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Schlagwort-Archive: arbeitsmarkt

Familiengipfel, ne?

Mann Mann Mann, wenn ich die Familienstine schon höre. Ist ja klar: Wenn sie beschließt, dass alleinerziehende Frauen jetzt per Dekret mit einem flexiblen Zeitkonto arbeiten können, dann ist das so. Dann wird die Firmenleitung selbstverständlich ab sofort in Ordnung finden, dass die Mitarbeiterin ihre Arbeitszeit nach den Zeiten richtet, in denen ihr Kind betreut werden kann.

Liebe Familienstine: Davon, dass du und die Kanzlerette schön sagen, was sich Alleinerziehende wünschen, hat keiner was. Die Chefs werden weiterhin die einstellen, die sich nach ihren Arbeitszeiten richten, und Punkt. Dank Minilöhnen und ein wenig “Fordern” durch die Arbeitsagentur sind ja genug da, die nur auf so eine Stelle warten. Damit sie dann mit vier Jobs wenigstens leben können. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 13. März 2013 in Frauen, Kaffeesatz, Leben, Menschen, Politik

 

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Professorengehälter

Gönne ich ihnen, völlig in Ordnung. Aber die Argumente, die eben in der 19:00 Uhr-heute vorgetragen wurden, machen mich stinksauer. Demnach ist es in Ordnung, wenn ein Professor für gute Arbeit eine angemessene Besoldung bekommt; das sei auch ein Anreiz, sagt Frau Schavan. Das heißt im Umkehrschluss, dass andere Arbeitnehmer weder einen Anreiz benötigen, noch, dass ihre Arbeit angemessen zu bezahlen sei. Ein gut ausgebildeter Facharbeiter, eine Friseurin, ein Krankenpfleger ist folglich weniger wert als ein Professor. Oder leisten sie etwa alle schlechte Arbeit? Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 14. Februar 2012 in Politik

 

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So geht es nicht weiter

Auf gar keinen Fall. Mit den Reichen natürlich schon, aber diese ganzen Hartzer und prekär Beschäftigten, das geht gar nicht. Man stelle sich mal vor: Entweder die arbeiten überhaupt nicht oder sind zu dumm dazu, sonst würden sie ja auch ordentlich verdienen. Und dann zahlt die Allgemeinheit – also wir – für die auch noch die Ausfallzeiten und teure Fachärzte, weil sie sich einbilden, sie wären krank. Was für ein Unsinn. Wie soll denn jemand krank werden, der gar nicht oder nur für niedrigen Lohn arbeitet? Da sind die Anforderungen ja wohl kaum so hoch, daß man davon Angstzustände oder Depressionen kriegt. Sowieso: Depressionen: Das ist so eine Modekrankheit, das ist wohl schick, aber ganz sicher keine Krankheit. Und verhungert ist bei uns ja wohl noch keiner! Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 10. Mai 2011 in Europa, Glosse, Leben, Menschen, Politik

 

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Niedriglohnsektor ufert aus

Ein Gastbeitrag von Roberto J. De Lapuente

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Schlimmer als befürchtet ergeht es dem untersten Segment des Arbeitsmarktes; das Minijobwunder, das in alle Gazetten ausgelassen als Aufbruch zu einer beinahen Vollbeschäftigung gefeiert wird, von der aber lediglich wenige Beschäftigte leben können, macht auch vor ehemals einträglichen Sparten nicht Halt. Hierzu gibt der ehemalige Finanzminister beunruhigende Einblicke.

Peer Steinbrück

© Frank Kopperschläger

Überbezahlt habe Steinbrück sich nicht gefühlt, als er damals Minister war. Eine Sieben-Tage-Woche habe er gestemmt, bis zu neunzig Stunden die Woche musste er malochen – das ergebe einen Stundensatz von fünfunddreißig oder vierzig Euro. Wenn er da in die Sportbranche schaue oder in die Kunst oder in die Medienanstalten: da würde viel üppiger bezahlt. Lassen wir mal das Heer an Sportlern und Künstlern beiseite, das für Hungerlöhne radelt, läuft, schreibt oder singt – gemessen an jenen Zweigen verdient ein Minister wahrlich bescheidener. Man könnte aber auch anders messen; die Meßskala geht ja nicht ausschließlich nach oben, man könnte auch hinabschielen. Read the rest of this entry »

 
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Verfasst von - 2. November 2010 in Gastbeitrag, Kultur, Politik

 

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