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Schlagwort-Archive: blogger
Der Spiegel bloggt
Soso. Der Print-Spiegel hat jetzt also auch ein Blog (Maskulinum). Mathias Müller von Blumencron, von dem es Anfang 2011 noch hieß, er sei weggelobt worden, hat als Chefredakteur Digital mit Spiegel Online ein standfestes Produkt geschaffen, das in den Rankings stets ganz vorne dabei ist (was über die tatsächliche Qualität nichts aussagt). Das hat anscheinend Georg Mascolo, dem Chefredakteur Print, keine Ruhe gelassen. Der kann zwar den Kostenlos-Inhalten bei SpOn nichts abgewinnen, so ganz will er sich aber dem Zug der Zeit wohl doch nicht entziehen. Mit Uwe C. Beyer tritt ab 1. Oktober sogar erstmals ein Art Director für den Print-Spiegel an. Es ist auch nötig. Read the rest of this entry »
Udo Vetter, sein Blog und die ARAG
Um direkt aufzuräumen: Natürlich bin ich neidisch. Ich hätte auch gerne einen tollen Vertrag, der mir Zeit zum Recherchieren und Bloggen und Fotografieren kauft. Da ich aber nur 50 und nicht 50.000 Leser am Tag habe, ist das ohnehin utopisch, und wir können uns dem Eigentlichen zuwenden. Ich wollte es nur gesagt haben.
Die Anwaltskollegen lächeln mehr oder weniger gezwungen zu dem Deal. Witzig, dass es bei den bekannteren Law-Bloggern wie Thomas Schwenke (I Law it) oder Sebastian Dramburg (Lawbster; beide vormals Spreerecht) ganz still ist, und nur Thomas Stadler schreibt:
Vielmehr möchte ich meine Leser fragen, wie dieses Engagement gesehen wird. Ist es in Ordnung, dass ein langjähriger Qualitätsblogger wie Udo Vetter auf diese Weise jetzt auch mal die Ernte einfährt oder bringt das die Unabhängigkeit seines Blogs in Gefahr? Read the rest of this entry »
Leistungsschutzrecht: Habt euch doch nicht so!
Du meine Güte, so ein Theater um so ein blödes Gesetz, das noch nicht mal eins ist. Was regt ihr euch denn so auf? Früher haben wir auch kein Internet gehabt, da mussten wir für die Schülerzeitung eben alles ausschneiden und zusammenkleben und kopieren, und wenn es blöd lief, hat der Direx gesagt, das geht so nicht, und die Ausgabe beschlagnahmt.
Diese ganze Information wird doch dermaßen überbewertet, oder wollt ihr mir mal sagen, wozu jeder Hinz und Kunz unbedingt ein Blog braucht? Was wichtig ist, können wir ebenso gut im Radio hören, da gibt es so viele Sender, die kriegt man ja gar nicht alle durch. Und Fernsehen ist auch nicht zu verachten. Schön, manchmal jubeln die uns da was unter, was so gar nicht passiert ist, aber war ja bloß Fußball. Read the rest of this entry »
#Deppenfallen
Liebe Vertriebsleute, Firmen-Pressestellen und will-und-kann-nicht-PR-Möchtegerns, wer mir die nächste mail schickt, gewinnt den Hauptpreis: die direkte Weiterleitung an den DRPR.
Hallo Vera,
mein Name ist xxxxx xxxxxx und ich arbeite bei der Firma xxxxx xxxxxxx. Ich bin eben über deine Seite http://opalkatze.wordpress.com gestolpert und fand sie wirklich sehr ansprechend. Read the rest of this entry »
Blogger bloggen. Und sonst so?
Gerade kommt mit Nachdruck ein Thema auf’s Tapet, das in verschiedenen Geschmacksrichtungen immer mal wieder auf der Karte steht. Ob der Auslöser Jens Bergers Vortrag und ein Interview mit ihm oder die Berichte bei DLF Diskurs waren, kann man nur raten. Die Zeit ist jedenfalls reif dafür.
Bereits seit längerer Zeit wird gefragt, warum so wenige Frauen über ernsthafte Themen bloggen, gerade wieder bei Ron Patz: On the road to #rp12: Women don’t blog about EU politics*. Immerhin hat sich die Wahrnehmung so weit geändert, dass die Frage nicht mehr lautet, ob Frauen überhaupt bloggen. Read the rest of this entry »
Piraten auf dem Schießstand
Früher begann der Tag mit einer Schusswunde*. Heute gibt es nur noch desolate Zielversuche.
Ein Musikant rastet – ganz spontan – publikumswirksam im Radio aus. 51 Drehbuchautoren schreiben – nein, einen Offenen Brief. Das Drehbuch für die kakophonischen Zielübungen stammt nicht aus ihren Federn.
Das ehemals seriöse Handelsblatt verhilft einem Hinterbänkler mit Hevelings Geschichtspotpourri zu vorübergehender Bekanntheit. Später folgt ein geschickt portioniertes Häppchen-Buffet der, nun ja, Urheber; immerhin werden sie im gleichnamigen Recht ja partiell mit berücksichtigt. Dauerhaft erfreut sich Krawalljournalismus nur noch sinkender Beliebtheit. Read the rest of this entry »
Wann ist ein Blog gewerblich – und damit laut LSR abgabenpflichtig?
Eines der am meisten übersehenen Worte in den Forderungen und Aussagen der Verleger zum Leistungsschutzrecht lautet “gewerblich”. Die Einstufung hat nämlich nichts damit zu tun, ob ein Blog eine geldwerte Leistung erbringt, sondern wird auch über die Regelmäßigkeit der Beiträge und den “privaten” Charakter bestimmt – eine reine Frage der Sichtweise.
evangelisch.de berichtet von einer Anhörung im Unterausschuss Neue Medien im Bundestag am Mittwoch:
Eigentlich soll es den Großen an den Kragen gehen: Google News und Facebook, die täglich den Anriss tausender Zeitungs- und Zeitschriftenartikel selbst oder über ihre Nutzer in ihr Angebot einbinden. Doch jetzt könnte es sogar kleine Blogger betreffen, die als gewerblich eingestuft werden können, sobald sie Werbeanzeigen in ihre Blog einblenden. Read the rest of this entry »
Trauriges Jahr für Journalisten – ROG-Zahlen 2011
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht The 10 most dangerous places for journalists – 2011 in figures:
Mein Dank an Giovanni di Lorenzo
Sagen wir mal so. Die Schmidt-Steinbrück-Nummer, die ZEIT und Spiegel in Allianz abgezogen haben, war ja schon – hoch interessant.
Was di Lorenzo jetzt in Sachen zu Guttenberg veranstaltet, ist nicht nur interessant. Es ist ein schallend lauter Weckruf für alle, die noch an die Trennung von Politik und Journalismus geglaubt haben. Hätte Herr di Lorenzo das auf eigene Rechnung gemacht, wäre es fragwürdig gewesen. So aber hat er den Ruf einer bedeutenden Zeitung beschädigt. Die Belegschaft wird nicht in toto mit diesem ungeheuerlichen Scoop einverstanden sein. Das jedenfalls möchte ich glauben, nachdem schon der Spiegel nur noch ausnahmsweise zitierfähig ist. Read the rest of this entry »
Renaissance der Blogs
Facebook und Google+ tun im Moment alles, um möglichst viele Leute zu verprellen. Bei Google befremdet vor allem die Inkonsequenz: Einerseits wird die Klarnamenpolitik unerbittlich durchgesetzt, andererseits muss man nur berühmt genug sein, um eine Ausnahme in Anspruch nehmen zu dürfen. Volker hat das hier verärgert beschrieben.
Immer mehr kreative, interessante und unterhaltsame Menschen finden sich bei Diaspora ein. Read the rest of this entry »
Datenschutz ja, aber nicht so
Die Vermutung liegt nah, dass die Datenschutzbeauftragten gerade den Bezug zur Realität verlieren. In ihren Bestrebungen, die deutschen Nutzer vor Ungemach zu schützen, schießen sie weit über das Ziel hinaus.
Denkt man nämlich die Ausführungen in der Entschliessung “Datenschutz bei sozialen Netzwerken jetzt verwirklichen!” zu Ende, ergibt sich das Gedankenmodell eines Europanetzes, in dem Daten nur noch bis an die Grenzen des Schengen-Raums reisen dürfen. Wie die Verfechter des Leistungsschutzrechts sich Google als Feindbild ausgeguckt haben, sehen es die Datenschützer jetzt vornehmlich auf Facebook ab. Im Prinzip ist das nicht verkehrt, denn der Zuckerberg-Konzern hat sehr eigenwillige Vorstellungen von den Besitzverhältnissen an den Daten seiner Nutzer. Daraus aber zu schliessen, jegliche Datenspeicherung außerhalb der Europäischen Union sei des Teufels, ist reiner Unfug. Read the rest of this entry »
Bastelkiste für Blogger und Journalisten
Diese großartigen Beiträge muß ich euch unbedingt ans Herz legen:
- Steffen Leidel hat aufgeschrieben, wie man sich im Voraus auf Nachrichtenlagen einrichten kann, während derer alles auf einmal zu passieren scheint und man keine Zeit mehr zum Suchen hat. In Breaking News – Eine Kurzanleitung gibt er Tipps und stellt Software vor, so daß man den nächsten Großereignissen beruhigt entgegensehen kann.
- Julius Tröger hat auf digitalerwandel.de einen Werkzeugkasten zusammengestellt, der unter anderem auch Tools für den mobilen Einsatz beinhaltet und viele Lösungen für multimediale Berichte anbietet. Wie Steffen empfiehlt auch er, beizeiten Accounts bei einigen sozialen Diensten anzulegen. Read the rest of this entry »
Bachelorarbeit: Journalisten vs. Blogger
Mit der Frage „Wie unterscheiden sich Blogger und Journalisten in ihrem Rollenselbstbild?“ hat sich Jonathan Kleinpass in seiner Bachelorarbeit beschäftigt:
Die Angst der traditionellen Medien vor den Bloggern kommt sicher nicht von ungefähr: Blogger füllen zum Teil bereits genuine Funktionen des Journalismus aus. Sie kritisieren und kontrollieren, sie bilden und sie stellen Öffentlichkeit her. Aber können sie den Journalismus ersetzen oder anders gefragt, wollen sie das überhaupt? In welcher Rolle sehen sich Blogger und wie sieht der Vergleich zu den Journalisten aus?
126 Blogger haben den Fragebogen komplett bearbeitet; die interessante Auswertung gibt es hier.
@Frau_Elise: #rp11- Linkliste · Nachschau zur re:publica
Daniela alias @Frau_Elise hat eine ganz aktuelle Linkliste über die #rp11 angelegt, re:publica XI: Die Nachberichte. Einmal quer durch den Garten, auch für Daheimgebliebene sehr zu empfehlen.
Splitter: „die medien“?
Das sollte eigentlich eine Antwort in den Kommentaren werden. Irgendwie wurde es dann wieder ein etwas ausführlicherer Splitter.
Leider müssen Zeitungen und Magazine Geld verdienen (Blogger übrigens auch, aber das ist eine andere Geschichte). Leider führt das häufig zu Quotenjournalismus. Und weil Verlage gerne viel Geld verdienen, entlassen sie scharenweise die, die eigentlich die Verlagsleistung erbringen: ganze Redaktionen, wenn es dem Gewinn nutzt. Der jämmerliche Rest darf dann unter Verweigerung der nötigen Mittel hochwertigen Qualitätsjournalismus fabrizieren, und der Leser wundert sich. Read the rest of this entry »
Der Kongress bloggt
Ein Artikel beim Spiegelfechter hat mich auf eine Veranstaltung aufmerksam gemacht.
Wenn Blogger sich auf Kongressen und Konferenzen treffen, geht es meist um technische Fragen, soziale Netzwerke und vor allem darum, wie man mit Blogs Geld machen kann. Politische Blogger und die Leser politischer Blogs interessieren sich für solche Themen erfahrungsgemäß eher peripher. Dass es auch anders gehen kann, wollen das Künstler- und Netzaktivistenpaar Jürgen und Ulrike Beck zeigen. Vom 11. bis 13. Februar 2011 veranstalten sie den 1. Kölner Blogger-Kongress unter dem selbstironischen Motto “(Re)Evolution – Der Kongress bloggt!“. Read the rest of this entry »
Euroweb-’Spenden’ abgelehnt
Heute hat die Pfändung der Domain nerdcore.de durch die Euroweb Internet GmbH im Netz Wellen geschlagen. Ausführliche Berichte und Links gibt es bei Netzpolitik; Nerdcore ist zur Zeit hier zu erreichen. Im Nachgang zu der Affäre hat Euroweb angekündigt:
Der Erlös aus der Versteigerung wird zu gleichen Teilen gespendet an:
* Wikipedia
* Freischreiber eV
Es hat nicht lange gedauert, bis sowohl Wikipedia als auch Freischreiber die ‘Spenden‘ ausgeschlagen haben. Read the rest of this entry »
Mässiges Interesse für eine Bloggervertretung
Meine kleine Umfrage “Sollten Blogger sich grundsätzlich organisieren?” ist auf sehr mässiges Interesse gestoßen: Nur 60 Lesern war die Frage einer Antwort wert. Vielleicht kann das Thema ja im neuen Jahr wiederbelebt werden?
IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht
Wie viele Andere habe ich etwas gegen die Einführung eines Leistungsschutzrechts; nach diversen Beiträgen hier ist das ja bekannt.
Heute haben Till Kreutzer, John Weitzmann und Philipp Otto ihr Projekt IGEL aus der Taufe gehoben. Bei Ulrike Langer gibt es ein kurzes Interview mit Till Kreutzer:
Die meisten Betroffenen oder potenziell Betroffenen sind sich noch überhaupt nicht bewusst, was da auf sie zukommt. Bislang war das ganze – auch wegen der Komplexität der Thematik – eine reine Fachdebatte. Wir wollen nun eine breit angelegte Diskussion anregen, indem wir über das Leistungsschutzrecht so informieren, dass jeder verstehen kann, worum es dabei geht. Read the rest of this entry »
Gute Idee – wissenschaftlicher Blog-Jahresrückblick
+++ 19. Februar: Hier sind die Preisträger sowie weitere Empfehlungen. +++
Im Gegensatz zu den unsäglichen Mainstream-Rückblicken mal was Gescheites: Bitte dem Link folgen und die Wissenschaftsblogger unterstützen. Die Texte müssen einen wissenschaftlichen Bezug haben, deutschsprachig sein und im Kalenderjahr 2010 in einem Blog veröffentlicht worden sein.
Die Wissenschaftsblogger suchen spannende, gehaltvolle, interessante, amüsante, kurz: lesenswerte Blogposts.

(Das Banner von Marc Scheloske kann frei verwendet werden (CC-BY-SA))
Freischreiber fordern Blogger zum Zusammenschluss auf
Wolfgang Michal hat auf freischreiber sein Angebot an die Blogger wiederholt, eine gemeinsame Interessenvertretung zu bilden bzw. sie bei einer Gründung zu unterstützen. In den Kommentaren hier hatte ich schon einige Anmerkungen gemacht, die mir dazu noch durch den Kopf gingen.
Die zunehmend von ihnen selbst als Bedrohung empfundene Hilflosigkeit der Politiker in Netzfragen lässt eine Interessenvertretung wünschenswert erscheinen. Ich fände es sinnvoll, auf einen bereits vorhandenen Verband aufzusetzen, da dort Strukturen wie Erfahrung bereits vorhanden sind. Read the rest of this entry »












