Genau genommen sogar eine ganze Reihe von Telefonaten. Entscheidend allerdings war das Letzte, heute Morgen. Mann oh Mann. Meine Internetanbindung ist mit 384 kBit/s unterirdisch. Ich möchte aber mit den anderen Kindern spielen und an Hangouts und Videokonferenzen teilnehmen, und das ist nun mal netter, wenn man sich auch sieht. Seit etwa sechs Wochen telefoniere ich also mit der Telekom, um herauszufinden, ob es nicht doch eine Möglichkeit für wenigstens etwas schnelleres Internet gibt. In der Zeit habe ich Lob und Fleißpunkte satt verdient; Fleißpünktchen für meine Geduld und Lob, weil ich nicht! ein! einziges! Mal! aus dem Anzug gesprungen bin. Read the rest of this entry »
Schlagwort-Archive: landleben
Kleiner Nachtrag zu “Apfelernte”
Heute sind es 17°C, in einer Gegend, in der 25 Grad im Hochsommer als tropisch gelten. Alle Fenster sind noch einmal weit offen, und der Kater genießt die Wärme (und die jagdbaren Vögelchen) von ganzem Katzenherzen.
Die Winter dauern hier gerne mal fünf Monate, und ich meine: Winter. Das hat in dem ohnehin genußfreudigen Völkchen, das hier lebt, wohl die besseren Seiten gefördert. Im Sommer wird gegrillt und gefeiert, dass die Schwarte kracht. Die kalte Jahreszeit haben sich die Menschen gemütlich eingerichtet. In den meisten Haushalten gibt es Holzöfen, auch in den Neubauten, weil das hier immer so war. Wenn man abends das Fenster öffnet, duftet es nach Holzfeuer. Read the rest of this entry »
Apfelernte in der Vulkaneifel
Es riecht schon deutlich nach Herbst. Tagsüber wird das letzte Brennholz für dieses Jahr gemacht. Nachts röhren die Hirsche auf der Hügelkette gegenüber so laut um die Wette, dass das Schlafzimmerfenster besser geschlossen bleibt. Es ist September, Zeit für eine besondere Unternehmung.
Nach dem Mittagessen fahren vier voll beladene Geländewagen auf den Hof und hupen, als stünde mindestens eine Herde Kühe im Weg. Es heißt aber nur: Wir sind da, beeil dich! Die Schürze, der Korb – wo, um Himmels Willen, ist dieser blöde Korb? Ah, hier. Los jetzt. Schnelle Begrüßung, Winken, Einsteigen, auf geht’s durch die Felder, durch die Auen: Die Dorffrauen fahren zur Apfelernte.Obwohl früher Nachmittag ist, kann man nicht bis auf den Hunsrück sehen, dazwischen liegen leichte Nebel und die Mosel. Read the rest of this entry »
Das hilft immer
Tom König hat in der SpOn-Warteschleife was über Apotheker geschrieben. Ich kann dazu eine passende Ergänzung anbieten.
Zu der Gemeinde, in der ich lebe, gehören 25 Ortschaften. In einem Flächenland gibt es in jeder Ortschaft alles, außer einem Kaufladen, einem Bäcker, einem Metzger, einem Doktor und einer Apotheke. Auf etwa sechs bis zehn Dörfer kommt ein Kaufladen, die restlichen Annehmlichkeiten gibt es nur im Hauptort. Benötigt man etwas Besonderes (z.B. Lamm statt Schweine- oder Rindfleisch) oder will Auswahlmöglichkeiten, muß man in die Kreisstadt. An sich alles kein Problem. Read the rest of this entry »
Stadtkind
Bekanntlich wohne ich in einer äußerst ländlichen Gegend, so mit Kühen, Schafen, Füchsen, Hasen, Iltissen, Wildkatzen, Luchsen, Greifvögeln und sogar einem (bekannten) Waschbär. Also, nicht, daß ich ihn jetzt persönlich kenne, aber er wird immer an derselben Stelle gesehen, da kann man getrost davon ausgehen, daß er dort wohnt. Vielleicht noch seine Frau und seine Kinder, so genau bin ich über die Familienverhältnisse nicht informiert.
Wo war ich? Ach ja. Stadtkinder. In einem ähnlichen Dorf wie das, in dem ich lebe, bin ich aufgewachsen. Da lernt man einen ziemlich unbefangenen Umgang mit diesem ganzen Natur- und Draussen-Zeugs. Man weiß, welche wild wachsenden Früchte und Kräuter man essen kann und wovon man besser die Finger läßt. Daß man nichts ganz unten von Sträuchern nimmt, auch keine superleckeren Himbeeren. Daß man Kühe besser nicht zu reiten versucht. Read the rest of this entry »















