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Archiv der Kategorie: Journalismus

Die Presse echauffiert sich

Im Zusammenhang mit den Krisen in der Ukraine und in Gaza wird deutschen Medien verstärkt vorgeworfen, sie seien “gleichgeschaltet”. Das ist nicht neu. Neu ist die konzertierte Abwehr der Medien – eine wahre Ignoranzallianz.

Die Medien reagieren. Doch nicht auf die Kritik: Vor lauter Abwehrgesten, selbstgehäkelten Kommentarregeln und operativer Hektik kommt offenbar niemand darauf, die Vorwürfe für bare Münze zu nehmen und ihnen auf den Grund zu gehen. Beleidigt sein bringt eben schneller Artikel hervor, als die Auseinandersetzung mit den Kritikern. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 14. August 2014 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

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Frank Schirrmacher – viel zu früh gegangen

Dr. Frank Schirrmacher (Foto: © FAZ)

Dr. Frank Schirrmacher, 1959 – 2014 (Foto: © FAZ)

An wem soll man sich jetzt noch reiben und abarbeiten?

 
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Verfasst von - 12. Juni 2014 in Journalismus, Menschen

 

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Blogparade zum Arbeitsplatz der Zukunft

Falk Hedemann bittet auf dem CeBIT-Blog zur Blogparade:

Wir möchten gerne eure Erfahrungen zum Thema Home Office lesen und starten daher eine Blogparade zum Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“. Wer von euch arbeitet vollständig oder auch teilweise von Zuhause? Welche mobilen Lösungen und Enterprise 2.0-Anwendungen setzt ihr dafür ein? Wie habt ihr euren Arbeitgeber überzeugt? Was gefällt euch besonders am Home Office? Was sind die Probleme beim entfernten Arbeiten? Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft für euch aus? Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 18. Februar 2014 in Journalismus, Medien, Netzpolitik, Web 2.0

 

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Pressefreiheit im Bundestag? Nicht für Blogger

Antwort des Pressereferats auf meine Anfrage, Updates · Textende »

 
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Verfasst von - 3. Februar 2014 in Blogs, Journalismus, Politik, Web 2.0

 

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Vor dem #HuffPo-Start

Ihr müsst jetzt kurz tapfer sein, das ist völlig gegen den Mainstream: Die Macher der Huffington Post Deutschland fragen wenigstens. Andere klauen einfach.

Nein, ich finde auch, sie sollten Schreiber, die davon leben müssen, bezahlen. Es ist auch nicht sehr geschickt, Leute wie Stefan Niggemeier zu fragen, die im Brotberuf Journalist und sehr bekannt sind und zudem mit dem eigenen Blog eine erhebliche Reichweite haben. Aber wer es sich leisten kann, sollte die kostenlose Verstärkerwirkung ruhig nutzen, das ist doch ein gutes Geschäft. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 27. September 2013 in Blogs, Journalismus, Marketing, Medien, Web 2.0

 

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ARD mit 34 Leuten bei der IOC-Wahl. ZDF mit 4. Weinreich alleine.

[Updates »] Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat heute in Buenos Aires den Deutschen Thomas Bach zum neuen Präsidenten, örrem, gewählt. Wenn Michael Hanfeld das hier schreibt, glaube ich das einfach mal:

Und darüber und über die Vergabe der Olympischen Spiele 2020 nach Tokio und dass Ringen olympische Sportart bleibt, kann natürlich nicht ausführlich genug berichtet werden. Da scheinen 34 ARD-Akkreditierte nur zu angemessen, inklusive lokaler Mitarbeiter, zweier Sportchefs (vom BR und vom SWR), einer großen WDR-Truppe plus Liveschaltungen zu Gerhard Delling, unserem Mann in der Pampa.

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Verfasst von - 10. September 2013 in Journalismus, Politik, Sport, Welt

 

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Kontodaten & Krankenakten

Kürzlich habe ich hier angemeckert, dass wir – Journalisten, Blogger, Medien – es nicht schaffen, die Themen Überwachung und Ausverkauf von Grundrechten einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Natürlich gab es auch wieder die durchgenudelte Bemerkung, “die Journalisten” müssten noch viel lernen, ich hab geantwortet:

Nee nee, die können das schon. Folgendes: Merkel (um mal das Paradekissen zu nennen) gibt eines ihrer sog. Interviews. Nach 7 Minuten steht der Journalist auf und bittet Merkel, sich doch zu melden, wenn sie mal antworten möchte. Das wäre die angemessene Reaktion, und zwar in einer Live-Schalte. Dummerweise hat der Kollege Familie, und es warten mindestens 30 Nachrücker auf seinen Job. Der Kollege wird zwar berühmt, bekommt aber leider keine Aufträge mehr. So viel zum Thema KÖNNEN.

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Verfasst von - 6. September 2013 in Journalismus, Medien, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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Lieber Alexander Kähler,

seit Langem verfolge ich, zeitweilig ungläubig, doch stets bewundernd, die Gelenkigkeit Ihrer Gesprächsführung in der Phoenix-Runde, wenn es um das Internet geht. Twittern aus Fukushima, Facebook im Arabischen Frühling, Datenschutz wegen der jüngsten Geheimdienst-Skandale oder die SMS der Bundeskanzlerin: Mit großer geistiger Biegsamkeit passen Sie die Antworten, egal, von wem und zu welchem Teilaspekt, Ihrem Kulturpessimismus an. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 28. August 2013 in Journalismus, Kaffeesatz, Medien, Menschen

 

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#tag2020: Noch eine Diskussion zur Zukunft der Zeitung?

Einige Journalisten stöhnen, das sei nun schon die zweitausensiebenhundertneunzigste Diskussion über dieses Thema. Mindestens. Im Prinzip: ja, aber es ist endlich eine, die wenigstens versucht, auch “draußen” anzukommen, außerhalb unserer cozy little Schurrnalissmuswelt. Da, wo die Leser sind. Die haben von den seit Jahren engagiert und mit vielen guten Argumenten geführten Debatten nämlich nichts mitgekriegt. Dabei sind sie es, die auch künftig für Journalismus bezahlen sollen, daher hätte es eigentlich schon längst nahegelegen, sie mit einzubeziehen. Meist dürfen sie aber nur die neue Typografie eines gedruckten Blatts oder deren neu!-neu!-neu!en Onlineauftritt gut finden. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 13. August 2013 in Blogs, Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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Wir schaffen es nicht

Im Medienmagazin ZAPP finden Julie Kurz und Kathrin Drehkopf in Der unverstandene Skandal, die deutschen Journalisten schaffen es nicht, die Folgen der Snowden-Enthüllungen zu erklären. Ja. Niemand schafft es. Dieser Skandal ist unsichtbar, er riecht und schmeckt nicht. Er raubt unsere Grundrechte, zeigt uns die ganze Erbärmlichkeit der achselzuckenden Regierung und die eigene Ohnmacht.

Heribert Prantl meint, jetzt wäre die Energie nötig, die während der Wulff-Affäre unangemessen investiert wurde. Noch mal ja. Aber Energie allein reicht nicht. Es braucht Ideen. Die Nachricht ist, was man draus macht: Das Fernsehen vermeldet doch sonst in dringendem Ton die Horrormeldungen aus dem Internet – das klappt so gut, dass es die Bevölkerung verinnerlicht hat. Warum benutzt es seine erprobten Skandalisierungsinstrumente nicht zur Verteidigung der Grundrechte? Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 9. August 2013 in Blogs, Journalismus, Medien, Netzpolitik, Web 2.0

 

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Das Erste erklärt, warum Schwarz-Gelb so gut abschneidet

Alles richtig, was der Herr Schönenborn da schreibt – dass der Inhalt von Antworten von der Formulierung der Fragen abhängt. Worüber er nicht spricht: dass solche Umfragewerte auch etwas mit der Berichterstattung in den MSM zu tun haben.

88 Prozent der Deutschen halten die Fernsehnachrichten für eine bedeutende Informationsquelle, und die ARD mit ihrer Tagesschau hat die Nase vorn. Doch egal, ob etwas dort oder in der ZDF-heute gesagt wird, diese Informationen werden ‘geglaubt’, ganz der Vertrauenstradition entsprechend, mit der wir uns früher empörten: “Es hat doch in der Zeitung gestanden!” Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 2. August 2013 in Journalismus, Medien, Politik

 

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#Piraten im Regen

Hannah Beitzer schrieb gestern auf dem #btw13-Blog der Süddeutschen:

Denn das größte Problem der Piraten ist nicht – wie anfangs gedacht – der Mangel an starken Themen. Das widerlegt der Prism-Skandal gerade auf eindrückliche Art und Weise. Vielmehr sind es die Strukturen der Piraten als Partei, die sich als zu unfertig, zu zerstörerisch erwiesen haben.

Beitzer attestiert zwar den Piraten, es gelinge ihnen “zunehmend, ihre Leute in den wichtigen Talkshows und Online-Medien zu platzieren” und lobt die Flughafen-Aktion vom Wochenende. Read the rest of this entry »

 
 

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Festakt zur Kennedy-Rede – bitte WAS?!

Eben bekam ich eine Phoenix-Programmankündigeng für Mittwoch und traute meinem Verstand erst nicht. Doch, tatsächlich, die meinen das ernst:

ca. 12.00 Uhr – Berlin:
Festakt zum Jahrestag der Rede von John-F. Kennedy “Ich bin ein Berliner” u.a. mit Reden von Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister Berlin) und Philip Murphy (Botschafter USA).

Ein bitte WAS?! Ein Festakt wegen einer Rede, die ein US-amerikanischer Präsident der Herzen vor 50 Jahren in Berlin gehalten hat? Genau genommen, wegen vierer Worte? Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 25. Juni 2013 in Journalismus, Kaffeesatz, Medien, Politik

 

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Splitter, 15.06.2013

Kinderheime Haasenburg Gmbh in Brandenburg
führt “Anti-Aggressions-Maßnahmen” durch. Der Staat bezahlt. (Zahlt bitte der taz was für ihre Recherche.)

19.30 Uhr: Verweigerung von Nahrung und Medikamenten.
20.05 Uhr: Wehrt sich. Kopf wird festgehalten.
20.07 Uhr: Wehrt sich weiter. Hanna werden beide Hände verbunden, da Sie an den Fingern pult. Kopf wird weiter festgehalten.
20.10 Uhr: Halsgurt wird gelöst, da Sie sich aufreibt. Hanna fängt an, Kopf auf Unterlage zu hauen summt lauter.

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Verfasst von - 15. Juni 2013 in Journalismus, Kaffeesatz, Politik, Splitter

 

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Constanze Kurz über Journalisten und Verschlüsselung

In ihrer FAZ-Kolumne “Aus dem Maschinenraum” schreibt Constanze heute unter dem Titel “Europa und die NSA-Enthüllung · Das prächtige neue Gewand der guten alten Wirtschaftsspionage” – leider – sehr treffend:

Ein kleines Detail an der Prism-Aufdeckungsgeschichte der britischen Tageszeitung „Guardian“ sollte aufmerksam werden lassen. Edward Snowden hatte seine brisante Enthüllung dem „Guardian“-Journalisten Glenn Greenwald unter der Bedingung offeriert, dass er selbstverständlich eine abhörsichere Kommunikation erwarte. Greenwald war jedoch zunächst nicht in der Lage, verschlüsselte E-Mails zu schreiben und zu empfangen. [..] Read the rest of this entry »

 

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SPIEGEL-Titel “Bordell Deutschland”

Für das Titelthema des neuen Spiegel hat der Journalist Sven Becker ein Interview mit der Sexarbeiterin Carmen geführt (nicht frei online). Carmen fand ihre Darstellung im fertigen Artikel tendenziös und hat darüber gebloggt, was den Spiegel wiederum zu einer Gegendarstellung im Spiegel-Blog veranlasste. Auf Twitter gab es eine längere Debatte, die ich in einem Storify zusammengefasst habe (hatte es erst hier auf dem Blog, ist aber im Original-Storify leichter zu lesen). Menschenhandel heute und Thomas Stadler haben ausführlich auf die Spiegel-Story Bezug genommen.
 

 
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Verfasst von - 29. Mai 2013 in Blogs, Frauenbilder, Journalismus, Kultur, Politik

 

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Fleischklopfer: Die Vuvuzela von Spiegel Online und Godwins Law

Neues vom Jan Fleischhauer

Islands damaliger Premierminister Geir Haarde verkündete am 6.10.2008 in einer Fernsehansprache das Ende des isländischen »Wirtschaftswunders«. Außerstande, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, stand das Land vor dem Staatsbankrott. Haarde beendete seine Rede mit den Worten: »Gott segne Island«, was Gott natürlich nicht tat – er hatte sich nach der Erschaffung der Erde weniger anspruchsvollen Projekten zugewandt.

Was folgte, ging als »Kochtopfrevolution« in die Geschichte Islands ein. Das Volk war durchaus nicht der Meinung, dass es selbst den Staatsbankrott verursacht hatte, sondern schloss messerscharf auf ein Konglomerat aus politischen und wirtschaftlichen Seilschaften. Man sperrte den Premierminister ein und machte ihm den Prozess. Die Schulden der Gläubiger Islands wurden für nichtig erklärt und die Schuldscheine zu Konfetti verarbeitet. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 15. März 2013 in Journalismus, Kolumne, Politik

 

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Viel los heute

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Verfasst von - 20. Februar 2013 in Journalismus, Medien, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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#Aufschrei. Eine Frage des Respekts

Wie viele andere, habe ich mich gestern und heute ein paar Stunden durch die Tweets, Posts und Zeitungsbeiträge gelesen. Das war nicht so gedacht, aber das Geschriebene hat mich irgendwie eingesogen. Ich konnte einfach nicht aufhören, zu lesen.

Da kommt so viel Wut und Frust und Angst und Abscheu hoch, dass ich eigentlich gar nicht begreife, warum dieser Ausbruch nicht viel eher kam. Frauen, die ich immer als besonders taff und schlagfertig eingeschätzt habe, haben ganz offen über gemachte, ekelhafte Erfahrungen geschrieben und getwittert. Das fand ich sehr, sehr beeindruckend. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 26. Januar 2013 in Frauen, Journalismus, Kultur, Politik

 

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Wir basteln uns eine Zeitung

Neineinein, keine Angst, das ist gar nicht so schwer. Das macht sogar Spaß und ist richtig spannend. Das mit dem spannend sagt auch der Malte Hinz von der Westfälischen Rundschau, der muss das als Exbetriebsrat und Chefredakteur schließlich wissen.

Also, erst mal entlassen wir alle. Daraus machen wir eine schicke Überraschung, so, wie der Herr Nienhaus das gemacht hat. Weil, sonst merken ja die anderen Medien, dass bei uns gerade was ganz Tolles, Wegweisendes passiert, und das sollen die ja noch nicht. Wir selbst haben natürlich schon längst alles geplant und können jetzt ein zukunftsfähiges Konzept präsentieren. Der Name ist gut eingeführt, wären wir ja blöde, wenn wir den änderten. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 26. Januar 2013 in Journalismus, Kultur, Marketing, Medien

 

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Politisch korrekt und mausetot

Es ist hanebüchener Unfug, was der Thienemann-Verlag veranstaltet. Nicht nur stellt diese “Anpassung” einen Eingriff in das Werk des Autors dar, sondern auch die Bewertung, was als pfui-bäh-Wort zu gelten hat. Ein Wort zu ersetzen, weil die Konnotation sich geändert hat, ist an sich nicht verkehrt, nur geschieht das üblicherweise in der gesprochenen Sprache von ganz alleine, und nicht mit der Brechstange von Verlagen oder selbsternannten Sprach-Gurus. Bücher wie “Die kleine Hexe” werden heute noch gelesen, weil sie genau so geschrieben sind, wie sie geschrieben sind, weil die Sprache darin bildhaft und lautmalerisch Kinder anspricht, die sich darunter etwas vorstellen können. Sonst wären sie irgendwann verschwunden. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 13. Januar 2013 in Journalismus, Leben, Politik

 

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Medienzukunft, selbsterklärend

Die folgenden Ausschnitte stammen ausschließlich aus dem heutigen turi2-Nachmittags-Newsletter heute2, den Kaffee-Leser eher nicht bekommen. (Das macht man eigentlich nicht, aber Peter Turi liest ja vielleicht gerade nicht mit.) Was das soll? Mit den unkommentierten Kästchen will ich eine kleine Geschichte erzählen.
 

Verleger geben “FR” auf.
[..] Die angesehene linksliberale “Frankfurter Rundschau” steht vor dem Aus, die Gesellschafter wollen kein Geld mehr zuschießen. [..] Der Verlag hat am Dienstagvormittag um 9.45 Uhr beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenz angemeldet. Die Perspektiven ist düster, ein Überleben der Printausgabe unwahrscheinlich. Die Pleite kommt keineswegs überraschend: Seit Jahren verpuffen alle Spar- und Notmaßnahmen angesichts sinkender Auflagen und wegbrechender Anzeigenumsätze. Der Verkauf der Mehrheit des Blattes an DuMont Schauberg half ebensowenig wie die Umstellung aufs Tabloid-Format, die Konzentration auf Regionales, die Kooperation mit “Berliner Zeitung” und – vor allem – die Entlassung von immer mehr Redakteuren.
(turi2/heute2, 13.11.2012) Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 13. November 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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Wie wäre es mit einer “Linksammlung Journalismus”?

Seit ein paar Monaten laufe ich mit dieser Idee herum, Zeit also, sie endlich mal zu veröffentlichen: Wie wäre es, wenn die Journalismusblogs eine gemeinsame Plattform erstellten, auf der die ganzen hilfreichen Links gesammelt werden? Viele schreiben regelmäßig über Journalismus, andere, wie ich, nur gelegentlich. Aber wir haben alle viele nützliche Links ‘verbaut’, und ständig kommen neue dazu. Es wäre eine Fundgrube und ein tolles Angebot, sie zentral zu speichern.

Dabei denke ich natürlich an die vielen Links aus meinen Texten, die langsam immer weiter runter rutschen, aber auch an Marcus Bösch und Steffen Leidel vom DW Lab, Konrad Weber auf Journalist 2.0, Stephan Dörner vom Online-Journalismus-Blog, Julius Tröger von Digitaler Wandel, Lorenz Matzats Datenjournalist, die Slideshows von Ulrike Langer und Holger Schmidt, Heike Rosts Linksammlungen zum Urheber- und Leistungsschutzrecht, Constantin Seibts Deadline, Daniel Bröckerhoff, Simon Hurtz, Martin Giesler (der mit den Twitterlisten), Moritz Meyer, Daniel Drepper, Juliane Wiedemeyer, und, und, und.

Was meint ihr? Ließe sich das umsetzen?

 
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Verfasst von - 10. November 2012 in Journalismus, Medien, Web 2.0

 

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Meedia und die ganz billige Häme

Es ist sehr einfach, von einem einigermaßen gesicherten Arbeitsplatz, fest oder frei, auf Kolleginnen herabzublicken. Und zwar, weil sie “das Internet vorlesen”, etwas, das der Schreiber offenbar als unwürdig empfindet. Er sollte wissen, dass auch das redaktionelle Vorbereitung erfordert und nicht dem ‘Fräulein-Nummer’-Bild entspricht, das er mit so viel Häme zeichnet. Umso schlimmer.
Außerdem müsste man gerade als Medienjournalist bei einem Medienmagazin, das gelegentlich das Gras wachsen hört, die Marktlage kennen. Sollte sich darüber im Klaren sein, dass jeder Journalismus-Job, der heute noch ein regelmäßiges Einkommen verspricht, viel wert ist; übrigens auch der eigene. Vielleicht haben die verächtlich als Twitter-Tussis bezeichneten Frauen sich im Studium etwas anderes vorgestellt. Vielleicht machen sie das, was sie tun, sehr gerne. Ich weiß es nicht. Was ich aber genau weiß: Was Meedia sich da leistet, ist billigste Arroganz, auf Kosten von Kollegen. Wohl dem, der kann? Pfui Teufel. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 8. November 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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“Haben Sie denn schon mal was publiziert?”

Google Search, 29.10.2012Ich bilde mir ja nicht ein, dass all diese gefundenen Einträge mich betreffen. Als Beweis, dass es mich in diesem Internetz gibt, sollten sie aber reichen. Ja, denkste: “Das ist keinesfalls ein Beleg, dass Sie das sind. Das kann ja jeder!” Sollten Sie mal ausprobieren, Sie holzhöriger, papierversessener, nicht googlebarer Vollpfosten Schlaumeier. Viel Vergnügen.

 
 

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