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Lesen: Lorenz Matzat bei Netzpolitik über OpenData

25 Mrz

Der Datenjournalist Lorenz Matzat stellt bei Netzpolitik die Gründe dar, die gegen eine absehbare Einführung von Politikpartizipation durch Auswertung und Einordnung offener Daten sprechen. Unbedingt lesen.

Selbstverständlich ist nicht jeder Politiker ein Schurke. Und nicht alle wollen mehr Demokratie verhindern. Doch wäre es naiv zu leugnen, dass Bestechung, Korruption und wirtschaftliche Einflussnahme nicht Teil des politischen Geschäfts wäre. Meist auf Kosten der Allgemeinheit. OpenData könnte dort zumindest lindernd wirken.

 
9 Kommentare

Verfasst von - 25. März 2011 in Journalismus, Kultur, Netzpolitik, Politik, Web 2.0, Wissen

 

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9 Antworten zu “Lesen: Lorenz Matzat bei Netzpolitik über OpenData

  1. VonFernSeher

    25. März 2011 at 18:54

    Wenn mir jetzt noch jemand erklärt, warum manche sich jetzt Datenjournalisten nennen, bloß weil sie ihre Arbeit machen…

    Demnächst gibt es noch Nachfragejournalisten, Warenverkäufer und Verkehrskraftfahrer.

     
  2. opalkatze

    25. März 2011 at 19:52

    Eiwei, bist du wieder krütüsch –

    Datenjournalismus ist ein feststehender Begriff für eine neue Form des Journalismus, die vom hergebrachten abweicht. In diesem Fall steht es aber hier, weil Lorenz‘ Blog so heisst. Dort erfährst du auch ganz genau, was es ist ,)

     
  3. VonFernSeher

    25. März 2011 at 20:48

    Ich kenne den Blog und meine Kritik geht nicht in Richtung der Arbeit von Lorenz Mazat als vielmehr an die Einstellung, dass die Interpretation von Daten eine Spezialdisziplin innerhalb des Journalismus darstellen soll. Daran haben natürlich vor allem die Journalisten Schuld, die es nicht als Teil ihrer Arbeit sehen.

     
  4. VonFernSeher

    25. März 2011 at 20:53

    Ach, und ich sehe wohl wieder, dass ich dringend die Monsterblogroll, die sich in auf meinem Rechner – auf die verschiedensten Helferlein verteilt – befindet, auf der Linkarena zusammenführen muss. O tempi o rari.

     
  5. der_emil

    25. März 2011 at 21:31

    Im Übrigen empfinde ich das Zitat immernoch als schon fehlerhaft abgefaßt: «Doch wäre es naiv zu leugnen, dass … nicht Bestandteil … wäre.» Mir scheint das nicht zuviel …

     
  6. opalkatze

    26. März 2011 at 00:25

    Yep.

     
  7. opalkatze

    26. März 2011 at 00:34

    Ich sehe da schon einen Unterschied. Während viele ‚klassische‘ Journalisten sich auf die hergebrachten Mittel beschränken, haben Datenjournalisten sich neue Möglichkeiten erschlossen, die erst durch das Netz entstanden sind und in der Interpretation so bisher nicht vorhandener Daten mit neuen Werkzeugen bestehen. (Und viele von der alten Garde zücken an dieser Stelle Knoblauch und Kreuz und murmeln ‚vae victis‘ vor sich hin.)

     
  8. VonFernSeher

    26. März 2011 at 05:32

    Die Daten waren schon vorhanden, nur halt nicht so zugänglich. Gerade weil es im Netz doch so viel einfacher ist als Journalist Mengen zu verarbeiten, ist es eine miese Ausrede das den „Spezialisten“ zu überlassen. Das klingt dann so als seien Daten entweder eine eigene Rubrik wie Sport oder Regionales oder eine eigene Disziplin nach Übertragungsweg wie Fernsehen oder Zeitung. Das ist doch aber Quatsch.

    Journalisten sollen aktuell informieren und einordnen. Eine Information ist aber genau dort, wo sich aus der Zusammensetzung von mindestens zwei Daten eine Bedeutung ergibt. Wer also behauptet, er bräuchte keine Daten zum Journalismus, hat irgendetwas nicht verstanden (oder zu viel von dem Knoblauch geraucht).

     
  9. opalkatze

    26. März 2011 at 09:58

    Ich tippe auf letzteres. Das Mantra heisst ‚Leistungsschutzrecht‘, ommm … Du verfolgst die ganze blödsinnige Debatte ja auch. Davon ausgehend hat ‚Datenjournalismus‘ noch einen Vorteil: Eine griffige Erklärung für die Abgrenzung.

    Ad. 2: Einem Wolf Schneider sehe ich Aussagen wie ‚ich lasse jetzt auch twittern‚ noch nach. Bei Frank Schirrmacher, einem verdienten Mitglied der Biedermeier-Connection, das immerhin (nach meinem letzten Kenntnisstand) drei* Twitteraccounts hat und keinen davon feststellbar nutzt – allerdings stets öffentlich postulierend, er schaue regelmässig seine Tweets nach – habe ich damit Probleme. Ich begreife Twitter und Facebook auch als wunderbare journalistische Instrumente und tue mich schwer, zu begreifen, wie man ohne sie überhaupt noch auskommen kann.

    * Finde aktuell nur noch den hier, er hat aber mindestens noch einen anderen im FAZnet.

     
 
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