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Smarte Post

06 Okt

Am Samstag bekam ich einen Brief meines Vermieters, indem er mitteilte, er müsse Anfang des Jahres einige Umbauten vornehmen, auch, welcher Art diese sein werden. Na ja, dachte ich, mal wieder Dreck, ist Putzen gut für.
Heute, bei meinem täglichen Rundgang durch’s WWW, las ich bei Heise einen Artikel über intelligente Stromzähler, so genannte Smart Meter. Upps! Da war doch was?

Ab 1. Januar 2010 wird es nach Art. 13 Abs. 1 S. 3 EDL-RL Pflicht, in Neubauten und bei grundlegenden Renovierungsarbeiten intelligente Stromzähler einzubauen.

Auf einem Elektronikportal fand ich diese schönen Sätze: „Häufig fehlen vor allem noch die Kenntnisse, was die neuen Stromzähler wirklich leisten können. So sollen sie nicht nur für mehr Transparenz sorgen und einen sparsameren Umgang mit Energie ermöglichen, sondern sind Voraussetzung zur Schaffung intelligenter Stromnetze. Diese erlauben einen hochkomplexen Netzbetrieb und ermöglichen damit den Trend weg von der stetigen zentralen Stromerzeugung hin zur dynamischen dezentralen Stromerzeugung mittels umweltfreundlicher Technologien.“ Mal sehen.

Bei RWE liest man, „Einer der großen Vorteile der digitalen Stromzähler liegt darin, dass Kunden ihren eigenen Stromverbrauch selbst mitverfolgen können, und zwar nicht mehr wie bisher nur am Rotieren der Zählerscheibe, sondern über die Visualisierung an einem Bildschirm im Wohnbereich.“

EnBW findet, „Mit dem Intelligenten Stromzähler beginnt in Baden-Württemberg die Zukunft schon heute: Denn diese neue und innovative Zählergeneration macht Ihren Stromverbrauch jetzt transparent. Damit haben Sie nicht nur Ihren Verbrauch fest im Griff, Sie können auch viel bewusster mit Energie umgehen. So können Sie Stromsparpotenziale entdecken und die Umwelt schützen – Sie werden zu Ihrem eigenen Strommanager.“

Vattenfall und E.on sehen das übrigens ganz ähnlich.
Na fein, dachte ich, das passt ja wunderbar. So als Computervielnutzer und Kühlschrankliebhaber, der mit Vorliebe kocht und es gerne warm und hell hat –

Etwas nachdenklich stimmte mich dann die Aussage aus einer Untersuchung der Ludwig-Maximilians-Universität in München: „Man muss dieses Querschnittsthema der Digitalisierung sehr ernst nehmen und sicher stellen, dass nachhaltige Datenschutzeinrichtungen und -richtlinien implementiert werden“ empfiehlt der Leiter des Instituts für Information, Organisation und Management [der LMU, München], Prof. Arnold Picot allen beteiligten Akteuren.

Hatte nicht auch 2008 der ARD Ratgeber Technik schon mal irgendwas dazu gesagt?

Ob an dem Heise-Artikel doch was dran ist?
Ach was. Wenn man mit den Dingern Energie sparen und was für die Umwelt tun kann –

Wo doch auch die Deutsche Energie-Agentur GmbH dena, die unser Ministerium berät und so gewissenhaft mit EnBW AG, E.ON AG, RWE AG und Vattenfall Europe AG zusammen arbeitet, das empfiehlt – das wird schon das Richtige sein. Und schliesslich sind Gesellschafter der dena die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe, die Allianz SE, die Deutsche Bank AG sowie die DZ BANK AG.

Das geht schon in Ordnung. Ist ja für die Umwelt.

 
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Verfasst von - 6. Oktober 2009 in Datenschutz, Energie

 

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