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So geht es nicht weiter

10 Mai

Auf gar keinen Fall. Mit den Reichen natürlich schon, aber diese ganzen Hartzer und prekär Beschäftigten, das geht gar nicht. Man stelle sich mal vor: Entweder die arbeiten überhaupt nicht oder sind zu dumm dazu, sonst würden sie ja auch ordentlich verdienen. Und dann zahlt die Allgemeinheit – also wir – für die auch noch die Ausfallzeiten und teure Fachärzte, weil sie sich einbilden, sie wären krank. Was für ein Unsinn. Wie soll denn jemand krank werden, der gar nicht oder nur für niedrigen Lohn arbeitet? Da sind die Anforderungen ja wohl kaum so hoch, daß man davon Angstzustände oder Depressionen kriegt. Sowieso: Depressionen: Das ist so eine Modekrankheit, das ist wohl schick, aber ganz sicher keine Krankheit. Und verhungert ist bei uns ja wohl noch keiner!

Wer was gelernt hat, kriegt auch ordentlich bezahlte Arbeit, so war das immer schon. Diese Nutznießer unserer Wohlstandsgesellschaft sollen mal lieber zusehen, daß sie sich entweder nützlich oder vom Acker machen. Und daß die jetzt nicht mehr Lotto spielen dürfen, ist auch sehr richtig. Man sollte denen eine Kennzeichnung an die Kleidung heften, damit die Leute im Lottogeschäft direkt sehen, aha, der nicht. Zocken, aber nicht arbeiten wollen, oder sich bei einfacher Beschäftigung einen sonnigen Lenz machen! Unerhört.

Jetzt kommen ja die ganzen billigen Arbeitskräfte aus dem Osten. Da werden sich die Hartzis und Konsorten aber noch wundern, die können dann nämlich unbegrenzt lange krank feiern. Für unsere deutsche Wirtschaft sorgen dann wieder Menschen, die den Wert von Arbeit noch zu schätzen wissen. Die erwarten auch keine Märchenlöhne und gehen bei sich in der Heimat zum Arzt, wenn ihnen mal der Rücken weh tut. Der Quatsch mit den Depressionen und diesem ewigen Genörgel hört dann jedenfalls auf. Gott sei Dank.

 
16 Kommentare

Verfasst von - 10. Mai 2011 in Europa, Glosse, Leben, Menschen, Politik

 

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16 Antworten zu “So geht es nicht weiter

  1. der_emil

    10. Mai 2011 at 22:33

    Leider zu wahr.

    Ich mutier grad zum Bürger. Das ist nämlich einer, der bürgerliche Rechte einfordert. Ich bin nicht mehr Kunde beim Arbeitsamt und beim Jobcenter, ich bin dort BÜRGER.

     
  2. Sabine Engelhardt

    10. Mai 2011 at 22:39

    Wenn ich Dich nicht so gut kennen würde … ;-)

     
  3. AlterKnacker

    10. Mai 2011 at 22:41

    Das Gift wirkt.

     
  4. opalkatze

    11. Mai 2011 at 02:35

    Es sind immer die graduellen Unterschiede … (ob die die allerdings kennen -).

     
  5. opalkatze

    11. Mai 2011 at 02:37

    Liebster meinte auch, ich solle zur Sicherheit „Glosse“ unten dran schreiben :]

     
  6. opalkatze

    11. Mai 2011 at 02:38

    Gift? Welches Gift? Niemand hatte jemals die Absicht, giftig zu sein …

     
  7. mo jour

    11. Mai 2011 at 14:04

    ich finde es auch alles ganz schrecklich und habe ein entsetzlich schlechtes gewissen, weil wir prekären randexistenzen so dermaßen viel geld bekommen jeden monat. ich weiß gar nicht, wofür ich die 365 euro immer ausgeben soll. seien wir mal ehrlich: 1,05 euro pro tag wären völlig ausreichend. damit kann ich im discounter drei tafeln schokolade kaufen á 700 kalorien, mein täglicher energiebedarf wäre mehr als gedeckt! abwechslungsreich wäre es auch, denn ich könnte ja wählen zwischen den geschmacksrichtungen vollmilch, haselnuss und zartbitter.

     
  8. opalkatze

    11. Mai 2011 at 16:26

    Das ist doch mal ein wirklich konstruktiver Vorschlag, bravo! Allerdings – ist da nicht irgendwie auch Genuss dabei? Genuss ginge natürlich nicht –

     
  9. VonFernSeher

    12. Mai 2011 at 01:47

    Erinnert mich doch nicht daran, wie billig Schokolade in Deutschland ist…

    Ich halte mich da eher an den Ratschlag von Pelzig: 5 Mio Leistungsempfänger und nur 20000 Windräder – da muss doch was drin sein…

     
  10. pantoufle

    12. Mai 2011 at 09:16

    Zwiebeln! Billig, hoher Nährwert, Vitamine und eingeschränkter Genuss. Am Mundgeruch ist dann auch jede Lottoannahmestelle vorgewarnt…

     
  11. opalkatze

    12. Mai 2011 at 12:08

    Habe mir das vorzustellen versucht, leider hat Pelzig nicht gesagt, wie man das technisch umsetzen könnte. Stelle mir so was wie treideln vor …

     
  12. opalkatze

    12. Mai 2011 at 12:11

    D’accord. Äpfel wären auch noch ok, und meinzwegen Möhren. Alles andere fällt bereits weitgehend unter Luxus.

     
  13. VonFernSeher

    12. Mai 2011 at 18:50

    Ich glaube, er meinte einfach: auf einem Kran davor stellen und pusten.

     
  14. opalkatze

    12. Mai 2011 at 19:53

    Interessante Idee. Abstand?

     
  15. der_emil

    12. Mai 2011 at 21:17

    Ja, die Zwiebeln würden dann auch bei dem Windradproblem helfen – allerdings ist der Methan- u. a. Gasausstoß wieder klimaschädlich …

     
  16. pantoufle

    12. Mai 2011 at 22:44

    Schlauch, Tank, Gas erhitzt Wasser. Was ins Dampfmaschin? Da stellen wir uns erst ma ganz dumm… ups, falscher Threat…

     
 
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