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Spiegel-Gefechte

Weil Einige von euch gefragt haben: Ein Versuch, die Situation für Nicht-Medienmenschen zu beschreiben. [Update »]

Die Chefredakteure des Spiegel und Aust-Nachfolger seit 2008, Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo, mussten im April 2013 gehen: nach bereits bei Stefan Aust geübter Manier, puff! du bist raus, und vor staunender Belegschaft. Über die Hintergründe würde weiterhin spekuliert, wenn es nicht schon so ewig lange her wäre (ein Medienleutetag hat 48 Stunden, und sie nehmen die Nacht dazu, also kann man ruhig von Ewigkeit reden). Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 23. August 2013 in Medien

 

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Medienzukunft, selbsterklärend

Die folgenden Ausschnitte stammen ausschließlich aus dem heutigen turi2-Nachmittags-Newsletter heute2, den Kaffee-Leser eher nicht bekommen. (Das macht man eigentlich nicht, aber Peter Turi liest ja vielleicht gerade nicht mit.) Was das soll? Mit den unkommentierten Kästchen will ich eine kleine Geschichte erzählen.
 

Verleger geben “FR” auf.
[..] Die angesehene linksliberale “Frankfurter Rundschau” steht vor dem Aus, die Gesellschafter wollen kein Geld mehr zuschießen. [..] Der Verlag hat am Dienstagvormittag um 9.45 Uhr beim Amtsgericht Frankfurt Insolvenz angemeldet. Die Perspektiven ist düster, ein Überleben der Printausgabe unwahrscheinlich. Die Pleite kommt keineswegs überraschend: Seit Jahren verpuffen alle Spar- und Notmaßnahmen angesichts sinkender Auflagen und wegbrechender Anzeigenumsätze. Der Verkauf der Mehrheit des Blattes an DuMont Schauberg half ebensowenig wie die Umstellung aufs Tabloid-Format, die Konzentration auf Regionales, die Kooperation mit “Berliner Zeitung” und – vor allem – die Entlassung von immer mehr Redakteuren.
(turi2/heute2, 13.11.2012) Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 13. November 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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Journalismus: Überfluss und Mangel

Rohstoffschwemme und Erklärungsbedarf

Wir haben 2012. Unsere technischen Möglichkeiten übertreffen die aller Generationen vor uns. Wir verfügen über Informationen von wahrlich überwältigendem Ausmaß. Leider sind wir längst nicht mehr in der Lage, auch nur den Teil, der uns am meisten interessiert, in vertretbarer Zeit zu verarbeiten.
Die Geschwindigkeit, mit der die Informationen weitergegeben werden, war noch nie so hoch. Die Nachricht vom Umfallen des sprichwörtlichen Sacks Reis in China erreicht uns binnen Sekunden, gleichzeitig finden überall weitere Ereignisse statt, die uns ebenfalls sofort gemeldet werden. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 30. September 2012 in Journalismus, Kultur, Medien, Politik, Web 2.0

 

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Eigentlich gibt es sie schon, die Zukunft des Journalismus

Eigentlich. Stefan Plöchinger, Chefredakteur von sueddeutsche.de, hat einen wunderbaren Artikel über die “neuen” Anforderungen an Journalisten geschrieben und beginnt ihn mit einem berechtigten Seitenhieb:

Die meisten Journalisten lieben Revolutionen, wenn sie darüber berichten dürfen.
Die meisten Journalisten hassen Revolutionen, wenn sie selbst deren Gegenstand sind.

Wolfgang Michal fasst den Sachverhalt ironisch zusammen und weist nebenbei noch diskret auf die ewig gleichen Podiumsdiskussionen mit dem ebenso gleichen Tenor hin. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 25. November 2011 in Journalismus, Kultur, Medien, Web 2.0

 

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Ein Bäckermeister, Verleger, Autoren und das Leistungsschutzrecht

Seit Mai 2009 fordern deutsche Verleger für ihre Erzeugnisse ein Leistungsschutzrecht per Gesetz. Es soll Suchmaschinen und gewerbliche Nutzer verpflichten, für die verlinkten Textschnipsel Gebühren zu zahlen. Eine widersinnige Forderung, deren tatsächlichen Inhalt überdies noch niemand im Wortlaut gesehen hat.

Fangen wir mit etwas an, das jeder kennt: mit einer Bäckerei. Wenn die Backwaren gut sind, essen die Leute sie gern. Der Bäcker verkauft also viel, kann Gesellen einstellen und Lehrlinge ausbilden. Der eine oder andere von ihnen erfindet vielleicht ein besonders gutes neues Backwerk, das die Bäckerei noch bekannter macht. Weil der Meister schlau ist, behandelt und bezahlt er seine Angestellten gut, und alle sind zufrieden. Die vielen Großbäckereien können ihm nichts anhaben, da seine Leckereien unverwechselbar und keine Massenware sind.

Mit den Zeitungen ist es ebenso. Read the rest of this entry »

 

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Splitter: „die medien“?

Das sollte eigentlich eine Antwort in den Kommentaren werden. Irgendwie wurde es dann wieder ein etwas ausführlicherer Splitter.

Leider müssen Zeitungen und Magazine Geld verdienen (Blogger übrigens auch, aber das ist eine andere Geschichte). Leider führt das häufig zu Quotenjournalismus. Und weil Verlage gerne viel Geld verdienen, entlassen sie scharenweise die, die eigentlich die Verlagsleistung erbringen: ganze Redaktionen, wenn es dem Gewinn nutzt. Der jämmerliche Rest darf dann unter Verweigerung der nötigen Mittel hochwertigen Qualitätsjournalismus fabrizieren, und der Leser wundert sich. Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 15. März 2011 in Blogs, Journalismus, Medien, Splitter, Web 2.0

 

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Liebe Online-Presse.

Ich wollte schon länger mal ein Lob loswerden, daß ihr das alle ganz ganz toll macht. Na ja, fast alle. Für die, die’s noch nicht so ‘raus haben, schreib ich einfach mal ein paar Tipps auf.

  1. Nur Qualitätsinhalte aus der Holzzeitung übernehmen. Extra für Online produzieren kostet nur.
  2. Das kann ein Volo besorgen, die paar Handgriffe macht der nebenbei. Nur keine hochbezahlten Redakteure dafür vergeuden.
  3. Recherche? Wie, Recherche? Für’s Internet?! Gibt doch dpa. Read the rest of this entry »
 
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Geschrieben von - 26. April 2010 in Glosse, Journalismus, Medien, Web 2.0

 

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Regionalzeitung im Internet

Gerade habe ich mich mal wieder gewundert. In der Seitenleiste meines Blogs hätte ich ja gern auch den RSS-Feed meiner regionalen Zeitung gehabt, des Trierischen Volksfreundes – aber Fehlanzeige.

Dem deutschen Qualitätsjournalismus geht es bekanntlich so entsetzlich schlecht, daß die Verlage gerade eine gewaltige Lobby ins Feld führen, um eine eigene Gesetzgebung zu erreichen.
Da ist es mehr als erstaunlich, daß es ein Blatt mit einem sehr grossen Verbreitungsgebiet in einem Flächenland nicht fertig kriegt, gesonderte RSS-Feeds für die in der Fläche verstreuten Verbandsgemeinden anzubieten.  Read the rest of this entry »

 
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Geschrieben von - 6. März 2010 in Blogs, Journalismus, Medien, Web 2.0

 

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