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Lieber Herr Uhl,

25 Jul

wer sich solch einen Unfug zurechtdenkt und dann auch noch öffentlich verzapft, gehört nicht in den Bundestag:

„Im Vorfeld muss die Überwachung von Internetverkehr und Telefongesprächen möglich sein. Nur wenn die Ermittler die Kommunikation bei der Planung von Anschlägen verfolgen können, können sie solche Taten vereiteln und Menschen schützen.“ (tagesschau)

Er gehört überhaupt nicht an irgendeine Stelle, an der er etwas zu sagen hat. Vermutlich sind Sie so in Ihr Lieblingsthema vernarrt – zudem unter Dauerbefeuerung der maßgeblichen Herren bei den Sicherheitsbehörden – daß Sie Ihrem stereotyp wiederholten Text großen Charme zumessen, denn Substantielles ist nicht von Ihnen zu vernehmen.

Also im Vorfeld? Von was? Wie stellen Sie sich das vor? Einfach mal alle Internetdaten abgreifen, ja? Wieviel Personal in etwa soll die denn so auswerten? Vielleicht könnte man ja Hartz IV-Empfänger .. ich meine, so als Vorschlag, denn so viele qualifizierte Kräfte gibt es gar nicht, wie man da einstellen müsste. Haben Sie überhaupt eine leise Vorstellung, welche unglaublichen Datenmengen da anfallen würden? Und, sollten Sie wider Erwarten tatsächlich in der Lage sein, Zahlen zu nennen, können Sie sich beispielsweise unter einem Terabyte auch nur im geringsten etwas vorstellen? Mittlerweile reden wir schon über Peta- und Exabyte – das ist eine 1 mit 18 Nullen. Soviel Papier kann die gesamte Bundesregierung in einem Jahr nicht ausdrucken, selbst dann nicht, wenn sie sich sehr, sehr viel Mühe gibt (und sie ist schon ziemlich gut darin).

In einer international gültigen Regel ist jedem Buchstaben und Zeichen eine Zahl zugeordnet, weil der Computer nur mit Zahlen arbeiten kann. Dieser Standard heißt ASCII und das steht für „ American Standard Code for Information Interchange “ . Die Zahlen 0 bis 127 sind für die Bezeichnung von großen und kleinen Buchstaben, Ziffern und Zeichen reserviert und die Zahlen von 128 bis 255 für Sonderzeichen, z.B. nationale Zeichen, wie Umlaute und graphische Sonderzeichen, wie zum Beispiel für Copyright und das Eurozeichen. Insgesamt werden also für jedes Zeichen 256 bits oder ein Byte reserviert.

Auf einer DINA4-Seite sind z.B. einschließlich aller Leerzeichen (auch die haben eine Nummer, es ist die dezimale 32) ca. 40 Zeilen zu je ca. 60 Buchstaben, also ca. 2400 Zeichen. Sie können durch 2,4 kB plus ein paar Zeichen zur Darstellung der Formatierungsdetails dieser Seite dargestellt werden. Auf einer 10 GB -Festplatte können so ca. 400.000 Seiten oder ca. 1.212 Bücher mit je ca. 330 Seiten gespeichert werden. (Quelle)

Ach, Sie meinen, dafür gebe es Maschinen? Tja, wenn diese blechernen Helfer das können, wundert es mich aber, daß es zum Beispiel in China überhaupt noch Verbrechen gibt. So genau wie dort wird wohl in keinem anderen Land abgehört, mitgeschnitten und protokolliert, und nebenbei stehen dort eigentlich genügend Menschen zur Verfügung, die beim Auswerten behilflich sein können.

Wissen Sie, was Sie da postulieren? Sie wünschen sich einen Überwachungsapparat, wie ihn die DDR hatte – nur viel perfekter. Für jeden Haushalt drei Spitzel, die in Achtstundenschichten alle Daten dieses Haushalts überwachen (wobei zu bedenken ist, daß Menschen gelegentlich austreten oder essen müssen, aber das Problemchen kriegen Sie sicher auch gelöst). Dazu kommen noch die Abhörer für die Mobilfunkverbindungen. Da können wir mal glatt die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung als Bewacher der anderen Hälfte anheuern. Natürlich muß auch – der Sicherheit halber – der Briefverkehr lückenlos überwacht werden, die Schützenvereine und die Kirchen und die psychologischen Patienten und die Bürgerinitiativen und die Schulhöfe der höheren und der berufsbildenden Schulen, und die Unis, die Landwirte (wegen Dünger), Kraftfahrer (Zugang zu Benzin), Apotheker, Pyrotechniker, Raucher – Dann müssen die ganzen Dossiers und Personenakten auch noch getippt, verwaltet und archiviert werden; es braucht eine Personalverwaltung –

Herr Uhl, Sie haben ein Problem.

 
 

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41 Antworten zu “Lieber Herr Uhl,

  1. rauskucker

    25. Juli 2011 at 08:05

    Moin. Ich bin heute aufgewacht zu dieser Meldung im DLF:

    „Nach den Anschlägen in Norwegen hat die Gewerkschaft der Polizei in Deutschland die Einführung einer >Datei auffälliger Personen< verlangt."

    Auch nett, nech?

     
  2. Julian Jöris

    25. Juli 2011 at 08:10

    Der Witz ist dass Norwegen hat mit 89 zu 80 Stimmen am zum 31. März die Vorratsdatenspeicherung bereits beschlossen:

    http://www.datenschutz-praxis.de/fachwissen/fachnews/norwegen-beschliest-vorratsdatenspeicherung-2013-tschechien-hebt-sie-auf

    Was es gebracht hat, kann man ja jetzt sehen

     
  3. opalkatze

    25. Juli 2011 at 08:28

    Die Debatte wird bei uns vor allem gar nicht in der Sache geführt, hier werden nur populistische Parolen rausgehauen. Natürlich hört „Sicherheit“ sich immer gut an, und dann haben wir noch das hübsche Argument „ich hab ja nichts zu verbergen“. Liebermann.

     
  4. Pantoufle

    25. Juli 2011 at 08:37

    Ach der Uhl… ob da ein Massenmord passiert oder jemand bei Rot über die Apel fährt – es wird jedesmal nach Vorratsdatenspeicherung gerufen. Irgend eine Lobby hat einen Politiker ohne Ideale gesucht und Herr Uhl hat die Hand gehoben. Sie haben ganz klar niemanden gesucht, der weiß, wovon er redet.
    Da ist doch der Chef der GdP Witthaut von anderem Kalliber: Er weiß, daß die VDS (auch) in solchen Fällen nichts bringen würde und verlangt konsequenterweise eine Liste mit Personen, die „auffällig“ sind. Das ist doch eine Idee: Jeder (ja, die Mithilfe der Bürger ist erwünscht!) darf melden, wenn ihm „jemand auffällig erscheint“. Das ist dann nicht Stasi – das ist dann Blockwart. Und auszudrucken gibt es dann auch nicht so viel. Einfach nur die Liste abarbeiten… irgend jemand bleibt da schon im Sieb hängen.
    Das diese Ideen schwachsinnig sind und solche Verbrechen nicht verhindern können, geben beide ja auch im selben Atemzug offen zu! Aber darum geht es schon gar nicht mehr. Es ist eine Art perverses Spiel – irgendwann gibt jemand den Widerstand gegen diesen Unsinn auf ( oder wird abgewählt)… man könnte in der Zwischenzeit noch ein paar passende Richter im BvG unterbringen… und dann kommen sie damit durch.
    Law and Order: Genau so einer hat den Anschlag in Oslo gestartet. Wo der Typ sein Gedankengut bezogen hat – da werden sie sicherlich nicht suchen.
    Ich könnte kotzen… die warten nicht mal, bis das Blut getrocknet ist…

     
  5. opalkatze

    25. Juli 2011 at 08:55

    Liebermann. Sachichdoch.

     
  6. Bombasstard

    25. Juli 2011 at 09:52

    Die Forderung des wohlbekannten Herrn Uhl war es sogar WDR2 wert, das als Kurzkommentar in die 7 Uhr-Nachrichtensendung einzubringen.
    Und das ist das Schlimme dabei.
    Normalerweise würde ich sagen: der Uhl ist ein Troll. Die Freiheitsfeinde und Überwachungsfanatiker von den großen „Volksparteien“ sind ja bekannt dafür, dass sie JEDE, egal wie unpassende oder geschmacklose Situation nutzen, um gebetsmühlenartig ihre Forderungen nach mehr Überwachung zu wiederholen.
    Insofern könnte man auch einfach die Ohren auf Durchzug schalten, alles andere schadet eh nur der eigenen Gesundheit.

    Aber leider sind Menschen wie der Uhl (der muss schon ein unglaubliches Maß an Selbstgerechtheit besitzen, um nicht jeden Tag vor dem Spiegel kotzen zu müssen) deutschlandweite Lautsprecher. Wichtig genug, dass zum Beispiel die Redakteure des größten deutschen Rundfunkhauses „Forderungen“ dieses Demagogen unkommentiert in den Hauptnachrichtenslot übernehmen.

    Und ich will nicht wissen, wieviele Lieschen Müllers und Otto Normalverbrauchers am Frühstückstisch saßen, ein wenig morbide wohlige Gruselgedanken an dieses Massaker weit weit weg hatten, und gleichzeitig laut äußerten: „das ist ja schrecklich. Da MUSS man doch was TUN! Die Politiker müssen endlich mal HANDELN! Und der Uhl hat recht, irgendwas MUSS doch mal helfen!“.

    So lange diese Leute noch eine solche Meinungshoheit haben, haben wir einen Kampf auszufechten und dürfen nicht aufgeben …

    Wobei selbst der Wiefelspütz eher tiefgestapelt hat, im Sinne von „gegen solche Art von Attentaten gibt es keinen Schutz“. Und das will was heißen.

    B.

     
  7. opalkatze

    25. Juli 2011 at 10:14

    Du irrst. Sie haben wieder Meinungshoheit.

     
  8. Julius Census

    25. Juli 2011 at 10:58

    es sind gar nicht sooo viele Menschen nötig um das Internet zu überwachen.
    Was glaubt Ihr wofür der Kerl hier entwickelt wurde ?

    http://www.netzwelt.de/news/85076-mensch-gegen-maschine-ibm-computer-fordert-jeopardy-gewinner-heraus-update-4.html

     
  9. der_emil

    25. Juli 2011 at 11:22

    Hm. Das ist nicht ein Wunsch nach «… einen Überwachungsapparat, wie ihn die DDR hatte – nur viel perfekter.» Das ist viel mehr! Das ist 1984! Gegen diese Phantasie war die DDR ein Kindergarten, und durch den Vergleich mit der DDR wird das Problem nur verharmlost!

     
  10. der_emil

    25. Juli 2011 at 11:24

    Nein, natürlich nicht 1984 … Humbug! Das ist die totale Überwachung, und total gab es weit vor 1984 … (Was ärgere ich mich grad, daß ich Kommentare nicht korrigieren kann – und noch mehr ärgere ich mich über diesen Schösel und seinen Unverstand!)

     
  11. vilmoskörte

    25. Juli 2011 at 11:25

    Nicht nur Wiefelspütz, selbst Bosbach äußert sich gemäßigt (da muss ich mich heute ausnahmsweise mal nicht fürs Rheinland schämen).

     
  12. nextkabinett

    25. Juli 2011 at 12:57

    Wie schreibt panic8 in MySpace,

    [er] „ist über Oslo und die Hintergründe wenig überrascht, das Internet beliefert Solo-Psychos mit jeglicher Ideologie und Technologie.“

    Vielleicht sollten wir uns doch wieder mehr mit den Strukturen des Unbewussten beschäftigen: „Unbewusst ist das, was nicht gewusst werden kann, weil es etwas Wahrgehabtes in der Abtrennung von der Wahrnehmung ist.“

    LG,
    die Social Secretary

     
  13. eXistenZ

    25. Juli 2011 at 13:52

    Ich denke, dass beim zweiten Zitat dem Autor ein kleiner Fehler unterlaufen ist. Es sind für jedes Zeichen 8 Bits bzw. 1 Byte reserviert und nicht 256 Bits. Mit den erwähnten 8 Bits kann lediglich 256 Zustände bzw. bei Bildern 256 Graustufen darstellen. Im Originalartikel, falls man dem angegebenen Quelle-Link folgt, sieht man schön, dass es sich nur um einen Flüchtigkeitsfehler des Autors handelt.

    Zum Artikel kann ich nur zustimmend sagen wehret den Anfängen. Die Demokratie und Freiheit dürfen nicht unter absurden Gesichtspunkten bzw. Sicherheitsaspekten ausgehöhlt werden. Denn gerade solche Maßnahmen können nur allzu schnell zu unsicheren und undemokratischen, wenn nicht sogar zu faschistischen, Systemen führen.

     
  14. rauskucker

    25. Juli 2011 at 15:17

    Es gibt genau eine Maßnahme, die unsere „Sicherheit“ tatsächlich vermehren würde, nämlich ein wesentlich strikteres Waffenverbot. Das hätte in Norwegen jedenfalls geholfen. Hat das jetzt auch schon jemand gefordert?

     
  15. (,,,)---=^.^=---(,,,)

    25. Juli 2011 at 18:14

    Liebe vera, Dir ist in Deinem Artikel ein kleiner Fehler unterlaufen. Die Schützenvereine werden die Uhls und seine Konsorten natürlich aus der Überwachung ausnehmen. Soweit ich mich erinnere, hat bisher noch jeder CSU-/CDUler nach Amokläufen derlei Fordungen niedergerungen. Anders natürlich bei den „virtuellen Schützenvereinen“ vulgo. Clan. Da ist das was ganz anderes!

    Hat der Herr Uhl eigentlich einen Eid „…Schaden von Deutschland abhalten…“ geleistet? Dann sollte er, um weiteren Schaden durch dummes Geschwätz zuvorzukommen, daran erinnert werden und seinen Hut nehmen.

     
  16. musenroessle

    25. Juli 2011 at 18:38

    Eine Demokratie, die solche Politiker hat braucht wahrlich keine Feinde mehr… :-(

     
  17. Aufmerksamkeit!

    25. Juli 2011 at 21:14

    Bin nach langer Zeit mal wieder hier und muss jetzt doch zur Vorratsdatenspeicherung in Norwegen etwas loswerden, da heute allerorten die Falschmeldung herumgeisterte, Norwegen habe die Vorratsdatenspeicherung. Allein bei Herrn Sixtus über 100 fach retweetet.
    Norwegen hat im März im Parlament beschlossen, die EU-Richtlinien zur Vorratsdatenspeicherung in nationales Recht umzusetzen, sonst noch nichts. Da Norwegen nicht Mitglied der EU ist, werden die Richtlinien erst wirksam, wenn das nationale Gesetz das norwegische Parlament durchlaufen hat. Dies soll erst noch geschehen. Die Vorratsdatenspeicherung soll wohl ab April 2012 gelten.
    Norwegen hat also derzeit kein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung!
    http://www.globallawwatch.com/2011/04/norway-implements-e-u-data-retention-directive-data-protection-authority-remains-critical/

     
  18. opalkatze

    25. Juli 2011 at 21:33

    @Aufmerksamkeit
    Schön, dich zu lesen :)

    Ich hatte die Info, es sei im April beschlossen worden, hatte es aber auch nirgends erwähnt? Upps, ja, sehe es gerade im Kommentar hier oben. War mir entgangen … #(das-weisses-kanichen-problem ;)

     
  19. Aufmerksamkeit!

    25. Juli 2011 at 22:25

    Uups, es musste:“dies s o l l t e danach erst noch geschehen“ heißen. Also, wie gesagt, kommt im April 2012.
    @Vera, danke, ich war mal ganz weg aus dem Netz, um bei der Rückkehr festzustellen, dass die Aufmerksamkeits- und Aufregungsmechanismen immer noch gleich funktionieren :-)

     
  20. Oleg.Buchta

    25. Juli 2011 at 22:29

    Vorsitzender der GdP, Bernhard Witthaut, fordert eine Datei auffälliger Personen einzurichten – und beim nächsten Mal werden dann Konzentrationslager für auffällige Personen eingerichtet oder was? Eigentlich unglaublich aber die Typen haben nix aber auch gar nix gelernt.

    Normalerweise müsste so ein offensichtlicher Verfassungsfeind an Ort und Stelle abgeführt werden.

     
  21. opalkatze

    25. Juli 2011 at 22:46

    Ja, ist das nicht beruhigend? ,) Bin bis Oktober auch nur sporadisch hier. Heute passte es ganz gut mit einer Hausarbeit zusammen.

     
  22. (,,,)---=^.^=---(,,,)

    25. Juli 2011 at 22:49

    Markus Horeld hat in der ZEIT einen grandiosen Kommentar geschrieben

    Wie tickt einer, der zwei Tage nach diesem Massaker eine solche Forderung erhebt? Ob er sich unwohl dabei fühlt, weil er weiß, dass die Toten noch nicht einmal beerdigt sind, während er schon wieder Parteipolitik betreibt?

    Zum Artikel: Warum auch sachlich bleiben?

     
  23. opalkatze

    25. Juli 2011 at 22:50

    Von einer Datei steht da nichts. In der PM sagt Witthaut lediglich: „Wir kommen nicht darum herum, derart auffällig gewordenen Personen zu registrieren und zu identifizieren.“

    Man muß nicht immer gleich NS-Vergleiche bemühen; derartige Äußerungen tragen nicht zur notwendigen Versachlichung bei. Gerade das regt dich doch an der öffentlichen Debatte auf, oder?

     
  24. Aufmerksamkeit!

    25. Juli 2011 at 23:01

    @vera Ehrlich gesagt, nicht wirklich #beruhigend. Ich habe die Norwegengeschichte jetzt ausreichend verfolgt, und zwar sowohl in den Holzmedien, als auch im Fernsehen, als auch im Netz. Da wird sich gegenseitig viel vorgeworfen, besonders #Islamismus=Terrorismus etc..
    Das „Netz“ (jetzt setze ich es doch in Anführungszeichen) fühlt sich dabei mal wieder sehr überlegen, reagiert aber genauso uninformiert und unrecherchiert (in großen Teilen) wie die Medien, die es angreift. Das gefällt mir nicht, zumal viele Player in Doppelfunktion unterwegs sind („frei“ im Netz, aber bezahlt von den etablierten Medien).
    Da kommt für mich nur mal wieder die conclusio: Es ist nicht das Medium, es sind die Inhalte!

    Dir weiterhin alles Gute und gutes Durchhaltevermögen für Dein Studium. Ich drücke Dir die Daumen!

     
  25. Aufmerksamkeit!

    25. Juli 2011 at 23:16

    Nur zur Klarstellung: Ich mache nichts mit Medien, bin daher nirgends involviert .-)

     
  26. freidenkerin

    25. Juli 2011 at 23:32

    Das ist nicht das erste Mal, dass der Herr Uhl nach einer solch haaresträubenden Untat das tiefschwarze Goscherl aufreisst. Irgendwie muss man sich bei der CSU halt profilieren auf Teufel komm raus, und wenn’s durch intelligente Politik net geht, wie bei unserer Nicht-Regierung das so üblich ist, dann plärrt man eben lautstark wieder einmal nach der Vorratsdatenspeicherung. Irgendein Schmierfink oder zuschauerzahlengeiles Reporterlein wird diesen Schwachfug dann schon auffangen und kolportieren…

     
  27. opalkatze

    25. Juli 2011 at 23:41

    @vilmoskörte
    das ist aber die ausnahme, hm? das porzellan wird dann in einer der nächsten Talkrunden wieder zerdeppert.

     
  28. opalkatze

    25. Juli 2011 at 23:42

    Ja, hatte ich bei dem andern Uhl-Artikel schon verlinkt, der ist klasse.

     
  29. opalkatze

    25. Juli 2011 at 23:45

    @Aufmerksamkeit
    Du hast auf der ganzen Linie Recht. Leider hilft es nichts; niemandem fällt auf, daß er damit keinen Deut besser ist (was ich mir teilweise auch selbst anziehe).

    Vielen Dank für deine lieben Wünsche, ich kann es brauchen – wird eng (wegen Zeit, nicht wegen Noten ,).

     
  30. (,,,)---=^.^=---(,,,)

    26. Juli 2011 at 00:20

    Bernhard Witthaut, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, im Interview mit der Welt

    BERNHARD WITTHAUT: Bei der allgemeinen Sicherheitssituation, in der wir uns seit einiger Zeit befinden, sollte man darüber nachdenken. Wir müssen alles tun, um mitzubekommen, wenn jemand mit solchen kruden Gedanken auffällt. Da wäre eine Datei hilfreich.

     
  31. Aufmerksamkeit!

    26. Juli 2011 at 00:53

    Liebe @Vera, es soll hier ja niemand in Sackleinen und Asche gehen :-)
    Es geht für mich darum zu versuchen! von den Hypes und Hysterien wegzukommen und mal wieder klare Bilder zu sehen. Wie zum Beispeil das:
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-07/stoltenberg-norwegen-attentat
    Ist das nicht unglaublich wunderbar, dass der norwegische Ministerpräsident sich nicht von der allgemeinen Gewalt-/Kriegsrhetorik anstecken lässt, sondern angemessen trauert und trotzdem wunderbar klar reagiert? Die Demokratie, nein, viel einfacher, das gute Zusammenleben der Menschen verteidigt?
    Ich sage nur: Viel mehr davon, dann hätten wir eine bessere Welt! (Die mich jetzt naiv schimpfen mögen das gerne tun und sich eines Besseren belehren lassen.-)

     
  32. iota

    26. Juli 2011 at 01:43

    Von wegen „dummes Geschwätz“. Nennen wir es doch beim Namen: Er gibt bei jeder Gelegenheit (achtung flacher Wortwitz!) „Geistigen Uhlgang“ von sich! Wir, das gemeine Wählervolk müssen uns nun fragen was wir wollen. Wollen wir geistreiche Politiker oder wählen wir doch lieber die Partei die sich aktiv in der eigenen Organisation gegen die Diskriminierung geistig minderbemittelter einsetzt („CDU – Bei uns können auch dumme Menschen Karriere machen!“).

    Sorry – musste einfach mal raus!

     
  33. opalkatze

    26. Juli 2011 at 02:21

    @Aufmerksamkeit
    Och, da leiste ich dir gerne Gesellschaft, beim naiv sein. Man gönnt sich ja sonst nichts, da ist das schon eine ganz sinnige Maßnahme.
    Hatte den Zeit-Artikel unter dem anderen Uhl-Text verlinkt. Die Haltung von Herrn Stoltenberg hat ja auf den Blogs wohl zu jeder Menge entsprechender Vergleiche animiert – wen wundert’s. Ja, so jemand wär mal ’ne echte Wohltat.

     
  34. rauskucker

    26. Juli 2011 at 08:27

    Diese Mail hab ich eben an den DLF geschickt:

    Frage zu Ihrem Interview mit CSU-Hans-Peter-Uhl heute um 7:20

    Zunächst: wird es das nicht als on-Demand (und Transcript) geben? Warum
    nicht?

    Und dann hätte ich mir gewünscht, daß Herr Heckmann diesen rechtsextremen
    Lobbyisten gefragt hätte, ob er seine Volksverhetzungsvorwürfe speziell auf
    „PI“ bezieht. Wäre schön gewesen zu hören, daß Uhl „PI“ immer noch kein
    Begriff ist. Ich fürchte allerdings, daß auch Herr Heckmann „PI“ nicht
    kennt.

    Falls Sie jetzt auch nicht wissen, worum es geht, empfehle ich folgenden
    Artikel zur Lektüre:

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=10216

    Danke, schönen Tag

     
  35. Aufmerksamkeit!

    26. Juli 2011 at 08:57

    Oh, hatte ich nicht gesehen #Zeit-Artikel Und ich tausche noch Rhetorik und Hysterie. War einfach zu spät gestern :-)

     
 
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