern an, interaktiv an der Aufbereitung der riesigen Datenmengen mitzuwirken.

Und der Spiegel? Read the rest of this entry »

 
10 Kommentare

Geschrieben von - 26. Juli 2010 in Journalismus, Medien, Politik, Welt, Wissen

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

So geht Qualitätsjournalismus

So geht das also.

Futurezone wird platt gemacht. Damit der Betreiber ORF durch einen Kuhhandel mehr Werbegelder einnehmen darf.
Futurezone ist neben Heise das einzige große deutschsprachige Onlinemedium, das sich tagesaktuell mit der europäischen Netzpolitik beschäftigt, und oft das schnellere von Beiden. In einer Zeit, in der es zunehmend um Politik im Zusammenhang mit dem WWW geht, ist das eine kurzsichtige und äußerst fragwürdige Entscheidung*.  Read the rest of this entry »

 
 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Vier Sätze für den Journalismus

Dirk von Gehlen hatte eine nette Idee. Er bittet um die Ergänzung vierer Halbsätze. Dann ergänze ich mal …

Das sollte jeder Journalist/jede Journalistin heute lernen:
Zuzuhören.

Nutzerbeteiligung macht den Journalismus besser, wenn …
… Kritik angenommen und umgesetzt wird.

(Statt ‘wenn’ wäre mir ‘weil’ lieber gewesen, denn eine breite Basis ist wunderbar für beide Seiten.)

In zehn Jahren werden wir uns darüber wundern, dass in der heutigen Debatte …
… so wenig an die Leser gedacht wurde.

So könnte ein Geschäftsmodell für den Journalismus von morgen aussehen:
Journalisten werden unabhängiger, als Ein Mann/Frau-Unternehmen für verschiedene Auftraggeber arbeiten, und versuchen, sich als ‘Markenzeichen’ zu etablieren.

____________
Wer sonst noch mitmacht, kann man bei Rivva sehen.

 
3 Kommentare

Geschrieben von - 2. Juni 2010 in Journalismus, Menschen

 

Schlagwörter:

Qualitätsjournalismus

Die Bundespressekonferenz ist 60 geworden. Unser Bundespräsident hat mit einer richtig guten Rede milde tadelnd gratuliert. Die Rede ist lang, aber der Anlass war ja auch nicht irgendeiner, und sie ist lesenswert.

Wir wissen alle, wie schrecklich schlecht es der Presse geht, der schwer geschundene Qualitätsjournalismus jault, von Hubert Burda angeführt, unaufhörlich unüberhörbar auf.

Read the rest of this entry »

 
Kommentare deaktiviert

Geschrieben von - 12. Oktober 2009 in Journalismus, Kultur, Medien

 

Schlagwörter:

Blick in die Glaskugel: Wahlen in Italien

Eigentlich kann man über die morgen und übermorgen in Italien anstehenden Wahlen alles schreiben – und nichts. Die Einen sehen ein Bündnis Bersani – Monti, also der sozialdemokratischen PD mit Mario Montis Zusammenschluss parteiloser Fachleute. Andere sehen in der vor allem im Netz beliebten M5S des Komikers und Kabarettisten Beppe Grillo eine neue, beachtliche politische Kraft; in den letzten Umfragen lag sie bei 20 Prozent. Mehr als Blicke in die Glaskugel wagt aber niemand so recht, denn im Hintergrund lauert immer noch oder schon wieder der Cavaliere – der unerklärlich beliebte Silvio Berlusconi. Read the rest of this entry »

 
4 Kommentare

Geschrieben von - 23. Februar 2013 in Blick in die Glaskugel, Europa, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Frauen & Blogs: Die Rückkehr zur Normalität

Am Dienstag rief eine Redakteurin von frau.tv an und wollte wissen, wie es denn mit den weiblichen Politbloggern aussehe: Ein Anlass, nach meiner letzten größeren Bestandsaufnahme vom Januar 2010 mal wieder darüber nachzudenken.

Es hat sich gleichzeitig viel und wenig geändert. Ehe ich das auseinanderklamüsere, will ich kurz erklären, weshalb ich mich aus dem Thema rausgezogen habe. Read the rest of this entry »

 
14 Kommentare

Geschrieben von - 20. Dezember 2012 in Blogs, Frauen, Medien, Politik, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Hiob geht um

Der Verkünder schlechter Nachrichten geht durch’s Zeitungsland, von Vielen schon lange gesichtet und mit gut begründeten Botschaften. Aus den Führungsetagen wird dem bisher wenig entgegengesetzt, straffen, zusammenlegen, entlassen scheinen nach wie vor die Mittel der Wahl zu sein. Dumm nur, dass einerseits Zeitungen für eine Demokratie wichtig sind, sich aber in der herkömmlichen Form nicht mehr so verkaufen und auch bei den Jüngeren nicht signifikant zur Meinungsbildung beitragen. Dumm auch, dass gleichzeitig zwar viel Wert auf universitäre Bildung, Exzellenzinitiativen und ähnliche Wohltaten für Wohlhabende gelegt, aber bei der durchschnittlichen Schulbildung seit Jahren gespart wird. In Deutschland entsteht eine zweite Schere: Neben der vorhandenen ungleichen Vermögensverteilung wird Bildungsferne in der Breite kräftig gefördert. Read the rest of this entry »

 
23 Kommentare

Geschrieben von - 17. November 2012 in Leben, Medien, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Meedia und die ganz billige Häme

Es ist sehr einfach, von einem einigermaßen gesicherten Arbeitsplatz, fest oder frei, auf Kolleginnen herabzublicken. Und zwar, weil sie “das Internet vorlesen”, etwas, das der Schreiber offenbar als unwürdig empfindet. Er sollte wissen, dass auch das redaktionelle Vorbereitung erfordert und nicht dem ‘Fräulein-Nummer’-Bild entspricht, das er mit so viel Häme zeichnet. Umso schlimmer.
Außerdem müsste man gerade als Medienjournalist bei einem Medienmagazin, das gelegentlich das Gras wachsen hört, die Marktlage kennen. Sollte sich darüber im Klaren sein, dass jeder Journalismus-Job, der heute noch ein regelmäßiges Einkommen verspricht, viel wert ist; übrigens auch der eigene. Vielleicht haben die verächtlich als Twitter-Tussis bezeichneten Frauen sich im Studium etwas anderes vorgestellt. Vielleicht machen sie das, was sie tun, sehr gerne. Ich weiß es nicht. Was ich aber genau weiß: Was Meedia sich da leistet, ist billigste Arroganz, auf Kosten von Kollegen. Wohl dem, der kann? Pfui Teufel. Read the rest of this entry »

 
7 Kommentare

Geschrieben von - 8. November 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , ,

Gelesen: Klaus Jarchow, “Nach dem Journalimus”

“Schreiben in Zeiten des Web 2.0″ hat der Journalist und Blogger sein Buch untertitelt, und genau das findet man darin: Einen engagierten Aufruf, zu schreiben – aber anders.

Vorab: Wer sich bei F.A.Z., Süddeutscher, ZEIT, Broder, Matussek und Seibel stilistisch wie inhaltlich stets gut aufgehoben fühlt, braucht gar nicht weiterzulesen. Wer aber wissen möchte, wie Sprache ‘funktionieren’ kann, wie man einen lesenswerten Text baut, wer Leser auf seine Website locken will, der ist hier richtig. Read the rest of this entry »

 
9 Kommentare

Geschrieben von - 23. Oktober 2012 in Blogs, How to, Journalismus, Kultur, Medien, Menschen, Web 2.0, Wissen

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Lautes Nachdenken über Blogs & so

Hab gerade bei den Ruhrbaronen was kommentiert und wüsste gerne, wie ihr das seht. Den Kommentar setze ich hier so rein, wie ich ihn runtergetippt habe.

Klar, im Kollektiv ist es ein bisschen einfacher, als Einzelblogger mit beschränkter Zeit/wenig Geld ist es einfach nur ein hartes Brot.

Politische Relevanz ‘da draußen’ ist nur zu erreichen, wenn die Themensetzung entweder Viele interessiert oder sehr speziell ist. Der Einzelne ist vielleicht in der Lage, ein Thema intensiv zu verfolgen, ohne featuring von anderen Blogs (Empfehlung, Verlinkung) wird aber auch die beste Recherche einfach versickern. Read the rest of this entry »

 
19 Kommentare

Geschrieben von - 13. Oktober 2012 in Blogs, Journalismus, Medien, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Plusterquacksprech

Ist das nicht ein schönes Wort? Leider nicht von mir, sondern von Einem, den man niemals daran erinnern muss, dass Deutsch eine reiche, bunte und schöne Sprache ist. Möglicherweise hören sich Liebeslieder auf Italienisch besser an, Beschreibungen diffiziler Gefühlslagen auf Französisch und Sonette auf Spanisch. Deutsch ist keine ‘schöne’ Sprache, aber man kann in ihr alles sagen, darstellen und beschreiben, was man möchte. Und wenn man Kitsch nicht scheut, auch den.

Wozu also wurden in den letzten dreißig Jahren all diese Kunst- und Plastiksprachen geschaffen, die seitdem so unendlich nerven? Neusprech für die Politik, Beratersprech für ganze Branchen von Werbefuzzis bis zu Lobbyisten, selbst Blogger übernehmen den schrecklich steifen Nachrichtenstil, von dem sie meinen, das sei gutes Deutsch. Read the rest of this entry »

 
22 Kommentare

Geschrieben von - 14. September 2012 in Kultur, Marketing

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Ein ganz normales Interview

Letzte Nacht habe ich noch einen kleinen Text geschrieben, weil mich der Inhalt eines Interviews geärgert hat. Wie es der Teufel will, schreibe ich nun zum zweiten Mal darüber, jetzt über die Form, weil sie den Inhalt beispielhaft konterkariert.

Qualitätsjournalismus können selbst Menschen nicht mehr hören, die nichts “mit Medien” machen. Der häufige Gebrauch des Worts, wenn es um das Gegenteil geht, hat die Abnutzung und den schließlichen Aufstieg zur ironischen Plattitüde beschleunigt.
Um eben diesen Qualitätsjournalismus geht es in bewusstem Interview. Da verteidigt jemand ein Ideal, das zwar noch in den Köpfen herumspukt, sich realiter aber längst auf dem Weg zu seiner völligen Ausrottung durch Controller befindet. Read the rest of this entry »

 
9 Kommentare

Geschrieben von - 5. August 2012 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Lesenswert: Ronnie Grob interviewt Constantin Seibt

Wenn Journalisten andere Journalisten befragen, sind das oft sehr dröge Veranstaltungen. Dass sich Zwei auf Augenhöhe unterhalten und dabei der schreibende Mensch mit seinen Intentionen sichtbar wird, ist eher die Ausnahme.

Meist geht es bei solchen Gesprächen um Sachthemen, oder der Jüngere interviewt den erfahrenen, bekannten Kollegen. Das Ganze erschöpft sich schnell in Anekdoten oder dozentenhaft vorgetragenen Lebensweisheiten, die den Leser nicht recht erwärmen. Anders bei diesem Gespräch, in dem es zwar um Journalismus geht, aber auch klar wird, was Constantin Seibt antreibt. Read the rest of this entry »

 
Kommentare deaktiviert

Geschrieben von - 25. Juni 2012 in Journalismus, Medien, Menschen

 

Schlagwörter: , , , ,

LSR: Mit dem Kopf durch die Wand

Was hat es gerauscht, gescheppert und getobt, als das böse Wort publik wurde: Leistungsschutzrecht. Stoßrichtung und Feind standen fest, gegen Google soll es gehen, hoiotoho! Haltet den Datendieb, hieß es, zahlen soll er für die teuren Qualitätsinhalte, die er uns wegnimmt und in pures Gold verwandelt.

Die Presseverlage beauftragten überschaubar bezahlte, aber immerhin Fachleute, die an den Websites der Online-Ausgaben so lange herumschraubten, bis Googles Algorithmen kaum noch eine Chance hatten, auch nur ein Fitzelchen des Katzwinkler Polizeiberichts zu übersehen. Solchermaßen SEO-gestählt, zogen die Verleger in die Lobby-Schlacht, um den Beweis für die unabdingbare politische Notwendigkeit ihrer Erfindung zu erbringen; immer in vorderster Reihe der wackere Christoph Keese. Read the rest of this entry »

 
18 Kommentare

Geschrieben von - 20. Juni 2012 in Blogs, Journalismus, Medien, Politik, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Glanzlichter 97: Schizophrenie, ein chemischer Schaltkreis und ein Bibliotheksjurist

In Spanien ist Krise, in Frankreich und in Griechenland wird am Sonntag gewählt. Bei uns ist Leistungsschutzrecht, auf allen Kanälenverständlich, aber noch verfrüht: In der jetzigen Form wird der Referentenentwurf ohnehin nicht durchgehen.

 
Kommentare deaktiviert

Geschrieben von - 15. Juni 2012 in Glanzlichter

 

Schlagwörter: