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Archiv der Kategorie: Journalismus

Fleischklopfer: Die Vuvuzela von Spiegel Online und Godwins Law

Neues vom Jan Fleischhauer

Islands damaliger Premierminister Geir Haarde verkündete am 6.10.2008 in einer Fernsehansprache das Ende des isländischen »Wirtschaftswunders«. Außerstande, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, stand das Land vor dem Staatsbankrott. Haarde beendete seine Rede mit den Worten: »Gott segne Island«, was Gott natürlich nicht tat – er hatte sich nach der Erschaffung der Erde weniger anspruchsvollen Projekten zugewandt.

Was folgte, ging als »Kochtopfrevolution« in die Geschichte Islands ein. Das Volk war durchaus nicht der Meinung, dass es selbst den Staatsbankrott verursacht hatte, sondern schloss messerscharf auf ein Konglomerat aus politischen und wirtschaftlichen Seilschaften. Man sperrte den Premierminister ein und machte ihm den Prozess. Die Schulden der Gläubiger Islands wurden für nichtig erklärt und die Schuldscheine zu Konfetti verarbeitet. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 15. März 2013 in Journalismus, Kolumne, Politik

 

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Viel los heute

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Geschrieben von - 20. Februar 2013 in Journalismus, Medien, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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#Aufschrei. Eine Frage des Respekts

Wie viele andere, habe ich mich gestern und heute ein paar Stunden durch die Tweets, Posts und Zeitungsbeiträge gelesen. Das war nicht so gedacht, aber das Geschriebene hat mich irgendwie eingesogen. Ich konnte einfach nicht aufhören, zu lesen.

Da kommt so viel Wut und Frust und Angst und Abscheu hoch, dass ich eigentlich gar nicht begreife, warum dieser Ausbruch nicht viel eher kam. Frauen, die ich immer als besonders taff und schlagfertig eingeschätzt habe, haben ganz offen über gemachte, ekelhafte Erfahrungen geschrieben und getwittert. Das fand ich sehr, sehr beeindruckend. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 26. Januar 2013 in Frauen, Journalismus, Kultur, Politik

 

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Wir basteln uns eine Zeitung

Neineinein, keine Angst, das ist gar nicht so schwer. Das macht sogar Spaß und ist richtig spannend. Das mit dem spannend sagt auch der Malte Hinz von der Westfälischen Rundschau, der muss das als Exbetriebsrat und Chefredakteur schließlich wissen.

Also, erst mal entlassen wir alle. Daraus machen wir eine schicke Überraschung, so, wie der Herr Nienhaus das gemacht hat. Weil, sonst merken ja die anderen Medien, dass bei uns gerade was ganz Tolles, Wegweisendes passiert, und das sollen die ja noch nicht. Wir selbst haben natürlich schon längst alles geplant und können jetzt ein zukunftsfähiges Konzept präsentieren. Der Name ist gut eingeführt, wären wir ja blöde, wenn wir den änderten. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 26. Januar 2013 in Journalismus, Kultur, Marketing, Medien

 

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Politisch korrekt und mausetot

Es ist hanebüchener Unfug, was der Thienemann-Verlag veranstaltet. Nicht nur stellt diese “Anpassung” einen Eingriff in das Werk des Autors dar, sondern auch die Bewertung, was als pfui-bäh-Wort zu gelten hat. Ein Wort zu ersetzen, weil die Konnotation sich geändert hat, ist an sich nicht verkehrt, nur geschieht das üblicherweise in der gesprochenen Sprache von ganz alleine, und nicht mit der Brechstange von Verlagen oder selbsternannten Sprach-Gurus. Bücher wie “Die kleine Hexe” werden heute noch gelesen, weil sie genau so geschrieben sind, wie sie geschrieben sind, weil die Sprache darin bildhaft und lautmalerisch Kinder anspricht, die sich darunter etwas vorstellen können. Sonst wären sie irgendwann verschwunden. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 13. Januar 2013 in Journalismus, Leben, Politik

 

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Medienzukunft, selbsterklärend

Die folgenden Ausschnitte stammen ausschließlich aus dem heutigen turi2-Nachmittags-Newsletter heute2, den Kaffee-Leser eher nicht bekommen. (Das macht man eigentlich nicht, aber Peter Turi liest ja vielleicht gerade nicht mit.) Was das soll? Mit den unkommentierten Kästchen will ich eine kleine Geschichte erzählen.
 

Verleger geben “FR” auf.
[..] Die angesehene linksliberale “Frankfurter Rundschau” steht vor dem Aus, die Gesellschafter wollen kein Geld mehr zuschießen. [..] Der Verlag hat am Dienstagvormittag um 9.45 Uhr beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenz angemeldet. Die Perspektiven ist düster, ein Überleben der Printausgabe unwahrscheinlich. Die Pleite kommt keineswegs überraschend: Seit Jahren verpuffen alle Spar- und Notmaßnahmen angesichts sinkender Auflagen und wegbrechender Anzeigenumsätze. Der Verkauf der Mehrheit des Blattes an DuMont Schauberg half ebensowenig wie die Umstellung aufs Tabloid-Format, die Konzentration auf Regionales, die Kooperation mit “Berliner Zeitung” und – vor allem – die Entlassung von immer mehr Redakteuren.
(turi2/heute2, 13.11.2012) Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 13. November 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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Wie wäre es mit einer “Linksammlung Journalismus”?

Seit ein paar Monaten laufe ich mit dieser Idee herum, Zeit also, sie endlich mal zu veröffentlichen: Wie wäre es, wenn die Journalismusblogs eine gemeinsame Plattform erstellten, auf der die ganzen hilfreichen Links gesammelt werden? Viele schreiben regelmäßig über Journalismus, andere, wie ich, nur gelegentlich. Aber wir haben alle viele nützliche Links ‘verbaut’, und ständig kommen neue dazu. Es wäre eine Fundgrube und ein tolles Angebot, sie zentral zu speichern.

Dabei denke ich natürlich an die vielen Links aus meinen Texten, die langsam immer weiter runter rutschen, aber auch an Marcus Bösch und Steffen Leidel vom DW Lab, Konrad Weber auf Journalist 2.0, Stephan Dörner vom Online-Journalismus-Blog, Julius Tröger von Digitaler Wandel, Lorenz Matzats Datenjournalist, die Slideshows von Ulrike Langer und Holger Schmidt, Heike Rosts Linksammlungen zum Urheber- und Leistungsschutzrecht, Constantin Seibts Deadline, Daniel Bröckerhoff, Simon Hurtz, Martin Giesler (der mit den Twitterlisten), Moritz Meyer, Daniel Drepper, Juliane Wiedemeyer, und, und, und.

Was meint ihr? Ließe sich das umsetzen?

 
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Geschrieben von - 10. November 2012 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

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Meedia und die ganz billige Häme

Es ist sehr einfach, von einem einigermaßen gesicherten Arbeitsplatz, fest oder frei, auf Kolleginnen herabzublicken. Und zwar, weil sie “das Internet vorlesen”, etwas, das der Schreiber offenbar als unwürdig empfindet. Er sollte wissen, dass auch das redaktionelle Vorbereitung erfordert und nicht dem ‘Fräulein-Nummer’-Bild entspricht, das er mit so viel Häme zeichnet. Umso schlimmer.
Außerdem müsste man gerade als Medienjournalist bei einem Medienmagazin, das gelegentlich das Gras wachsen hört, die Marktlage kennen. Sollte sich darüber im Klaren sein, dass jeder Journalismus-Job, der heute noch ein regelmäßiges Einkommen verspricht, viel wert ist; übrigens auch der eigene. Vielleicht haben die verächtlich als Twitter-Tussis bezeichneten Frauen sich im Studium etwas anderes vorgestellt. Vielleicht machen sie das, was sie tun, sehr gerne. Ich weiß es nicht. Was ich aber genau weiß: Was Meedia sich da leistet, ist billigste Arroganz, auf Kosten von Kollegen. Wohl dem, der kann? Pfui Teufel. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 8. November 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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“Haben Sie denn schon mal was publiziert?”

Google Search, 29.10.2012Ich bilde mir ja nicht ein, dass all diese gefundenen Einträge mich betreffen. Als Beweis, dass es mich in diesem Internetz gibt, sollten sie aber reichen. Ja, denkste: “Das ist keinesfalls ein Beleg, dass Sie das sind. Das kann ja jeder!” Sollten Sie mal ausprobieren, Sie holzhöriger, papierversessener, nicht googlebarer Vollpfosten Schlaumeier. Viel Vergnügen.

 
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Geschrieben von - 29. Oktober 2012 in Blogs, Journalismus, Kaffeesatz, Medien, Mensch bleiben, Web 2.0

 

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Gelesen: Klaus Jarchow, “Nach dem Journalimus”

“Schreiben in Zeiten des Web 2.0″ hat der Journalist und Blogger sein Buch untertitelt, und genau das findet man darin: Einen engagierten Aufruf, zu schreiben – aber anders.

Vorab: Wer sich bei F.A.Z., Süddeutscher, ZEIT, Broder, Matussek und Seibel stilistisch wie inhaltlich stets gut aufgehoben fühlt, braucht gar nicht weiterzulesen. Wer aber wissen möchte, wie Sprache ‘funktionieren’ kann, wie man einen lesenswerten Text baut, wer Leser auf seine Website locken will, der ist hier richtig. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 23. Oktober 2012 in Blogs, How to, Journalismus, Kultur, Medien, Menschen, Web 2.0, Wissen

 

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Lautes Nachdenken über Blogs & so

Hab gerade bei den Ruhrbaronen was kommentiert und wüsste gerne, wie ihr das seht. Den Kommentar setze ich hier so rein, wie ich ihn runtergetippt habe.

Klar, im Kollektiv ist es ein bisschen einfacher, als Einzelblogger mit beschränkter Zeit/wenig Geld ist es einfach nur ein hartes Brot.

Politische Relevanz ‘da draußen’ ist nur zu erreichen, wenn die Themensetzung entweder Viele interessiert oder sehr speziell ist. Der Einzelne ist vielleicht in der Lage, ein Thema intensiv zu verfolgen, ohne featuring von anderen Blogs (Empfehlung, Verlinkung) wird aber auch die beste Recherche einfach versickern. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 13. Oktober 2012 in Blogs, Journalismus, Medien, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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Journalismus: Überfluss und Mangel

Rohstoffschwemme und Erklärungsbedarf

Wir haben 2012. Unsere technischen Möglichkeiten übertreffen die aller Generationen vor uns. Wir verfügen über Informationen von wahrlich überwältigendem Ausmaß. Leider sind wir längst nicht mehr in der Lage, auch nur den Teil, der uns am meisten interessiert, in vertretbarer Zeit zu verarbeiten.
Die Geschwindigkeit, mit der die Informationen weitergegeben werden, war noch nie so hoch. Die Nachricht vom Umfallen des sprichwörtlichen Sacks Reis in China erreicht uns binnen Sekunden, gleichzeitig finden überall weitere Ereignisse statt, die uns ebenfalls sofort gemeldet werden. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 30. September 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Politik, Web 2.0

 

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Der Spiegel bloggt

Soso. Der Print-Spiegel hat jetzt also auch ein Blog (Maskulinum). Mathias Müller von Blumencron, von dem es Anfang 2011 noch hieß, er sei weggelobt worden, hat als Chefredakteur Digital mit Spiegel Online ein standfestes Produkt geschaffen, das in den Rankings stets ganz vorne dabei ist (was über die tatsächliche Qualität nichts aussagt). Das hat anscheinend Georg Mascolo, dem Chefredakteur Print, keine Ruhe gelassen. Der kann zwar den Kostenlos-Inhalten bei SpOn nichts abgewinnen, so ganz will er sich aber dem Zug der Zeit wohl doch nicht entziehen. Mit Uwe C. Beyer tritt ab 1. Oktober sogar erstmals ein Art Director für den Print-Spiegel an. Es ist auch nötig. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 24. September 2012 in Blogs, Journalismus, Marketing, Medien, Web 2.0

 

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Internet wirft US-Zeitungswerbung 50 Jahre zurück

ausgaben-fuer-zeitungswerbung-in-den-usa
Fand ich sehr interessant (Update: das hier auch). Mehr Statistiken gibt’s bei Statista. (CC BY-ND)

 
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Geschrieben von - 18. September 2012 in Journalismus, Marketing, Medien, Web 2.0

 

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Crowdfunding im Journalismus? In Deutschland?

Heute bekam ich eine mail von Christian Buggedei, die ich mit seiner Erlaubnis hier einstelle. Die anschließende kurze Diskussion von Google+ habe ich darunter gesetzt.

Was meint ihr dazu: Würdet ihr ein großes Rechercheprojekt durch Crowdfunding mit finanzieren? Wenn es zum Beispiel, wie neulich bei ProPublica, um die Verbindungen von Ärzten zur Pharmaindustrie ginge? Also etwas, womit sich 10 Leute intensiv befassen müssen und Kosten von 100.000 Euro entstehen? Oder meint ihr, unsere Zeitungen informieren schon investigativ genug? Fühlt ihr euch gut informiert? Dazu habe ich eine kleine Umfrage aufgesetzt, der Link steht noch mal am Schluss. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 23. August 2012 in Journalismus, Marketing, Medien, Web 2.0

 

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Jens Weinreich & Deutschlandradio

Weil Einige hier suchen: Dazu habe ich bei Carta was geschrieben. Was man sich aber gerne hier und jetzt durchlesen kann:

§ 11 RStV,NI – Auftrag
Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 10. August 2012 in Journalismus, Medien, Politik

 

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Ein ganz normales Interview

Letzte Nacht habe ich noch einen kleinen Text geschrieben, weil mich der Inhalt eines Interviews geärgert hat. Wie es der Teufel will, schreibe ich nun zum zweiten Mal darüber, jetzt über die Form, weil sie den Inhalt beispielhaft konterkariert.

Qualitätsjournalismus können selbst Menschen nicht mehr hören, die nichts “mit Medien” machen. Der häufige Gebrauch des Worts, wenn es um das Gegenteil geht, hat die Abnutzung und den schließlichen Aufstieg zur ironischen Plattitüde beschleunigt.
Um eben diesen Qualitätsjournalismus geht es in bewusstem Interview. Da verteidigt jemand ein Ideal, das zwar noch in den Köpfen herumspukt, sich realiter aber längst auf dem Weg zu seiner völligen Ausrottung durch Controller befindet. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 5. August 2012 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

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Piraten: Die Kunst der Unsichtbarkeit

So ziemlich von Anfang an bekam ich die Flaschenpost, den Newsletter der Piraten. Mit zunehmendem Erfolg der Partei nahm das Angebot an Informationen und schließlich Pressemitteilungen zu. Mittlerweile erhalte ich oft mehrmals täglich Stellungnahmen, Ankündigungen oder Einladungen.

Gestern Abend gab es eine hoch interessante Veranstaltung, eine Podiumsdiskussion zum ESM-Vertrag mit Peter Bofinger und Klaus P. Regling. Der Wirtschaftsweise und der Chef des EFSF (künftig des ESM) sind nun wirklich keine kleinen Lichter, die man mal eben so abfeiert, das war den Veranstaltern wohl auch klar. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet eine so prominent besetzte Diskussion, noch dazu über ein Thema von allgemeinem Interesse, nicht mit ausreichend Vorlauf beworben wurde. So blieb sie denn auch einigermaßen unsichtbar: Am Ende des Livestreams werteten die Organisatoren geschätzte vier- bis fünfhundert Zuhörer als Erfolg. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 25. Juli 2012 in Journalismus, Medien, Politik, Web 2.0, Wissen

 

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Malte Spitz: Your phone company is watching

Malte Spitz, Mitglied der Grünen, erlebte mit den eigenen Mobilfunkdaten sein blaues Wunder.

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Unternehmerjournalismus und die Kuh auf dem Eis

Im Feuilleton der NZZ schreiben Kate Nacy und Stephan Russ-Mohl heute¹, der neue Journalist solle über unternehmerische Fähigkeiten verfügen. “Dies fordern einige Avantgardisten. US-Institute entwickeln entsprechende Ideen.”

Nee, Leute, bitte nicht schon wieder. Erstens ist die Idee nicht mehr neu, so neu schon gar nicht. Zweitens hört sich Entrepreneurial Journalism an wie PR-Sprech vom Allerschlimmsten. Und drittens ist das Thema bis auf die Felgen durchgekaut. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 18. Juli 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0, Welt

 

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Lesenswert: Ronnie Grob interviewt Constantin Seibt

Wenn Journalisten andere Journalisten befragen, sind das oft sehr dröge Veranstaltungen. Dass sich Zwei auf Augenhöhe unterhalten und dabei der schreibende Mensch mit seinen Intentionen sichtbar wird, ist eher die Ausnahme.

Meist geht es bei solchen Gesprächen um Sachthemen, oder der Jüngere interviewt den erfahrenen, bekannten Kollegen. Das Ganze erschöpft sich schnell in Anekdoten oder dozentenhaft vorgetragenen Lebensweisheiten, die den Leser nicht recht erwärmen. Anders bei diesem Gespräch, in dem es zwar um Journalismus geht, aber auch klar wird, was Constantin Seibt antreibt. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 25. Juni 2012 in Journalismus, Medien, Menschen

 

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LSR: Mit dem Kopf durch die Wand

Was hat es gerauscht, gescheppert und getobt, als das böse Wort publik wurde: Leistungsschutzrecht. Stoßrichtung und Feind standen fest, gegen Google soll es gehen, hoiotoho! Haltet den Datendieb, hieß es, zahlen soll er für die teuren Qualitätsinhalte, die er uns wegnimmt und in pures Gold verwandelt.

Die Presseverlage beauftragten überschaubar bezahlte, aber immerhin Fachleute, die an den Websites der Online-Ausgaben so lange herumschraubten, bis Googles Algorithmen kaum noch eine Chance hatten, auch nur ein Fitzelchen des Katzwinkler Polizeiberichts zu übersehen. Solchermaßen SEO-gestählt, zogen die Verleger in die Lobby-Schlacht, um den Beweis für die unabdingbare politische Notwendigkeit ihrer Erfindung zu erbringen; immer in vorderster Reihe der wackere Christoph Keese. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 20. Juni 2012 in Blogs, Journalismus, Medien, Politik, Web 2.0

 

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Leistungsschutzrecht: Habt euch doch nicht so!

Du meine Güte, so ein Theater um so ein blödes Gesetz, das noch nicht mal eins ist. Was regt ihr euch denn so auf? Früher haben wir auch kein Internet gehabt, da mussten wir für die Schülerzeitung eben alles ausschneiden und zusammenkleben und kopieren, und wenn es blöd lief, hat der Direx gesagt, das geht so nicht, und die Ausgabe beschlagnahmt.

Diese ganze Information wird doch dermaßen überbewertet, oder wollt ihr mir mal sagen, wozu jeder Hinz und Kunz unbedingt ein Blog braucht? Was wichtig ist, können wir ebenso gut im Radio hören, da gibt es so viele Sender, die kriegt man ja gar nicht alle durch. Und Fernsehen ist auch nicht zu verachten. Schön, manchmal jubeln die uns da was unter, was so gar nicht passiert ist, aber war ja bloß Fußball. Read the rest of this entry »

 
 

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Whistleblower-Schutz: Die Bremser aus dem Bundestag

Am 14. Juni debattiert der Bundestag über die Einführung eines Gesetzes zum Schutz von Whistleblowern, also Menschen, die im öffentlichen Interesse auf Missstände am Arbeitsplatz hinweisen und dafür bisher oft Repressalien erleiden müssen.

Genau 200 Tage Zeit hat die Bundesrepublik dann noch, um ihr 2010 gegenüber den anderen G20 Staaten gegebenes Versprechen zu halten, bis Ende 2012 einen internationalen Standards entsprechenden, gesetzlichen Whistleblowerschutz auch in Deutschland einzuführen und umzusetzen.

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Geschrieben von - 11. Juni 2012 in Datenschutz, Journalismus, Medien, Politik, Web 2.0

 

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tagesWEBschau: Alle mal social jetzt

Boah ey, die ARD traut sich was!1!! Am 4. Juni geht sie mit einem Informationsangebot für Junge auf Sendung – Junge als Zielgruppe, hey, echt cool. Die tagesWEBschau soll werktags

tagesaktuell wichtige Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und allen anderen Bereichen der Gesellschaft aus Sicht der Netz-Gemeinschaft aufbereiten.
Die Sendung wird nicht moderiert, sondern besteht aus Filmbeiträgen und Grafiken. Sie wird ca. zweieinhalb Minuten lang sein. Online wird es möglich sein, per Klick zusätzliche Inhalte wie z.B. Videos, regionale Inhalte der Landesrundfunkanstalten oder weiterführende Links abzurufen. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 1. Juni 2012 in Glosse, Journalismus, Kultur, Medien, Politik, Web 2.0

 

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