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Unsicher

16 Mai

Durch die Facebook-Debatte, Googles Eingeständnis, mit Street View doch Daten gesammelt zu haben, und das fürchterliche BGH-Urteil zu offenen WLANs lag das Thema nahe, und so hab ich in den letzten Tagen im Bekanntenkreis nochmals ein bißchen rumgefragt, wie es denn so mit dem Datenschutz aussieht. Ich habe mit etwa 25 Männlein und Weiblein zwischen 25 und 60 Jahren gesprochen. Die Zahlen habe ich mir dabei notiert.

Daß ich erschüttert war, überrascht wahrscheinlich niemanden. Bestürzender als die Unsicherheit bei den Benutzereinstellungen von Plattformen ist die allgemeine Unkenntnis, welche Daten überhaupt eingegeben werden müssen, und das Zugeständnis, wer das Recht auf Zugriff haben soll. 

In keinem Fall ging es um Bestellungen oder gebührenpflichtige Auskünfte, sondern lediglich um Informationen zu ganz verschiedenen Themen. Um an diese Infos zu gelangen, mußte man sich einloggen.
Die Angabe von Adressdaten ist selbstverständlich. Durch die Bank sagten alle, wenn ein Geburtsdatum verlangt werde, tippten sie es eben ein. Es hatte sich noch niemand gefragt, warum die Angabe von Wohnort oder Geburtsdatum für den gewünschten Zweck notwendig sein könnte.

Niemand der Gefragten wußte, was SSL bzw. TLS bedeutet oder wozu es dient. Datenverschlüsselung, da waren sich auch alle einig, sei etwas für große Firmen mit wertvollen Datenbeständen. Sie reagierten etwas ratlos, als ich sagte, die Gesamtheit der von Bürgern wie ihnen erhobenen Daten werde letztlich auch zu einem Datenpool, und ebenso wertvoll.

Staatliche Zugriffe auf private Rechner wurden allgemein mit dem Argument gebilligt, wer nichts angestellt habe, habe auch nichts zu verbergen. Außerdem sei das wichtig zur Terror- und Verbrechensbekämpfung (durchweg in dieser Reihenfolge). Das Vertrauen in den Staat ist groß; es wird vorausgesetzt, daß ‚die schon wissen, was richtig ist‘.

Außer zwei Ausnahmen sind alle in sozialen Netzwerken und/oder Chatrooms unterwegs. Das Vorhandensein von Sicherheitseinstellungen ist mehr als der Hälfte zwar bekannt, sie werden jedoch nicht benutzt; man sei ’schließlich kein Fachmann‘. 12 Personen verwahren ihre gesamten privaten Fotos der letzten Jahre auf Facebook. Von der Möglichkeit, Gesichter zu marken, hatten einige gelesen, aber nicht verstanden, wozu das gut sein soll. Nachdem ich es erklärt hatte, fanden sie das sehr praktisch.

Die sieben Twitterer waren so nett, nachdem ich es ihnen erklärt hatte, zu Hause in ihren Einstellungen nachzusehen, ob sie den Geolocator bzw. die Auffindbarkeit via eMailadresse eingeschaltet hatten. Das war bei allen der Fall. Auch das wird weitgehend als praktisch empfunden; zwei Personen haben die Funktionen daraufhin abgestellt.

Es herrscht ganz überwiegend die Meinung, man habe ja nur Kontakt zu Freunden und Familie, da ‚kann ja nichts wegkommen‘ oder ‚in falsche Hände geraten‘. Die irreführende Vorspiegelung einer Community, eines Freundeskreises wird durch die Bank als Schutzraum erlebt. Ein weiteres häufiges Argument ist die scheinbare Sicherheit, ‚das liegt ja zu Hause auf meinem Computer, da kommt doch keiner ‚ran‘. Immerhin haben mit einer Ausnahme alle ein Passwort für den Rechnerzugang.

Bis auf vier Personen benutzen alle WLAN, um ihre Rechner auch ‚im Sommer‘, d.h., im Garten oder auf der Terrasse benutzen zu können. Vier wußten, daß der Zugang mit einem Passwort gesichert ist. Bei allen war es von der Telekom eingerichtet (bei uns gibt es Internet nur durch die Telekom), aber die anderen wußten trotz Benutzung nicht genau, wozu es dient. Bei Problemen mit der Verbindung zwischen Gerät und Peripherie wird der Telekom-Servicetechniker gerufen (der wohnt im Nachbarort und hat hier auch schon unzählige Faxgeräte und Drucker installiert, außerhalb der Dienstzeit und ohne Bezahlung).

Der von 18 Personen benutzte ‚Browser‘ ist das T-Online-Portal. Trotz Klagen über Geschwindigkeit und umständliche Bedienung würden sie das nicht ändern. Die anderen benutzen IE, zwei Firefox.

Das Wort Update kannten alle, aber nur Drei wußten, was es ist und führen es regelmäßig automatisch durch. Von den Anderen konnte ich nicht erfahren, ob sie es eingestellt haben. Als Virenschutz läuft bei allen Avira; ich weiß, daß der nette Techniker aus dem Nachbarort das überall bei der Installation einstellt.

Ich glaube, die beschriebenen Verhaltensweisen sind typisch für den größten Teil der Bevölkerung; hört doch mal in eurem Bekanntenkreis ‚rum. Damit geht ein großes Vertrauen in Presse und Fernsehen einher, wodurch Haltungen und Urteile geprägt werden. Datenschutz und -sicherheit spielen überhaupt keine oder eine verschwindend geringe Rolle. Fast von allen habe ich gehört, ‚Hauptsache, das funktioniert‘.

Genau diese verunsicherte Mehrheit beeinflussen die Zierckes, Diekmanns, Keeses, Kochs und Becks, Aigners und Malmströms. Und sie läßt sich willig vor deren Karren spannen. Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten: Die Entwicklung der Zeit zu überlassen – oder den Kampf aufzunehmen und nicht allzu oft daran zu denken, daß die Gegner Windmühlenflügel sein könnten.


 
30 Kommentare

Verfasst von - 16. Mai 2010 in Datenschutz, Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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30 Antworten zu “Unsicher

  1. lakritze

    16. Mai 2010 at 16:23

    Danke für die Erhebung. Deckt sich ungefähr mit meinen eher zufälligen Befragungsergebnissen. »Festplatte verschlüsseln? Wieso, da müßte mir ja erst einer den Computer klauen …« — »Mailverschlüsselung? Ist das nicht schrecklich umständlich?«

    Seufz …

     
  2. Karpfenpeter

    16. Mai 2010 at 16:24

    Herzlichen Dank für diesen sehr aussagekräftigen Artikel. Lese ich den vorletzten Absatz „Genau diese verunsicherte Mehrheit…“, stimme ich Dir voll und ganz zu. Was die beiden Optionen angeht, so habe ich mich für letzteres entschieden.

    Viele Grüsse, Peter
    http://www.twitter.com/karpfenpeter

     
  3. Sabine Engelhardt

    16. Mai 2010 at 16:24

    Eine entsprechende Umfrage in meinem Umfeld würde schon allein deshalb sehr anders aussehen, weil sich da nahezu ausschließlich Nerds tummeln. ;-)

    Aber „es muß einfach funktionieren, ich will gar nicht wissen, wie“ und „das ist doch sooo praktisch“ kenne ich trotzdem (weniger von den Nerds als von solchen Leuten, die um Hilfe fragen). Da herrscht eine Mentalität vor, nach dem Motto, „ist mir noch nie passiert und wird mir daher auch nie passieren“. Bis es dann passiert. Und dann sollen es wieder die Nerds richten, auf die man vorher nicht hören wollte. Und wehe, die kriegen es nicht hin!

    Gruß, Frosch

     
  4. Wolf

    16. Mai 2010 at 16:34

    Auch die ca 40% Offliner haben einen gehörigen politischen Einfluss, beispielsweise der Nachbar, der mein Fereinhäuschen bewacht.

    In dem Ort, dem er als Bürgermeister vorsteht existieren noch vierstellige Telefonnummern.

    Als ich ihm von den Vorzügen der digitalen Dividende erzählte, bekam ich einen empörten Anraunzer: „Internet? – So ein Schweinkram kommt mir nicht ins Dorf!“

    Die Windmühlenflügel stehen oft an völlig unerwarteten Stellen, aber sie wirbeln gewaltig viel Staub auf…

     
  5. Lena

    16. Mai 2010 at 17:05

    Dank Dir für den Beitrag! (Ich lese hier immer sehr gerne, das aber nur am Rande, und bevor ich’s schon wieder vergesse :-) )

    Ich glaube, jeder Internetnutzer bräuchte zwei, drei engagierte Nerds im Freundeskreis, die ein wenig Missionsarbeit leisten :-) Denn klar, für jemanden, der sich ständig mit diesen Themen beschäftigt, ist vieles selbstverständlich, wofür, glaube ich, in einem Großteil der Bevölkerung erst einmal ein (Problem)Bewusstsein geschaffen werden muss, angefangen bei Kindern bis zu jedem, der das Internet nutzt.

     
  6. Heiko C.

    16. Mai 2010 at 17:18

    Sehr interessant… In meiner Familie kennen sich alle entweder ein wenig mit Computern aus, oder benutzen erst gar keinen.
    Mir persönlich ist zumindest Facebook zu gruselig, auch wenn ich einige Googledienste nutze. Aber bei Google weiß man ja immerhin woran man ist.

     
  7. opalkatze

    16. Mai 2010 at 17:25

    @lakritze
    Erhebung, wau –
    Ich hatte vor einiger Zeit mal angefangen, ’so was‘ zu fragen und die Ergebnisse hinterher direkt notiert, einfach aus Neugier und man-weiß-ja-nie. Jetzt fiel mir das wieder ein, und weil ich beim Einkaufen eh immer dieselben Leute treffe, hab ich dann noch mal gefragt. Es sind in den letzten zwei Wochen auch eine Reihe Leute hier fragen gekommen, ob ich denn nicht mal…

    @Sabine
    kennt das aus eigener Erfahrung: die DAUs. Aber, wie auch

    @Peter (schön, daß Du mal vorbeikommst, war schon oft bei Dir) und

    @Wolf sagen: Kämpfen, geduldig zuhören, reden, fragen, erklären – das ist auch für mich die richtige Methode. Klar, mühsam, aber wieso soll ich mein Wissen nicht weitergeben? Wenn wirklich mal keine Zeit ist, nimmt man sie sich halt ein andermal.

    Nur meckern und nörgeln geht gar nicht.

     
  8. opalkatze

    16. Mai 2010 at 17:30

    @Lena
    Dankeschön! Das paßt gut zu meinem Sonntagsschlappi.

    @Heiko, wenn Du Fragen hast: such mal hier nach ‚Ostereier’…

    Also, ich beschäftige mich jetzt seit vielen Jahren mit Rechnern, aber trotzdem sind meine Lücken mittlerweile so groß, daß die tapfere @Sabine mir oft helfen muß. Um so lieber helfe ich dann aber wieder anderen.

     
  9. Weirdo Wisp

    16. Mai 2010 at 17:51

    Danke für den Bericht.

    Entsetzlich, was man da erfährt!

    Die, die ein Passwort verwenden, werden aber kein sicheres verwenden. („Sowas kann sich doch niemand merken!“)

    Ich habe zwar keine so systematischen Umfragen gemacht, wie Du, aber so ungefähr kenne ich das auch aus meinem Bekanntenkreis, wenn ich als „der, der sich mit Computern auskennt“ mit deren Nachfragen und Problemen beschäftigen darf.

    Immerhin gelingt es mir mittlerweile, von der Notwendigkeit einer WLAN-Verschlüsselung zu überzeugen. (Frühmorgendliche Hausdurchsuchungen mit Beschlagnahmung aller Elektronik, weil „man“ (also ein unbekannter Nutzer) Kinderpornographie verbreitet hat, will dann doch niemand.) Auch dass einfache Passwörter mit den heutigen schnellen Computer leicht zu brechen sind, leuchtet vielen ein. Aber dann ein sicheres Passwort zu verwenden, ist dann doch wieder zu kompliziert.

    Das und die vielen freiwilligen Datenangaben im Internet und auch im echten Leben wird immer mit „ich habe ja nichts zu verbergen“ entschuldigt, und diesem Argument konnte ich bislang nicht so mal eben innerhalb von ein paar Minuten etwas entgegensetzen.

     
  10. opalkatze

    16. Mai 2010 at 18:11

    @Weirdo Wisp
    Passwort? Geburtstag des Ehepartners/Kindes, Autonummer, und selbstverständlich unter die Tastatur geklebt. Für alle Fälle.

    Exakt das meinte ich in den letzten drei Absätzen:
    Kinderpornographie ist eine dieser Fallen: Das versteht jeder, ergo ist es GUT, dagegen zu sein.
    Das heißt: FÜR ALLES zu sein, das so aussieht oder sich den Anschein gibt, als wäre es eine geeignete Maßnahme. Zum Beispiel Sperren statt Löschen.

    Na ja, dann haben sie sicher auch nichts dagegen, wenn ihre Briefe – noch geeigneter als Argument: die Gehaltsabrechnungen – gelesen werden… Sehr gut kommen als Beispiel auch immer die Urlaubsfotos an, die nach drei Krügen Sangria noch auf dem Balkon gemacht worden sind.

     
  11. alien59

    17. Mai 2010 at 09:41

    Gern gelesen.
    Werde an ein paar Punkten in mich gehen. Vor allem, was Verschlüsselung angeht.

    Das „Ich habe doch nichts zu verbergen“ ist so eine Einstellung, die ich schon sehr lange bei verschiedenen Themen bekämpft habe. Aber meist versteht das einer erst, wenn es ihn mal selbst erwischt hat.

     
  12. pjebsen

    17. Mai 2010 at 10:28

    @opalkatze: Klasse Blog-Beitrag! Es gibt viel zu tun … in der einen Richtung (Schaffung von größerem Problembewusstsein) als auch in der anderen (Vermeidung von Datenkraken-Paranoia).

    Den sinnvollen Einsatz pro Datenschutz darf man nicht nur denen überlassen, die eher aus einem diffusen Bauchgefühl heraus reagieren als aufgrund von Tatsachen.

    Wenn z. B. Anti-Facebook-Poseure wie Ilse Aigner mit derselben Inbrunst gegen ELENA & Co. kämpfen würden, wären wir einen gewaltigen Schritt weiter.

     
  13. opalkatze

    17. Mai 2010 at 12:39

    @pjebsen
    Danke! Das Problem liegt wohl im deutlichen Vorrang des Posierens und sich selbst Darstellens vor sachgemäßer Diskussion und Politik. Daher ist die Arbeit von Netzpolitik.org, AK Vorrat und AK Zensur gar nicht hoch genug einzuschätzen. Trotzdem beginnt Datenschutz bei jedem von uns .)

     
  14. opalkatze

    17. Mai 2010 at 13:01

    Umfrage
    Ich hab eine kleine Umfrage gestrickt. @WeirdoWisp hat kommentiert, ihm falle so schnell keine gute Antwort ein, wenn jemand sagt, er habe nichts zu verbergen. Wenn Ihr Lust habt – in der Seitenleiste oben rechts…

     
  15. Jonah

    17. Mai 2010 at 14:23

    Internet kommt von der Telekom, der Strom kommt aus der Steckdose, das Fleisch kommt aus dem Supermarkt.

    Ich glaube, die beschriebene Haltung ist nicht auf das Thema Datenschutz beschränkt. Erschreckend ist die Tendenz, nicht mehr neugierig und interessiert genug zu sein, um verstehen zu wollen.

    Damit meine ich nicht technisches Verständnis bis ins kleinste Detail, sondern Wissen um die grundsätzlichen Probleme der Welt, in der wir leben.

    An einer Entgegnung zu dem leidigen Spruch „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten“ habe ich mich auch schon versucht:

    https://www.pidder.com/blog/2009/02/nothing-to-hide/

    https://www.pidder.com/blog/2009/02/nichts-zu-befurchten/

    Ob es mir damit gelingt, das Scheinargument zu entkräften, sei dahin gestellt.

    Aber Fatalismus ist nicht angesagt, nieder mit den Windmühlen!

     
  16. vasistas?

    17. Mai 2010 at 14:23

    Danke für den Beitrag! Ich finde auch, dass viel mehr Aufklärung im Bereich Datenschutz her muss! Und das nicht nur für InternetnutzerInnen, sondern auch allgemein für das Verhalten im realen Leben (siehe Kundenkarten in Supermärkten etc.).

    Praktische Tipps zum Datenschutz haben wir ja auch schon von uns gegeben (sorry für die Eigenwerbung).

    Einen guten Ansatz, der die breite Masse erreichen soll, gibt es bereits von einem europäischen Projekt mit einem Comic zum Thema Jugend und Datenschutz.

    Ich denke, das grösste Problem ist, dass sich leider nur die Leute informieren, die bereits kritisch zu Datenschutzfragen eingestellt sind…

     
  17. opalkatze

    17. Mai 2010 at 15:15

    @Jonah
    Bei der mittlerweile üblichen Desinformation von oben ist das leider nicht weiter verwunderlich…

    @Kirsten
    Merci für die Links, hab sie mal fett markiert. Für Eigenwerbung muß sich hier niemand entschuldigen – Vernetzung ist alles.

     
  18. Katharina

    17. Mai 2010 at 17:41

    @ Jonah: Die Faulheit zu denken, nenne ich das.

    Ich muss bei so etwas an eine Mischung aus Postmans ‚Wir amüsieren uns zu Tode‘ und Kafkas ‚Der Prozeß‘ denken. Zum einen gibt es so viele Möglichkeiten sich abzulenken und nicht in Muße Gedankenexperimente ‚Was wäre wenn …‘ wirklich durchzudenken. Andererseits fördert unsere Gesellschaft das Expertentum, aus Haftungs- und Verdienstgründen. Da heisst es dann anstatt ‚Ist ja spannend, lasse es uns herausfinden.‘ lieber ‚Das kannst Du nicht, das könnte böse sein, hier spiel mal mit dem wii‘. Das funktioniert auch andersherum: Bitte kaue mir alles genau vor, schließlich bist Du der Experte!

    Es gibt ja Leute, die rufen den Elektriker, wenn eine Glühbirne ausgewechselt werden muss.
    Es gibt Leute, die rufen gleich den Klempner, wenn der Ohrring ins Waschbecken fällt.
    Und es gibt Leute, die sagen, im Internet wird mir keiner was, denn ich will keinem was.

     
  19. Kwadronaut

    17. Mai 2010 at 23:35

    ‚Schaffung von größerem Problembewusstsein‘ is wat ik hier en daar in mijn omgeving ook probeer te doen, en wat broodnodig is. Daarom ben ik op zoek naar films, gewoon met een verhaal, met deze problematiek als thema. Om te tonen of samen te kijken. De aanleiding is de bevolkingstelling die in het coalitieverdrag staat voor 2011.

    Ideetjes die ik al had: Brazil, Enemy of the state (cheesy), Children of men ( … comes close, but not really…), 28 weeks had a very controlled city

    Andere ideeën?

    (Entschüldigung für die leuten die kein Niederlandisch reden, mein Deutsch ist Kauderwelsch)

     
  20. opalkatze

    18. Mai 2010 at 01:13

    Hab davon nicht viel Ahnung, aber vielleicht sprichst Du mal den CCC an, @annalist, @netzpolitik, la quadrature du net? Ich frag auch mal rum. Lieber englisch oder deutsch?

     
  21. Flo

    25. Mai 2010 at 23:35

    man könnte glauben deine bekannten gehören alle einem dubiosen 90iger-jahre fancluban… oder sind technisch einfach brutalstmögliche ;) DAUs? um ne falsche mailadresse oder gebdatum anzugeben muss man wirklich kein hacker sein und seit 2005(?) ist die mehrheit der wlanrouter auch standartmäsig mit leichter verschlüsslung und randompasswort gesichert… ;)

     
  22. David

    26. Mai 2010 at 00:22

    Jou, stimmt schon. Von den Leuten die ich kenne, kann ich sagen, daß:

    „Nerds“ nie

    und

    „sonstige“ immer

    persönliche Daten wie z.B. das der Geburt korrekt angeben. Ich wohne ja, wenn es keinen wirklich triftigen Grund wie etwa eine Bestellung gibt, grundsätzlich in der Nur-nicht-so-neugierig-Straße 88 in 12345 Gehtsienixan und bin unter 0900666666 telefonisch erreichbar. Natürlich jeweils nur, wenn ohne diese Eingaben irgendein pseudoschlauer Form-Validator rumbockt. Aber den meisten Leuten mußt Du nun mal nur ein „Sie MÜSSEN das hier angeben!!!!1!11“ hinknallen, und schon parieren sie. Und ich frage mich bisweilen, ob solche das dann nicht besser verdienen, und das nicht etwa rhetorisch sondern ernstlich. Will sagen: Die (speziell deutsche) Folgsamkeit galt (gilt?) ja immerhin als „Tugend“. Womöglich ist das einfach auf immerdar genetisch versaut… und vielleicht muß man erst ein bißchen Scheiße erlebt haben, um ein gesundes Grundmißtrauen zu entwickeln.

     
  23. opalkatze

    26. Mai 2010 at 08:45

    @Flo
    Liegt wohl daran, daß meine Generation im Allgemeinen noch nicht so selbstverständlich im Netz unterwegs ist wie ihr junges Gemüse :D, siehe auch Anwort von

    @David –
    so isses. Leider.

     
  24. vasistas?

    26. Mai 2010 at 12:20

    @flo @opalkatze
    Ich kenne leider auch Leute, die so um die 20 sind und überhaupt keine Ahnung haben … erst diese Woche musste ich jmd erklären, dass man (windows-betriebssystem natürlich) besser mal den Antivirus updaten und scannen lassen sollte… von Zeit zu Zeit… ich denke nicht, dass das mit dem Alter zu tun hat, sondern eher mit kulturellen Kreisen.

     
  25. opalkatze

    26. Mai 2010 at 12:40

    @vasistas
    Ja, die gibt es sicher, aber in deren Bekanntenkreis ist die Chance doch relativ groß, daß jemand sie aufmerksam macht – schon allein wegen der schieren Anzahl der vorhandenen Gadgets.

     
  26. Usul

    26. Mai 2010 at 18:05

    > Immerhin haben mit einer Ausnahme alle ein Passwort
    > für den Rechnerzugang.

    So ein Passwort ist auch relativ witzlos, wenn es nicht mit einer Verschlüsselung der Daten auf der Festplatte einhergeht. Dient allenfalls dazu, den Junior die Benutzung des Rechners zu erschweren oder (falschen?) Freunden bzw. Besuchern zu verleiden, „mal eben schnell“ ungefragt was zu tun in einem unbeobachteten Moment. Aber wenn jemand etwas Ahnung und zeitlich unbeschränkten physikalischen Zugang zur Hardware hat (Diebstahl, Nachwuchs/Partner allein zu Haus), dann ist so ein Passwort absolut kein Hindernis. Eigentlich sogar im Gegenteil, so ein Login-Passwort suggeriert eine Sicherheit, die garantiert nicht so groß ist, wie mancher sich einbildet.

     
  27. Guppy

    26. Mai 2010 at 21:48

    Also ich hätte gernein paar Fragen zum Text gestellt, weil im Grunde nur geschrieben steht, wie es ist, nicht aber wie es sein sollte (und warum). Ich halte mich zwar für sicherheitsbewusst, aber teilweise kann ich den Ausführungen hier nicht folgen.

    -Da wäre z.B. der Virenkiller. Ich selbst verwende keinen, weil ich der Meinung bin, dass ich weiß, was ich im Netz mache und wo ich meine Dateien hernehme, bzw. Autorun, Javascript und Windowsdienste standardmäßig abgeschalten haben und regelmäßige Sicherheitsupdates ausführe. Die Frage die sich hier für mich alo stellt, ist ob ein Virenkiller tatsächlich noch immer notwendig ist oder vielleicht nur ein zusätzliches Einfallstor bietet. Aber wenn ich einen hätte, dann wäre das sicherlich auch der AV. Ist das schlimm?

    -Zum Windowspasswort: Soweit ich weiß ist auch ein „sicheres“ Passwort (zumindest bei XP) nicht wirklich sinnvoll, da wohl das Passwort nach dem 7. Zeichen abgeschnitten und nicht gesaltet wird. Rainbowtables sind für den Standardzeichensatz im Netz verfügbar, hier mag das eine oder andere Sonderzeichen vielleicht tatsächlich ein wenig Schutz bieten. Wie auch immer, ich betrachte das Passwort eher als internetseitigen Schutz, damit auf Systemresourcen nicht ohne weiteres Zugegriffen werden kann – also kann im Grunde das Passwort auch irgendwo auf einem Zettel stehen. Um den physikalischen Zugriff zu unterbinden, müsste man tatsächlich die ganze Festplatte verschlüsseln; hier bin ich mir nicht sicher, ob sich der Aufwand lohnt.

    -Den Satz verstehe ich nicht so richtig: ‘das liegt ja zu Hause auf meinem Computer, da kommt doch keiner ‘ran’. Heißt das, dass die Communitynutzer glauben ihre bei Facebook gespeicherten Daten befänden sich auf ihrer Festplatte? Oder geht es allgemein um auf dem Rechner gespeicherte Bilder? Wenn ja, besteht dann ein Sicherheitsrisiko?

    Besten Dank und liebe Grüße

     
  28. opalkatze

    27. Mai 2010 at 01:54

    @Usul, @Guppy
    Bei der Frage ging es auch – wie bei der ganzen Miniumfrage – mehr darum, festzustellen, was Menschen überhaupt über Datenschutz wissen und selbst dafür tun (oder zu tun meinen). Wenn Ihr in der Sidebar-Wolke nach How to sucht, findet Ihr Konkreteres und viele Links.

    @Guppy
    Ich würd nicht darauf verzichten, weil ich ziemlich paranoid bin, aber vor allem nicht so diszipliniert, daß ich nie spontan etwas anklicke. Bei mir laufen im Moment Avira & ein weiterer Scanner, und alle drei bis fünf Tage lasse ich die .dlls und auf Spyware noch mal gesondert prüfen. Die mails werden von Thunderbirds eigenem Programm geprüft,

    Das Windows-Passwort habe ich auch nur, damit nicht jeder an den Rechner kann, wenn ich mal im Garten bin; es enthält Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Zeichen. Um den Rechner wirklich effizient vor Zugriffen zu schützen, würde ich mich beim CCC (rechts in den Links) schlau machen. Unter ‚Ostereiersuche mit Google‚ steht ein Link zu einem kostenlosen kleinen eMail-Kurs zur Datensicherheit, der ist gut durchdacht und baut in mehreren Teilen aufeinander auf. Wenn man ihn gemacht hat, ist man danach sehr gut geschützt und weiß ganz gut Bescheid, was wo warum passiert.

    Ja, das meinten die Befragten tatsächlich, weil ‚virtuell‘ die Vorstellungskraft der meisten Leute übersteigt. (Ich weiß auch nicht, warum sich Menschen unbedingt vorstellen wollen, wie das geht. Telefonieren tun sie ja auch so. Hm.) Bilder würde ich, wenn sie privat bleiben sollen, weder Facebook noch Picasa anvertrauen, weil Du nie weißt, welche Programme von außen über diese ‚Gateways‘ darauf zugreifen können. Bilder würde ich auf jeden Fall verschlüsseln, ebenso sensible Dateien. Die ganze Platte nur, wenn’s überwiegend sehr wichtige Daten sind (aber die habe ich sowieso auf einem anderen Rechner, der nicht am Netz hängt).

    Bestimmt hab ich die Hälfte vergessen, weil ich furchtbar müde bin. Ich guck morgen noch mal.

     
 
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