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Wichtich is dat Herzblut.

15 Jun

Hab heute viel gearbeitet und eine weitere Hausarbeit fertiggeschrieben. Daß mein Blögchen so stiefmütterlich behandelt wird, tut mir richtig weh, aber es geht nun mal nicht anders.

Jedenfalls entspann (hach, ein hübsches Wort!), also, es entspann sich eine kleine freundschaftliche Debatte unter Bloggern, wie sich das so anfühlt mit dem eigenen Blog. Dabei fiel mir der alte Spruch meiner Tante ein, die, aus Essen stammend und im Allgemeinen des Hochdeutschen äußerst mächtig, in Momenten besonderer Gefühlsaufwallung hemmungslos ins heimische Idiom verfiel: „Wichtich is dat Herzblut.“ Ich würd auch Aale räuchern mit Herzblut. Ich würde überhaupt alles mit Herzblut machen, sonst kann ich’s nämlich gleich bleiben lassen.

Nicht, weil die Welt ohne meine Meinung nicht leben kann. Sondern, weil ich platze, wenn ich sie nicht sagen darf. Bei 47:17 sagt Felix Schwenzel von wirres.net im DRadio Wissen-Interview (abgesehen von ein paar anderen guten Sachen), was für ihn der Luxus am Bloggen ist: Schreiben, wonach einem gerade der Sinn steht, kein Schubladen-Zwang, und: einfach nicht relevant sein müssen. Der Untertitel seines Blogs ist „fachblog für irrelevanz“, und so schön hat das noch niemand erklärt.

Klar bin ich eitel. Irgendwas mach ich wohl richtig, daß andere das lesen mögen. Ich find es toll, mich in Blogrolls zu finden, und die vielen Links. Ich freu mich ganz diebisch, wenn ich bei Rivva mal oben* stehe. Das ist eine Anerkennung, mit der ich vor zwei Jahren nie gerechnet hätte, und die tut gut. Aber wie wichtig mir „Kaffee“ ist, merke ich jetzt erst, wo ich die Zeit dafür woanders abknapsen muß.
Weil sonst mein Herz blutet.

*Heute Nacht. Doch, ehrlich.

 
21 Kommentare

Verfasst von - 15. Juni 2011 in Blogs, Web 2.0

 

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21 Antworten zu “Wichtich is dat Herzblut.

  1. VonFernSeher

    15. Juni 2011 at 05:25

    Du schreibst aber doch noch immer mit einer Frequenz, die ich mir gar nicht leisten kann. Bei mir liegen noch die ganzen alten Artikel aus der Umzugszeit auf der Halde und ich nehme mir jeden Tag vor, sie zu redigieren und nachträglich einzustellen. Und dann ist jetzt wieder Abend und ich habe so viele andere Sachen getan…

    (Ich versuche auch schon seit zwei Tagen darauf zu antworten. Der Trend geht klar zum Paralleluniversum.)

    Werde jetzt einfach mal daddeln (falls ich noch weiß, wie das geht). Gute Nacht.

     
  2. alien59

    15. Juni 2011 at 05:28

    Ja, doch, da finde ich mich durchaus wieder.
    Gerade in diesen Tagen, wo soviel über Ehec und im Zusammenhang damit über Hygiene – Händewaschen – diskutiert wurde, musste ich wieder daran danken, dass mein blog, überhaupt meine Bloggerei, anfing, als man mich in einem Forum sperrte, weil man nicht lesen wollte, was ich über Hygienerziehung in deutschen Kindergärten schrieb. Ich wollte mich nicht mundtot machen lassen und suchte nach einer Möglichkeit, die einfacher und kostengünstiger war als eine eigene Website – damit war mein blog geboren.
    Ich blogge nicht regelmäßig – manchmal vernachlässige ich ihn auch, ärgere mich dann über mich selbst, und bin traurig über schwindende Leserzahlen. Aber wenn ich zu irgendeinem Thema schreiben will, bin ich froh, dass ich ihn habe.
    Deinen Kaffee lese ich immer gerne. Bleib dran!

     
  3. opalkatze

    15. Juni 2011 at 05:55

    Wenn mich was drückt, muß es raus. So ist das.

     
  4. opalkatze

    15. Juni 2011 at 05:57

    Weiß ich noch so in etwa. Hast du gut gemacht. Und danke :) Keine Zeit, muß mich mal eben zu einer Bekannten nach A. beamen, zum Frühstück … sssssssssssssssssSSSSSSSSSSSSSSSSSS

     
  5. altautonomer

    15. Juni 2011 at 09:06

    Vorsicht! Eitelkeit macht korrumpierbar.

     
  6. Frau Elise

    15. Juni 2011 at 09:17

    Schön gesagt. Genau so ist es nämlich. Mit Herzblut und für sich selber, so muss man bloggen.

     
  7. Sabine Engelhardt

    15. Juni 2011 at 09:59

    Du schreibst mir, wie so häufig, aus dem Herzen. :-)

    Gruß, Frosch

    (Boah, mal eben wohin zum Frühstück … Neid ;-))

     
  8. Frau Elise

    15. Juni 2011 at 10:08

    (nur ein Test, ob das mit meinem neuen Gravatar funktioniert)

     
  9. Frank Benedikt

    15. Juni 2011 at 13:23

    „Was immer Du tust – tu es mit ganzem Herzen!“ Dieser alten Weisheit kann ich mich nur anschließen.

     
  10. opalkatze

    15. Juni 2011 at 13:55

    Funkschoniert. Wegen neuer URL warst du nur im Spam hängengeblieben. :)

     
  11. opalkatze

    15. Juni 2011 at 13:56

    Ja, war sehr nett in A. bei Frau A. Sie hatte mich per Twitter eingeladen ,)

     
  12. opalkatze

    15. Juni 2011 at 13:59

    Eine marginale Erscheinungsform von Korruption ist aber auch, nicht zuzugeben, daß man eitel ist. Ich kenne ein paar Leute, von denen ich glaube, daß sie nur schwer korrumpierbar wären, eitel sind sie aber auch ,)

     
  13. opalkatze

    15. Juni 2011 at 14:01

    Gilt doch für dein Blog auch..Außerdem: Auch Schreibtischtäter tun was.

     
  14. bosch

    15. Juni 2011 at 15:02

    Lustig, dieses Internet. Man schreibt ja oft mit Herzblut, aber lustigerweise gelangen diejenigen Beiträge zum Ruhm in der Blogosphäre, die oft eher dahingerotzterer Natur sind. Trotzdem schön, mal im Fluss der Neuigkeiten Beachtung zu finden.

     
  15. opalkatze

    15. Juni 2011 at 16:47

    Ja, wenn ich zwar nicht dahingerotzte, aber aufgeregte Sachen schreibe, lesen es besonders viele, das bestätigen auch andere BloggerInnen immer wieder. Aber, wie Felix schon sagte: Entweder ich schreib für SEO oder für mich und die Leser/Kommentatoren, denen das gefällt. Letzteres macht bedeutend mehr Freude. Wenn hin und wieder mal ein größeres Lob kommt, ist das toll. Aber den Spass an d’r Freud macht das regelmäßige Feedback aus, vor allem von Kommentatoren, die auch sehr kritisch sein können. Menschen sind mir einfach lieber als Robots.

     
  16. musenroessle

    15. Juni 2011 at 19:17

    Ich gestehe: Es gab mal Zeiten, da hab ich auch auf die ‚Quoten‘ geschielt und mich gefreut, daß die damals top waren.
    Aber das Herzblut beim bloggen war trotzdem immer am Wichtigsten.

    Heute hab ich keinen Bock mehr mir diesen Obermotzblogger-Stress nochmal anzutun.

    Mir genügt mein neues kleines Blögchen vollauf, das muss gar nicht jeder kennen. ;-)

    Aber ohne Herzblut – und ohne Kaffee ;-) – bloggen, geht auch weiter gar nicht. :-)

    P.S: Ich hoffe das mit der Anmeldung hat geklappt. Ist mir immer noch ein wenig fremd dieses WordPress-Dings. ;-)

     
  17. studerpr99

    15. Juni 2011 at 19:18

    Finger weg hier mal vonnne links- is nur für die Opalkatz- is wat privates.

    Liebe Katz versuch et mal hier : Keith Jarrett – TOKYO SOLO 「Part 2d」

    Schönen Gruß ausm Bastards- bist immer eingeladen!

     
  18. opalkatze

    15. Juni 2011 at 20:06

    Danke, das ist lieb! Köln Concert täte es auch, aber ich finde es nicht. Heute ist _nicht_ mein Tag …

     
  19. opalkatze

    15. Juni 2011 at 20:07

    Ja, hat nur etwas gedauert, weil du zum ersten Mal hier bist und ich das neuerdings freischalten muss. :)

     
  20. VonFernSeher

    15. Juni 2011 at 23:39

    Gratulation übrigens zum 5000. Blogobjekt! (Es war der Kommentar vier drüber.)

    Ich freue mich auf die nächsten 5000.

     
 
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