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Der Kongress bloggt

21 Jan

Ein Artikel beim Spiegelfechter hat mich auf eine Veranstaltung aufmerksam gemacht.

Wenn Blogger sich auf Kongressen und Konferenzen treffen, geht es meist um technische Fragen, soziale Netzwerke und vor allem darum, wie man mit Blogs Geld machen kann. Politische Blogger und die Leser politischer Blogs interessieren sich für solche Themen erfahrungsgemäß eher peripher. Dass es auch anders gehen kann, wollen das Künstler- und Netzaktivistenpaar Jürgen und Ulrike Beck zeigen. Vom 11. bis 13. Februar 2011 veranstalten sie den 1. Kölner Blogger-Kongress unter dem selbstironischen Motto “(Re)Evolution – Der Kongress bloggt!“.

Spiegelfechter

Na ja, daß sich politische Blogger nicht für Technik, soziale Netzwerke oder Geld interessieren, ist eine etwas verwegene Annahme. Ansonsten fand ich den Hinweis auf ein Bloggertreffen interessant, und Köln ist auch nicht so schrecklich weit weg. Dann habe ich die Teilnehmerliste gesehen. Und bin hintenüber gefallen.

Und warum sind da keine Frauen? Waren die nicht interessiert oder wurden nicht eingeladen? Ich kann mir nicht mal vorstellen, was man alles falsch machen muß, um die Präsenz von Frauen heute noch so konsequent zu verhindern. Wie schafft man das?

Wanda Lismus beim binsenbrenner

Genauer kann man es nicht beschreiben. Wohlgemerkt, das Treffen wird von einem Ehepaar veranstaltet, das sich als Netzaktivisten bezeichnet – darunter verstehe ich Menschen, die sich im Netz auskennen und irgendwann feststellen konnten, daß dort mindestens zwei Geschlechter vorkommen. Es gibt tatsächlich – auch politische – Bloggerinnen: richtige lebendige Frauen, ihr Lieben! Tanzt schön auf eurem Kongress, in dem starken Bewusstsein, euch viele neue Freunde und vor allem Freundinnen gemacht zu haben.

 
72 Kommentare

Verfasst von - 21. Januar 2011 in Blogs, Frauen, Web 2.0

 

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72 Antworten zu “Der Kongress bloggt

  1. Piratenweib

    26. Januar 2011 at 17:36

    @Brian
    Das habe ich mich auch gefragt. Was bitte ist daran links oder wenigstens neu?

     
  2. Anne Roth

    26. Januar 2011 at 17:53

    @ Brian

    Wer sind denn „Die drei bekannten „Neue Linke“-Blogs“ ? (Und was ist ’neue Linke‘?)

     
  3. opalkatze

    26. Januar 2011 at 19:43

    @Brian
    Das wüsste ich auch gern. Den Begriff habe ich bisher in diesem Zusammenhang noch nicht gehört.

    Ist etwa das hier gemeint?

     
  4. Brian

    26. Januar 2011 at 19:53

    kurzantwort an Sie beide

    „Spiegelfechter“ und „Binsenbrenner“ – Jens Berger
    „ad sinistram“ – Roberto J. de Lapuente

     
  5. VonFernSeher

    26. Januar 2011 at 20:00

    @Brian

    Der Spiegelfechter ist ein Teil der „neuen Linken“?

    Für Binsenbrenner ist Frank Benedikt verantwortlich, Jens Berger war (und wird vielleicht wieder sein, wer weiß) Gastautor.

     
  6. Anne Roth

    26. Januar 2011 at 20:24

    Das beantwortet aber nicht meine Frage danach, was das ist, die ’neue Linke‘. Daran schließen noch die Fragen an, wer definiert hat, was das ist und wer dazu gehört. Und wer noch. Und warum ausgerechnet die drei die ‚drei bekannten‘ davon sind?

     
  7. opalkatze

    26. Januar 2011 at 20:40

    Schliesse mich Annes Fragen an.

     
  8. Isi

    26. Januar 2011 at 20:40

    @all, bzgl: „Neue Linke“

    Diese Formulierung bezieht sich auf ein Posting von Frank Benedikt, hier am 25. Januar 2011 um 04:18 eingestellt. In diesem Posting erklärt er u. a. Folgendes:

    „Die „Neue Linke“ besteht nicht nur aus Männern, sondern in etwa zu gleichem Teil aus Frauen. Selbstdarsteller und Spinner sind aber nicht willkommen.“

     
  9. opalkatze

    26. Januar 2011 at 20:55

    @Isi
    Ja, das beantwortet aber die Frage nicht, worum es sich dabei handelt. Und die Frage, warum gerade diese drei Blogs ‚die bekannten‘ sind, auch nicht.

     
  10. (,,,)---=^.^=---(,,,)

    26. Januar 2011 at 21:17

    Beim Titel „(Re)Evolution“ ist mir spontan das eingefallen: http://blogbox.ch/2010/08/21/re-evolution/

    Ansonsten mal ’ne Frage an Euch:
    Hat schon einmal jemand daran gedacht, man könne ja die Veranstalter auf den offensichtlichen Mißstand hinweisen?

    Ich denke nämlich nicht, daß Absicht oder die hier mehr oder weniger unterstellte Dummheit/Ignoranz/o.ä. dahinter steckt.

     
  11. opalkatze

    26. Januar 2011 at 21:25

    @Dietmar
    Das ist passiert, so viel ich weiß, da war es aber wohl schon zu spät.

     
  12. Isi

    26. Januar 2011 at 22:38

    Tja, was oder wen der liebe Frank damit meint, weiß ich auch nicht so genau, aber der Verdacht liegt nahe, dass er sich und seine Freunde dazu zählt. Ich gehe darum ebenfalls davon aus, dass er, sein „Cheffe“ Jens Berger und Roberto J. De Lapuente mindestens wichtiger Teil dieser geheimnisvollen „neuen Linke“ ist. Wen er und warum noch dabei habe möchte, dazu mache ich mir bisher noch keine Gedanken. Ich bin ja sowieso schon ausgeschlossen…*seufz*

     
  13. Brian

    27. Januar 2011 at 10:24

    Hallo Opalkatze u.a.,

    nachdem ich jetzt diese brilliante aufklärende und unterhaltsame Isi-Glosse http://isis-welt.blog.de/2011/01/27/neue-linke-10438702/ zum Frank Benedikt oben (25. Jan. 2011 – 04:19) las, kann ich dem neu-„linken“ BetabloggerKongress der Herren Berger, Lapuente und Benedikt nur noch viel kölschkarnevaliste Freu(n)de wünschen …

     
  14. Ritinardo

    27. Januar 2011 at 14:11

    Haha, großes Kino. Mir fallen dazu zwei Dinge ein:
    1. The revokution will not be televised und
    2. Da bestätigen sich mal wieder eine handvoll minderbegabte Schreiberlinge gegenseitig wie wichtig und toll sie sind. Tausend Fliegen können ja nicht irren.

    Wenn sich einer schon „Kaiserbubu“ nennt und ne Myspace-Homepage hat, dann weiß ich schon welche Qualität ein Kongress hat, den er organisiert. „Krise muss nicht traurig sein“. Aua, „Der Kongress bloggt“ – Mit der Assoziation zum „Der Kongress tanzt“ will man sicher auf die Schwerfälligkeit der Autoren hinweisen? http://www.preussen-chronik.de/ereignis_jsp/key=chronologie_005140.html

    Vor 3-4 Jahren waren solche Kongresse noch spannend, weil da auch Leute waren, die nicht primär das Licht der Öffentlichkeit suchten, sondern dazulernen wollten und ihr Wissen teilen. Die Garde die da antritt sind aber alles nur Nachmacher – und dazu auch nur Männer – die werden sich da alle gegenseitig auf die Schulter klopfen und ne Menge Langeweile verbreiten.Hinterher wird jeder sich bemüßigt die Organisation zu loben, zu sagen wie toll es war – zum einen toll bekannte Gesichter wiedergesehen zu haben und neue Kennegelernt zu haben. und dass ma sich schon aufs nächste mal freuen wird. Das tendiert dann immer mehr zum Kaffeekränzchen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Man schwimmt in diesen Kreisen nicht gegen den Strom.

     
  15. opalkatze

    27. Januar 2011 at 15:49

    Ach @Isi,
    ich habe weder Zeit noch Lust, mich mit diesem Knatsch auseinanderzusetzen. Neben dem Blögchen mache ich gerade ein Fernstudium und bin damit vollkommen ausgelastet. Ich habe den nicht vorhandenen Frauenanteil angemeckert, weil mich das ziemlich aufgeregt hat, und habe nicht die Absicht, mich jetzt in irgendwelche flame- oder sonstige wars einzulesen. Das ist einfach nicht mein Spielfeld.

     
  16. Isi

    27. Januar 2011 at 16:06

    Vera, auch du hattest gefragt, was die „neue Linke“ sein soll. Die Texte in den Verlinkungen enthalten die Antwort: Die „neue Linke“ ist Teil Querfrontstrategie der „Neuen Rechten“ aus dem Duenstkreis rund um die deutschnationale „Volksgewerkschaft“ und die von mir so genannte geschichtsrevistionistische, deutschtümeldende „AmSel“-Front. Der Benediktsche Solidaritätsaufruf dient der Infiltration linker Zusammenhänge und der Instrumentalisierung. Vor diesem Hintergrund erklärt sich aber auch der Benediktsche Bekenntniszwang und die private Erzähllust des lieben Franks sowie auch seine anschließende Klage, dass ich so nichts Privates erzählen wollte. Und in der Tat war das Thema „Querfront“ das erste Thema zwischen Frank und mir: Wir hatten da unterschiedliche Ansichten, wer dazu zu rechnen sei und warum. Er wollte zu diesem Thema einen Artikel schreiben, hat das aber bis heute nicht getan. Dafür mache ich das dann jetzt, ausführlich und im Detail.

     
  17. opalkatze

    27. Januar 2011 at 16:23

    @Isi
    Ja, den werde ich dann als Zusammenfassung betrachten und gern lesen.

     
  18. georgi

    27. Januar 2011 at 16:45

    Nun ja, die liebe Isi und ihre Gefolgschaft, bestehend aus Piratenweib, Brian und lila luder drehen wieder mal durch. Es mag ja sein, daß der Bloggerkongress in verschiedener Hinsicht kritikwürdig ist. Ich glaube aber nicht, daß Frank Benedikt und sein Freundeskreis diesen Haß verdient hat, der hier präsentiert wird.

    Zitat Isi:

    Wahrscheinlich werde ich irgendwann gelyncht. Wahrscheinlich ist es auch alles andere als klug, ständig auf den gleichen Leuten rumzuhacken. Wahrscheinlich werde ich einsam und allein, von allen verlassen, eingesperrt und ignoriert, bei Trockenbrot und stinkendem gelben Wasser in einem dunkeln Verlies sterben.

    Das befürchtet jemand, der das neue Mediengesetz in Ungarn verharmlost, politsche Zensur fordert und auch sonst wenig von liberalen, demokratischen und rechtsstaatlichen Mindeststandards hält, jedoch von der Machtergreifung durch den Bloggerkongress und der darauffolgenden Abschaffung der Demokratie phantasiert, etwa hier in der Inkarnation „Wanda Lismus“:

    Politisch interessant ist das Phänomen solcher rein männlichen Debatten (und worüber auch immer) in stürmischen Zeiten allemal, denn es ist ja nicht neu, dass gerade in sozialen Notlagen die Sicherung männlicher Herrschaft bestimmten Männern ein drängendes Anliegen ist. Allerdings ist eben darum der Kongress ansich, und zwar so wie er ausgeschrieben ist, politisch interessanter als die Teilnahme. Wann macht sich schon mal eine Schar vom System (und den Frauen) gebeutelter Männer auf den Weg, erhebt sich selbst zur “politischen Blogosphäre” und schickt sich an, die Demokratie zu retten? Oder anders gefragt: Ist es schon wieder so weit?

     
  19. Richard A l b r e c h t

    27. Januar 2011 at 16:51

    @ RITINARDO

    Ich fürchte, Herr Ritinardo, daß Sie in diesem „Fall“ betr. (RE)EVOLUTION (so hoffentlich richtig ohne Tippfehler geschrieben) politisch richtig werten … könnte auch sein – Frau Vera, ich habe Sie durchaus verstanden – und, weil ich weder in binsenbrenner- oder sinistra- und schon gar nicht in Spiegelfechter-Blog posten möchte, daß mich nächstens mal kurz und nach Blick ins Archiv mal weniger freundlich als bisher auf Ihrem und dem Isis-Blog „zur Sache“ äußern werde …

    Im übrigen geh´ ich davon aus, daß nicht nur Sie, Ines Fritz („Isi“)
    und noch´n paar politische Linke in noch´n paar Blogs weiter „GEGEN DEN STROM“ schwimmen. Und das ist auch gut so…

    Freundliche Grüße

    Richard Albrecht, 27. Jan. 2010
    http://eingreifendes-denken.net

     
  20. Frank Benedikt

    27. Januar 2011 at 23:21

    @ „Isi“: Nur zu, junge Dame!

    Ich werde dann nachweisen, daß Du „ein wenig paranoid“ und nirgends nachweisbar solidarisch vorhanden bist.
    Klar – ich bin der Führer der neuen „Querfront“, und der Nazischützer und vermutliche Antisemit Marcel Bartels („Mein Parteibuch“) hat mich auch als solchen entlarvt, wenn man ihm glauben will. Daß ich mit den „AmSeln“ (und manch anderen auch) trotz ursprünglicher Bekanntschaft seit rund einem Jahr nichts mehr zu tun haben will, interessiert ja nicht. Ist mir auch egal.

    Entweder ich verlache Dich so, wie es sich gehört“, oder aber ich halte es mit Dir, wie ich es zunehmend mache: Ein verlorener Mensch, der (auch) meine Hilfe benötigen kann.

    Isi, Du versuchst, etwas über mich herauszufinden, um mich damit endgültig verdammen zu können – mach Du mal :-) Du wirst dabei nur erneut in Deiner eigenen Welt landen – die „rot-schwarze Psychologin“ hat es exakt umrissen [http://syndikalismus.wordpress.com/2010/11/01/eigentor-der-fau-%e2%80%93-weil-es-wohl-nix-wichtigeres-gibt/#comment-5407].

    Was auch immer, streitet Euch mit mir und über mich, aber der Laden hier läuft dem Ende zu und nicht jeder von uns mag dabei zusehen oder gar profitieren. Daß Du, „Brian“, Thilo Pfennig und Piratenweib [Klarnamen auf Wunsch entfernt; die Red.] entweder nur blöd oder gar kommerziell orientiert seid, ist naheliegend und ich lasse mich mit Euch Nasen gerne auf einen (Rechts)Streit ein, nur seid Ihr halt alle nicht von Bedeutung, denn Ihr könnt und wollt anderen Menschen nichts geben.

    Und jetzt, Ines Fritz – erzähl uns mal was und warum gerade DU ein Mensch bist, der sich auch für andere opfert!

    Und erzähl was über mich, was der kleine Antisemit und große Neonazistützer Marcel Bartels aka „Katzenfreund“ aka „Mein Parteibuch“ noch nicht behauptet hat und weise auch nach, daß ich seit bald einem Jahr noch Kontakte zu Hans Ziran habe! Ich hatte sie (über Freunde vermittelt), ich mochte Hans persönlich, aber seine Denkweise kann ich streckenweise nicht teilen. Dreh mir einen Strick daraus, denn es gibt ja sonst auch nichts Wichtiges. Wie schön, daß DU frei von Fehlern bist …

     
  21. opalkatze

    27. Januar 2011 at 23:46

    Ich werde die Kommentare zu diesem Beitrag jetzt schliessen, weil ich keine Lust habe, hier ein Forum für Animositäten zu bieten, und bitte um euer Verständnis.

     
 
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