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Der Frauenbrowser

03 Nov

Liebe Haecksen, Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein: Der schweizer Tagesanzeiger bringt unter dem Titel Frauen nutzen Medien einfach anders einen Artikel über einen – Frauenbrowser.
Vorab, es ist nicht das, was Playboy-Leser vielleicht darunter verstehen könnten.

Wir lernen zunächst, dass es sich dabei um IE 8 handelt, von der Zeitschrift annabelle in Zusammenarbeit mit Microsoft modifiziert, um der schweizer Frau ‚noch mehr Orientierung und Inspiration im Internet‚ zu bieten.
Er verfügt zum Beispiel über redaktionell zusammengestellte (!) Bookmarks, damit Frauchen nicht das eigene Köpfchen mit der dummen dummen Suche belasten muss, sondern sich ohne solch lästigen Ballast ungehindert inspirieren lassen kann. Dann, geneigter Leser, erfahren wir zu unserem Erstaunen, dass Frauen nicht nur andere Interessen haben als Männer, sondern auch in der Lage sein sollen, ‚sogar grössere Artikel ohne Probleme‚ zu lesen. Potztausend!
Zuletzt wird uns noch mitgeteilt, dass Frauen statt PCs lieber Macs benutzen. Und im Gegensatz zu Männern, die den ganzen lieben langen Tag immerzu nur mit Runterlade-Tools runterladen und über facebook mit Freunden kommunizieren, betreiben Frauen Recherche und organisieren ihr Leben. Jawohl!

Warum aber braucht die Internetwelt überhaupt einen Frauenbrowser? „Aus denselben Gründen, aus denen es Frauenzeitschriften gibt.“ [..]‘
Dem schliesse ich mich uneingeschränkt an. Beide sind so überflüssig wie ein Kropf.

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Tagesanzeiger und ánnabelle gehören zur Tamedia-Gruppe

Update, 27.02.2010: Etwas Hübsches zum Thema hat auch Nikki in Hühnerteile.

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 3. November 2009 in Frauen, Glosse, Kaffeesatz, Medien, Mensch bleiben

 

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