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Ein bißchen Geschichte

05 Aug

Ich wollte etwas über die zunehmende Datensammelwut und den sichtbaren Rückbau der Demokratie schreiben. Während des Schreibens hat sich der Text verselbständigt, und ich habe ihn gelassen – was natürlich nicht passieren darf. Statt ihn zu kürzen und neu zu gestalten, lasse ich ihn stehen, denn so ist ein kleiner Geschichtsabriss daraus geworden, der die Jüngeren vielleicht interessiert.

I. Nach dem Krieg

Als Kinder bekamen wir ständig das Mantra der Kriegsgeneration zu hören: seid dankbar, daß ihr was zu essen habt; seid froh, daß ihr nicht im Freien schlafen müßt; euch soll es mal besser gehen als uns. Millionen traumatisierter Deutscher haben ihre Kinder unter diesen Prämissen erzogen. Kritisches Denken und Konfliktfähigkeit mußten wir selbst lernen. Davon abgesehen waren die meisten Eltern mit Vergessen, Wiederaufbau und, etwas später, mit dem Wirtschaftswunder beschäftigt.

Solche Beschäftigungen bringen es mit sich, daß der Blick erst nach Befriedigung der eigenen Bedürfnisse auf die allgemeinen Verhältnisse fällt. Die ersten Adenauer-Jahre verliefen in einem obrigkeitshörigen und stickigen Klima, die Polizei war Freund und Helfer, und das Deutschlandbild der Anderen war nach wie vor ein Feindbild.

Worte wie Anständigkeit, Disziplin, Moral, Kameradschaft hatten merkwürdige unterschwellige Doppelbedeutungen, die so schnell nicht aus den Köpfen verschwanden. Mit der freien Meinungsäußerung haperte es nach zwölf Jahren Vorturnen und Gedankenkontrolle. Gewerkschaften, die Stimme des kleinen Mannes, gründeten sich bereits 1949 wieder, blieben aber vorerst ohne Einfluß.

Man handelte und verhielt sich nach den Regeln der Höflichkeit; Auseinandersetzungen, selbst verbaler Art, hatten nicht vorzukommen: das tut man nicht. Der Klügere gibt nach. Der freundliche Polizist, der Bürgermeister, Arzt, Apotheker und Pfarrer waren ebensolche Autoritäten, wie sie es vor dem Krieg gewesen waren, so etwas stellte man nicht in Frage. Manchmal munkelten die Erwachsenen hinter vorgehaltener Hand über frühere Parteimitgliedschaften. Kriegte man einmal etwas mit, etwa durch Nennung eines bekannten Namens, hieß es nur, das ist nichts für dich. Geh schön spielen.

Freud hatte außerhalb von Fachkreisen nie stattgefunden. Verdrängung war ein Wort, das man nur im Zusammenhang mit Schiffen kannte.

1949 wurde, im selben Jahr wie die Bundesrepublik, der Europarat gegründet. 1950 begann der Koreakrieg, der entscheidend sowohl für die Spaltung der Welt in zwei Blöcke, als auch für die eigentlich nicht – zumindest nicht so bald – vorgesehene Wiederbewaffnung der BRD werden sollte.

In diesem Umfeld erregte das Eingehen Adenauers auf die Initiative Robert Schumans, die zur Bildung erst der Montanunion, und in der Konsequenz zum Aufbau der Europäischen Gemeinschaft führte, vergleichsweise mehr Aufsehen als die faktische Teilung Deutschlands 1949, die den Kalten Krieg in Deutschland fassbar machte, oder die Gründung der NATO im selben Jahr.

Viele waren noch nicht bereit, einen Gedankenaustausch mit dem französischen Erbfeind zu beginnen, geschweige, wirtschaftliche Interessen mit ihm zu teilen. Die bereits damals von Schuman ausgehende Anregung zur Bildung der Europäischen Gemeinschaft (EG) kam zu früh und bedingte 1952 seinen Rücktritt. Noch konnten sich nicht alle europäischen Staaten ein Bündnis mit Deutschland, das den Krieg begonnen hatte, vorstellen. Erst 1957 begründeten die Römischen Verträge die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG mit EURATOM und EGKS), zustande gekommen auch unter der zunehmenden Furcht vor dem Einfluß der Sowjetunion.

Allgemeine Angst vor ‚dem Russen‘, Ereignisse wie die blutige Niederschlagung der Volksaufstände 1953 in der DDR und 1956 in Ungarn durch sowjetische Truppen, aber auch der beängstigende technische Vorsprung durch den Start des Sputnik-Satelliten Ende 1957 boten dem vehementen Antikommunismus ebenso eine Grundlage wie die aus den USA herüber schwappende Hysterie der McCarthy-Ära. Das Feindbild war hinlänglich bekannt, gewissermaßen in Jahrzehnten antrainiert.

1956 gründete die Bundesrepublik nach kontroverser Debatte über die Wiederbewaffnung im Rahmen des NATO-Beitritts (1955) die Bundeswehr. Damit bildeten sich auch erste Vorläufer der Friedensbewegung (Ohne mich!, Nie wieder Krieg!), die sich während des Vietnamkriegs festigte und ihren größten Zulauf in den 1980er Jahren hatte, zusammen mit den Bürgerbewegungen der Ostermarschierer und den Friedensbündnissen auf Europa-Ebene.

Im Sommer 1961 ereignete sich mit der anscheinend endgültigen innerdeutschen Spaltung durch den Mauerbau etwas, das die Menschen aus ihren Wirtschaftswunder-Blütenträumen aufweckte. Viele Familien waren direkt betroffen, konnten ihre Angehörigen nicht mehr besuchen, und Briefe, Päckchen und Telefonate wurden unter Kuratel gestellt. Auf der anderen Seite stand der ungesetzliche Grenzübertritt unter Schießbefehl und Republikflucht wurde drakonisch bestraft, sofern man mit dem Leben davonkam.

1962 eskalierte der Kalte Krieg; es kam zur Kubakrise, die stündlich den Ausbruch eines Atomkriegs erwarten ließ.

Das Weltbild war einfach: Hier die USA, unsere Verbündeten und Freunde seit Kriegsende; dort die Sowjetunion, von der man ebenfalls genau wußte, was davon zu halten war. Irgendwo im Hintergrund die gelbe Gefahr, ‚der Chinese‘, dem man gleichermaßen zutraute, mit Russland fertig zu werden, wie auch die Weltherrschaft an sich zu reißen. Gespräche drehten sich um Raumfahrt, Autos, Einbauküchen oder Ferienreisen. Unsere Soraya war zwar nicht mehr Kaiserin von Persien, aber Kennedy US-Präsident, ein netter, großer Junge mit einer eleganten Frau.

Eine überschaubare Welt; ein Weltbild, in dem Graustufen weitgehend fehlen.

II. Befindlichkeiten

Moral und Anstand werden nach wie vor von der Kirche definiert. Es gibt den sogenannten Kuppeleiparagraphen §180, der erst 1973 gestrichen wird, und der Hauswirtinnen zu Sittenwächtern macht. Über Sexualität wird mit Kindern nur ausnahmsweise unter Zuhilfenahme von Bienen und Blumen gesprochen, in der Ehe lieber gar nicht. Außerhalb der Ehe hat sie nicht vorzukommen.

Als Folge des Wirtschaftswunders sind mittlerweile viele Frauen berufstätig, wenn auch beinahe ausschließlich in untergeordneter Stellung. Dazu ist laut Gesetz noch bis 1977 die Erlaubnis des Ehemanns notwendig, wenn er auch nicht mehr, wie bis 1958, das Arbeitsverhältnis seiner Frau fristlos kündigen darf. Ein Konto darf sie ohne seine Einwilligung dennoch nicht eröffnen.

Die Ehe gilt als das erstrebenswerte Lebensziel für jede Frau. Darauf wird sie auf Frauenfachschulen, in Tanzkursen, Mannequinschulen und Ehe-Seminaren gründlich vorbereitet. Statt einer fundierten Ausbildung bekommen viele Mädchen neben diesen Pseudo-Ausbildungen eine Aussteuer. Auch verwitwete Frauen heiraten häufig wieder, um der gegenseitigen Überwachung aus dem Weg zu gehen, die in Form von Gerede eine der moralischen Instanzen der jungen Republik darstellt.

Deutschland ist zerbombt, und durch den Zuzug aus dem Osten wird der Mangel an Wohnraum noch drängender. In Folge ist das erste Heim vieler junger Eheleute ein Zimmer bei Muttern oder eine möblierte Einraumwohnung mit Waschbecken und Kochnische; es wird nicht nur der Nierentisch erfunden, sondern auch die Schlafcouch und der Zweiplattenkocher. Immer noch gibt es das berüchtigte Klo auf halber Treppe, das sich mehrere Mietparteien teilen. Ein eigenes Bad gilt vorerst als unerreichbarer Luxus. Annähernd so begehrt ist ein Gemeinschaftsbad, man ist aber bereits glücklich, wenn man fließend warmes Wasser hat. Die Baubranche boomt.

Endlich aber gibt es wieder genug zu essen, sogar eine Überproduktion, und der Butterberg beginnt zu wachsen. Man beginnt wieder, Wert auf sein Äußeres zu legen, erfüllt sich den einen oder anderen kleinen Wunsch. Die ersten Versandhäuser sind bereits aktiv; in Deutschland etabliert sich wieder eine Modeindustrie.

Fernseher sind sehr teuer, es ist daher durchaus üblich, sich beispielsweise Sportübertragungen in Gruppen vor dem Schaufenster eines Rundfunk- und Fernsehhändlers anzusehen. Gehört man zu den Glücklichen, die Nachbarn mit einem Fernsehgerät haben, verabredet man sich, um, meist am Wochende, bei Häppchen und Getränken das noch kurze Programm gemeinsam zu genießen. Zu den Höhepunkten der späten 1950er und 1960er Fernsehjahre zählen große Samstagabendshows und die alljährliche Sylvester-Übertragung aus einem der großen politischen Kabaretts. Auf diesen Bühnen wird recht scharf geschossen; Minister und Industrielle im Publikum machen bei den live übertragenen Programmen gute Miene zum ironischen Spiel.

Urlaubsträume richten sich auf Italien, Reisebüros schießen wie Pilze aus dem Boden. Man fährt überwiegend mit dem Bus über die Alpen und wohnt in einfachen Pensionen. Manche können sich bereits ein kleines Auto leisten und übernachten im Zelt; langsam kommen auch Wohnwagen in Mode.
Am Wochenende tanzt man Foxtrott oder besucht eine Milchbar. Wer Geld hat, geht zum Tanztee oder in eine schicke Bar.

III. Einschnitt

Die mit dem Rock ’n‘ Roll beginnende Jugendkultur legt zunehmend die unterschiedlichen Sichtweisen und Konflikte zwischen Jungen und Älteren offen. Es beginnt mit Bill Haley, dann folgen BRAVO, Elvis Presley und schließlich 1963 die Beatles. Die Älteren sind ebenso fassungs- wie hilflos. Die Jungen wollen raus aus dem steif-bürgerlichen Mief mit akkurat gestutzter Rasenkante und Wolkenstores.

Da die Wiederverheiratung nach einer ersten geschiedenen Ehe (Scheidungen erfolgen bis 1976 nach dem Schuldprinzip) den Verzicht auf jegliche staatliche Versorgung bedeutet, beginnen Paare, in sogenannter Wilder Ehe miteinander zu leben, um die Ansprüche wenigstens eines Partners aufrecht zu erhalten.
1960 wird die Pille entwickelt, sie wird allerdings in Deutschland zunächst nur nachweislich verheirateten Frauen verschrieben. Moderner denkende Mediziner behalten sich jedoch vor, sie auch bei ‚Menstruationsbeschwerden‘ zu verordnen. Die Empörung innerhalb der katholischen Kirche ist groß, sieht sie doch ebenso eine Sünde darin wie in der Wilden Ehe, und den Verfall der bürgerlichen Gesellschaft als nunmehr endgültig gekommen.

1959 findet die kubanische Revolution statt, durch die Invasion in der Schweinebucht durch US-Streitkräfte und Exilkubaner 1961 wird sie endgültig konsolidiert. 1962 bringt die Spiegel-Affäre Pressefreiheit und Demokratie in ernste Gefahr und Deutschland an den Rand einer existentiellen Krise.

An den Universitäten und unter jungen gebildeten Erwachsenen beginnt man, sich Fragen über den nun 20 Jahre vergangenen Krieg zu stellen. Jüngere interessiert vor allem die Rolle der eigenen Elterngeneration.
Anläßlich der Ereignisse in der Welt wie in Deutschland sieht man die Demokratie gefährdet und hinterfragt Traditionen, Werte und Institutionen. Die Frage erhebt sich, was man anders, besser machen könne. Die logische Antwort auf das autoritäre, christkatholische deutsche Milieu scheint auf jeden Fall links von gehabt zu liegen. Die Parole der Stunde lautet Basisdemokratie.

1967 gibt es eine Protestwelle wegen der dringend notwendigen Hochschulreformen und gegen den Vietnamkrieg. Bei einem Berlin-Besuch des persischen Schahs wird der Student Benno Ohnesorg erschossen – wie sich 2009 herausstellt, von einem IM der Stasi.

Nach und nach wird bekannt, daß viele Ämter mit ehemaligen Amtsträgern oder Parteimitgliedern aus dem Dritten Reich besetzt wurden. 1968 bildet sich, zunächst von Frankreich ausgehend, die Studentenbewegung. Beate Klarsfeld ohrfeigt den damaligen Bundeskanzler Kiesinger wegen seiner NS-Parteizugehörigkeit.

In Berlin kommt es im April 1968 zu einem Attentat auf den politisch prominenten Studenten Rudi Dutschke, der lebensgefährlich verletzt wird. Am 30. Mai werden gegen großen Widerstand die sogenannten Notstandsgesetze verabschiedet.
Im August rollen Panzer des Warschauer Pakts in Prag ein, der kurze Prager Frühling wird blutig beendet.
Innerhalb der Europäischen Gemeinschaft tritt die Zollunion in Kraft.

In der Frauenbewegung trifft sich eine neue politisch aktive Gruppe, die vor allem die traditionell minimalen Rechte für Frauen nicht akzeptiert und Frauen eine Stimme in der Gesellschaft gibt. Dazu kommt 1971 der Kampf gegen den Abtreibungsparaphen §218 und für mehr Selbstbestimmung.

Der erste Mensch betritt den Mond.

Konflikte zwischen Kriegs- und Nachkriegs-Generation, die Veränderung überkommener Rollenbilder und neue politische Bewegungen führen schließlich 1969 zum Ende der Adenauer-Zeit. Die SPD gewinnt mit über 40% die Bundestagswahlen und regiert gemeinsam mit der FDP.

Noch ist nicht absehbar, ob die vielfältigen neuen Diskussionsformen und -foren tatsächlich eine Öffnung der Gesellschaft zur Folge haben werden. Innerhalb der EU bewegt man sich deutlich in Richtung Erleichterungen und mehr Freiheit, Reglementierung ist kaum spürbar. Die Errungenschaften des Gemeinsamen Marktes werden gelobt und ansonsten wenig zur Kenntnis genommen.

So geht es demnächst irgendwann weiter:
Die deutsche Politik der 1969 bis 1976 ist von Verständigung innerhalb Europas, Annäherung an den Osten und Gewaltverzicht sowie von dem Bemühen um soziale Gerechtigkeit geprägt. Mit der Einführung von Computern wird auch die Rasterfahndung erfunden, und die ersten Daten-Kontrollversuche nehmen Gestalt an.

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4 Kommentare

Verfasst von - 5. August 2010 in Europa, Frauen, Kultur, Leben, Menschen, Politik, Welt

 

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4 Antworten zu “Ein bißchen Geschichte

  1. Altgruftipunk

    5. August 2010 at 22:13

    Habe dieses „bißchen Geschichte“ von oben bis ganz nach unten gelesen und mich dabei kein Stück gelangweilt. Und das trotz einer mitunter peinlichen Resistenz gegen die Erweiterung (oder auch nur Generierung *hüstel*) meiner Kenntnisse über die Umtriebe und Beweggründe unserer näheren Vorfahren. Nur ein paar Pausen gebe ich zu, immerhin habe ich heute bereits acht Stunden an der Flanke eines edelstählernen Kubus‘ zugebracht, den es mit immer wieder neu sich erhebenden Bergen von Geschirr zu füttern galt.

    Womöglich war den Dämpfen dieser Spülmaschine ein belebendes Mittel beigemischt – Rache des Chefs, bei dem ich mich gestern über die Höhe besagter Berge beschwert habe. Mann, war ich fit heute, richtig unheimlich – und danach noch einen so langen Geschichtsabriss gelesen, mit Spaß dabei! Kann nur mit Drogen zu tun haben. (Wie heißt das Zeug?)

    Oder aber opalkatze hat (aus meiner Sicht) einen geschichtlichen Abriss spannend hinbekommen. Dabei reiht sie doch bloß Zahlen und Fakten auf wie alle anderen auch, kreuzt unbekümmert gegen die Chronologie und … weiß was, hat was gesehen, hat ein Händchen dafür, es zu vermitteln.

    Nä, das soll kein Geschmeichel sein, das ist nicht meine Art. (opalkatze weiß das, aber andere Leser womöglich nicht.) Ich bin nur hin und weg und fast ein wenig begeistert, und vielleicht ist es ja doch die Droge, wie auch immer sie heißen mag. Denn: Auch ich habe „was gesehen“, wenn auch wenig davon kapiert oder auch nur bemerkt, dass es da etwas zu begreifen geben könnte. Aufbereitet und in den größeren Zusammenhang gesetzt wie hier, leuchten die eigenen (latenten) Wissensinseln im Widerschein auf und frappieren durch ihre bloße Existenz.

    Bevor mich der ungezähmte Schwung meiner Schreibe über den Horizont katapultiert (Drogen …!), sei noch ein Nebeneffekt erwähnt: Zu viel Spülerei hat mir eine Kurzgeschichte verhauen, für einen Wettbewerb habe ich „Das Spülmädchen“ in Zeitnot zu Tode gekürzt, statt zu verzichten und die Story rund zu machen. Die Kleine spült mit Pril Anfang der 60er (erstmals flüssig statt Pulver!), und opalkatze hat hier ein wenig von der Stimmung dieser Zeit entstehen lassen. So sollte das auch in der Geschichte sein, und es juckt mich in den Fingern, das kleine Werk zu retten. opalkatze, meine Muse … ;)

     
  2. opalkatze

    6. August 2010 at 00:52

    @leo
    #hach – ! das ging runter wie öööl.

     
  3. bolesblog

    6. August 2010 at 19:02

    Den Meta-Text zur Genese von Datensammeltext zum Geschichtsabriss würd ich gern mal lesen…

    Ansonsten hab auch ich den Text gern gelesen und auch nicht viel zu meckern, das will was heissen, da ich in meiner Hauptbeschäftigung korinthenkackerischer Historiker bin (meine Arbeitsbekleidung ist ein T-Shirt mit dem Aufdruck: Ich bin kein Klugscheisser, ich weiss es wirklich besser!)…

    Aber im Ernst: Ich finde den teilweise durchschimmernden lakonischen (oder wie auch immer man das am besten nennt) Ton gut, die Distanz, den Abstand, der aber anders ist als pure Sachlichkeit, irgendwie. Das „Wir“ vom Anfang verliert sich leider ein wenig im Laufe des Textes.

    Und ja: Obwohl Kurras IM war, denke ich, es sollte erwähnt werden, dass er als Westberliner Polizeibeamter handelte. Und ja: Es stört mich ein wenig, so oft Deutschland zu lesen, wenn der westliche Teilstaat gemeint ist. Und EU hieß mal zu dem betreffenden Zeitpunkt EG, aber hey: Sei es drum! Das soll ja kein Lehrbuchtext sein, wie gesagt, ich hab ihn gern gelesen, wie so vieles hier.

     
  4. opalkatze

    6. August 2010 at 22:35

    @BoleB
    In dem Fall war das wohl ehe eine Art Nemesis ,)

    Oh, dann werd ich mich künftig sehr in Acht nehmen; ich neige zu Flüchtigkeitsfehlern, wie Du siehst – ‚EU‘ ist eben geläufiger. Da ich jetzt aber weiß, was Du machst – sehr unvorsichtig von Dir – gebe ich Dir einfach den nächsten Teil zur Korrektur.

    Schreiben kann ich nur über Dinge, die ich kenne. Ich kannte nur mein Deutschland, hatte keinerlei Berührung mit dem anderen; das kam erst viel später. Erst recht: danke für Deine netten Komplimente.

     
 
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