Mathias sagt in den Kommentaren: “Es ist meines Erachtens irrelevant, ob ein Verlag ein LSR unterstützt hat oder nicht, es sollte entscheidend sein, ob er das ihm vom Bundestag zugesprochene Leistungsschutzrecht gedenkt einzusetzen, wenn das Gesetz in Kraft tritt.” Ja. Mehr darüber bei Robert Basic. Und die Kritik an Roberts Fragen. 28.3.: Karsten hat auf Lousypennies eine Liste zusammengestellt. Read the rest of this entry »
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Wir basteln uns eine Zeitung
Neineinein, keine Angst, das ist gar nicht so schwer. Das macht sogar Spaß und ist richtig spannend. Das mit dem spannend sagt auch der Malte Hinz von der Westfälischen Rundschau, der muss das als Exbetriebsrat und Chefredakteur schließlich wissen.
Also, erst mal entlassen wir alle. Daraus machen wir eine schicke Überraschung, so, wie der Herr Nienhaus das gemacht hat. Weil, sonst merken ja die anderen Medien, dass bei uns gerade was ganz Tolles, Wegweisendes passiert, und das sollen die ja noch nicht. Wir selbst haben natürlich schon längst alles geplant und können jetzt ein zukunftsfähiges Konzept präsentieren. Der Name ist gut eingeführt, wären wir ja blöde, wenn wir den änderten. Read the rest of this entry »
Journalismus: Überfluss und Mangel
Rohstoffschwemme und Erklärungsbedarf
Wir haben 2012. Unsere technischen Möglichkeiten übertreffen die aller Generationen vor uns. Wir verfügen über Informationen von wahrlich überwältigendem Ausmaß. Leider sind wir längst nicht mehr in der Lage, auch nur den Teil, der uns am meisten interessiert, in vertretbarer Zeit zu verarbeiten.
Die Geschwindigkeit, mit der die Informationen weitergegeben werden, war noch nie so hoch. Die Nachricht vom Umfallen des sprichwörtlichen Sacks Reis in China erreicht uns binnen Sekunden, gleichzeitig finden überall weitere Ereignisse statt, die uns ebenfalls sofort gemeldet werden. Read the rest of this entry »
Ein ganz normales Interview
Letzte Nacht habe ich noch einen kleinen Text geschrieben, weil mich der Inhalt eines Interviews geärgert hat. Wie es der Teufel will, schreibe ich nun zum zweiten Mal darüber, jetzt über die Form, weil sie den Inhalt beispielhaft konterkariert.
Qualitätsjournalismus können selbst Menschen nicht mehr hören, die nichts “mit Medien” machen. Der häufige Gebrauch des Worts, wenn es um das Gegenteil geht, hat die Abnutzung und den schließlichen Aufstieg zur ironischen Plattitüde beschleunigt.
Um eben diesen Qualitätsjournalismus geht es in bewusstem Interview. Da verteidigt jemand ein Ideal, das zwar noch in den Köpfen herumspukt, sich realiter aber längst auf dem Weg zu seiner völligen Ausrottung durch Controller befindet. Read the rest of this entry »
Flattr kommt einfach nicht in Schwung
“Ausgeflattrt: Nur was für Amateure – oder Großverdiener” nennt Thomas Wiegold seine Ankündigung, flattr nicht weiter nutzen zu wollen. Dafür macht er vor allem die hohen Abzüge sowie den Aufwand bei der Steuererklärung verantwortlich. Leider hat er recht. Leider wird flattr nicht so genutzt, wie es wünschenswert wäre. Tim Pritlove, Udo Vetter und Stefan Niggemeier sind Ausreißer, die die Regel bestätigen.
Die Infrastruktur besteht, nur müsste sie von mehr Teilnehmern genutzt werden. Das “Umlaufvermögen” würde größer, mehr Kreative hätten höhere Einnahmen. Und die Rechnung stimmte. Wir halten fest: Grundsätzlich sind nur Wenige nicht bereit, für Inhalte zu zahlen. Read the rest of this entry »
Eigentlich gibt es sie schon, die Zukunft des Journalismus
Eigentlich. Stefan Plöchinger, Chefredakteur von sueddeutsche.de, hat einen wunderbaren Artikel über die “neuen” Anforderungen an Journalisten geschrieben und beginnt ihn mit einem berechtigten Seitenhieb:
Die meisten Journalisten lieben Revolutionen, wenn sie darüber berichten dürfen.
Die meisten Journalisten hassen Revolutionen, wenn sie selbst deren Gegenstand sind.
Wolfgang Michal fasst den Sachverhalt ironisch zusammen und weist nebenbei noch diskret auf die ewig gleichen Podiumsdiskussionen mit dem ebenso gleichen Tenor hin. Read the rest of this entry »
Ein Bäckermeister, Verleger, Autoren und das Leistungsschutzrecht
Seit Mai 2009 fordern deutsche Verleger für ihre Erzeugnisse ein Leistungsschutzrecht per Gesetz. Es soll Suchmaschinen und gewerbliche Nutzer verpflichten, für die verlinkten Textschnipsel Gebühren zu zahlen. Eine widersinnige Forderung, deren tatsächlichen Inhalt überdies noch niemand im Wortlaut gesehen hat.
Fangen wir mit etwas an, das jeder kennt: mit einer Bäckerei. Wenn die Backwaren gut sind, essen die Leute sie gern. Der Bäcker verkauft also viel, kann Gesellen einstellen und Lehrlinge ausbilden. Der eine oder andere von ihnen erfindet vielleicht ein besonders gutes neues Backwerk, das die Bäckerei noch bekannter macht. Weil der Meister schlau ist, behandelt und bezahlt er seine Angestellten gut, und alle sind zufrieden. Die vielen Großbäckereien können ihm nichts anhaben, da seine Leckereien unverwechselbar und keine Massenware sind.
Mit den Zeitungen ist es ebenso. Read the rest of this entry »
Splitter: „die medien“?
Das sollte eigentlich eine Antwort in den Kommentaren werden. Irgendwie wurde es dann wieder ein etwas ausführlicherer Splitter.
Leider müssen Zeitungen und Magazine Geld verdienen (Blogger übrigens auch, aber das ist eine andere Geschichte). Leider führt das häufig zu Quotenjournalismus. Und weil Verlage gerne viel Geld verdienen, entlassen sie scharenweise die, die eigentlich die Verlagsleistung erbringen: ganze Redaktionen, wenn es dem Gewinn nutzt. Der jämmerliche Rest darf dann unter Verweigerung der nötigen Mittel hochwertigen Qualitätsjournalismus fabrizieren, und der Leser wundert sich. Read the rest of this entry »
Zeitungsverleger fischen im Trüben
Jetzt schlägt`s 14 kann man nicht sagen, beschreibt aber den Sachverhalt genau: Die Zeitungsverleger möchten gerne hinter verschlossenen Türen ihr eigenes Süppchen kochen und beschweren sich mit einer ziemlich abenteuerlichen Begründung bei iRights.info, weil dort der – warum wohl? – bislang geheim gehaltene Entwurf für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger veröffentlicht wurde.
Man stelle sich vor, Öffentlichkeit für etwas, das Gesetz werden und uns alle betreffen soll! Das wäre ja noch schöner!
CARTA hat einige Stunden später den Arbeitsentwurf für einen neuen Rundfunkgebühren-Staatsvertrag publik gemacht. Mal sehen, ob die Empörung darüber ähnlich kreativ wird.
Update Content-Mafia, die 3:
Spiegel Online kommt mit einem Bericht über eine einstweilige Verfügung gegen den deutschen Provider von Pirate Bay, er soll sperren. So, jetzt hat’s aber bei allen geklingelt, oder?!
Liebe Online-Presse.
Ich wollte schon länger mal ein Lob loswerden, daß ihr das alle ganz ganz toll macht. Na ja, fast alle. Für die, die’s noch nicht so ‘raus haben, schreib ich einfach mal ein paar Tipps auf.
- Nur Qualitätsinhalte aus der Holzzeitung übernehmen. Extra für Online produzieren kostet nur.
- Das kann ein Volo besorgen, die paar Handgriffe macht der nebenbei. Nur keine hochbezahlten Redakteure dafür vergeuden.
- Recherche? Wie, Recherche? Für’s Internet?! Gibt doch dpa. Read the rest of this entry »
Regionalzeitung im Internet
Gerade habe ich mich mal wieder gewundert. In der Seitenleiste meines Blogs hätte ich ja gern auch den RSS-Feed meiner regionalen Zeitung gehabt, des Trierischen Volksfreundes – aber Fehlanzeige.
Dem deutschen Qualitätsjournalismus geht es bekanntlich so entsetzlich schlecht, daß die Verlage gerade eine gewaltige Lobby ins Feld führen, um eine eigene Gesetzgebung zu erreichen.
Da ist es mehr als erstaunlich, daß es ein Blatt mit einem sehr grossen Verbreitungsgebiet in einem Flächenland nicht fertig kriegt, gesonderte RSS-Feeds für die in der Fläche verstreuten Verbandsgemeinden anzubieten. Read the rest of this entry »











