RSS

Facebook: Bin dann mal wieder weg · Update

27 Sep

+++ Falsch. Er kann noch durcher knallen und bezeichnet jetzt persönliche Daten als Betriebsgeheimnis und geistiges Eigentum. Mehr darüber bei Richard Gutjahr. Und vermutlich ist auch das noch steigerungsfähig. +++

Jetzt ist Zuckerberg völlig durchgeknallt. Bei Facebook werden künftig alle Informationen aus dem Netz, die sich auf eine Person beziehen, automatisch in einem Stream dargestellt, der für alle „Freunde von Freunden“ sichtbar ist. Schlimm genug. Hinzu kommt die Änderungspolitik von Facebook, die die Beschäftigung mit dem Social Network in Arbeit ausarten lässt. Jede Woche einmal meine Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen, ist mir zu mühsam. Weitere Gründe haben andere bereits beschrieben, siehe Links. Mir reicht es.

Ich warte noch die Zusammenstellung meines Profils zum Herunterladen ab, dann werde ich meinen Account deaktivieren. Ob ich ihn abgespeckt oder unter einem anderen Pseudonym wieder aufmache, weiss ich noch nicht, denn ich habe dort nette Kontakte und bin in interessanten Gruppen. Sicher denke ich gerne wieder darüber nach, wenn sich in puncto Datensicherheit etwas ändert. Aber schließlich gibt es noch andere Networks. Ich behaupte nicht, dass beispielsweise Google+ sicher ist. Aber zumindest ist es übersichtlicher und lässt (bisher) ein gewisses Maß an Privatsphäre zu, über das ich selbst bestimmen kann. Nicht irgendein Herr Zuckerberg.

Nebenbei werde ich mich, wenn ich wieder etwas Zeit habe, stärker bei Diaspora engagieren. Dort gehören meine Daten mir. Wer eine Einladung möchte, kann mich antwittern oder über das Kontaktformular anmailen (dauert aber etwas).

Nachtrag: Um das Konto endgültig zu löschen, geht ihr in den Hilfebereich und sucht nach Konto löschen.

 
38 Kommentare

Verfasst von - 27. September 2011 in Datenschutz, Netzpolitik, Web 2.0

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

38 Antworten zu “Facebook: Bin dann mal wieder weg · Update

  1. Nic

    27. September 2011 at 21:29

    Ich stimme Dir zu. Sobald Google+ auch „Firmen-Accounts“ zulässt, ziehe ich komplett dorthin um. Mit meinem Blog und mit dem hpd. Ich habe es satt.

     
  2. AlterKnacker

    27. September 2011 at 21:49

    Viele Bildchen und zum traurigen Teil eine fast ungenügende Orthographie, dies ist etwas, was sich ‘soziales Netzwerk’ nennt und den Namen Facebook trägt. Gut, für die Rechtschreibung ist diese Seite nicht verantwortlich, aber sie hilft auch in keiner Weise. Beliebt bei der Damen- oder besser gesagt Mädchenwelt, sollten sich die Herren der Schöpfung doch inzwischen mal einige Gedanken machen, denn für die eingeblendete Werbung sind die Damen besonders empfänglich, da ja gerade das Aussehen für diese Menschengruppe oft genug besonders wichtig ist. Beauty und Lifestyle sind so mit das Nahrhafteste, was es auf diesem Planeten gibt. Und Facebook ist natürlich Aidsfrei. Und diese Seite will jetzt alles von jedem, der registriert ist, wissen. Wirklich alles, sogar die intimsten Details.

    Ich hab mich schon vorsorglich vor einiger Zeit von dieser Plattform endgültig verabschiedet und was bei uns im FIWUS als Icon noch vorhanden ist, ist nur eine Hilfe für FB-Nutzer, sich mitzuteilen auf dieser Seite, mein soziales Netz heißt FIWUS. Wer bei UNS zum Beispiel kommentiert, hat meist wirklich was zu sagen, auch wenn es kritisch ist. Und man kann Meinungen und Hintergründe lesen.

     
  3. pjebsen

    27. September 2011 at 22:01

    Sind irgendwelche Neuerungen, die dich konkret stören, schon umgesetzt?

    Mir sind bisher keine Sachargumente begegnet, die mich zur Aufgabe meines Facebook-Accounts bewegen könnten. Es scheint vielen so zu gehen, wie es Olaf Kolbrück in „off the record“ ausgedrückt hat: „Die Entscheidung gegen Facebook ist denn auch nicht streng rational. Sie ist emotional. Ein Bauchgefühl.“

    Ich werde es so wie bisher halten: Dinge, die potenziell das verletzen können, was ich für schützenswerte Privatsphäre halte, veröffentliche ich gar nicht erst.

     
  4. Alex

    27. September 2011 at 23:13

    Du schreibst: „Jetzt ist Zuckerberg völlig durchgeknallt. Bei Facebook werden künftig alle Informationen aus dem Netz, die sich auf eine Person beziehen, automatisch in einem Stream dargestellt, der für alle „Freunde von Freunden“ sichtbar ist. Schlimm genug.“ – Nein, nicht schlimm. Unwahr. Erstens geht es nicht um alle Informationen aus dem Netz, sondern nur um Aktivitäten bei Facebook. Später kommen noch Social Apps dazu, insofern man sie zuläßt. Zweitens hängt die Sichtbarkeit der Meldung von der Sichtbarkeit der Aktivität ab, auf die sich die Meldung bezieht. Wenn du was nur für Freunde postest und ein Freund kommentiert das, sehen Freunde dieses Freunds den Kommentar NICHT in ihrem Stream! Das heißt, man kann das sehr genau steuern, indem man die Sichtbarkeit des Originalpostings einschränkt.

     
  5. Enno

    28. September 2011 at 01:32

    Ich finde es sehr schade, dass du gehst — kann dich aber bestens verstehen. Leider werde ich dann wohl am Freitag bei Google+ gegangen. Naja, wir haben ja noch Twitter und unsere Blogs gegenseitig im Reader. Und ich werde mich bald auf Diaspora melden…

     
  6. Enno

    28. September 2011 at 01:33

    (Ich lasse ab sofort Facebook und Google+ nur noch in einem eigenen Browser laufen.)

     
  7. opalkatze

    28. September 2011 at 02:46

    Ja, Diaspora ist fein, aber da passiert eben nichts, was mich als Nachrichtenjunkie vom Hocker reisst. Werde es demnächst auch benutzen, aber mein Tummelplatz wird jetzt erst mal G+. Sehr schade, wenn du dort nicht mehr bist …

     
  8. Angela

    28. September 2011 at 09:26

    Google+ zeichnet doch genauso auf wie Facebook. Über’s iPad will Google+ zudem den permanenten Standort erfahren. Ich verstehe den Google+-Hype nicht. Den bei Facebook habe ich nie verstanden. Diaspora klingt hingegen gut.

    Freie – auch anonyme – Meinungsäußerung muss anders gehen, ohne Facebook, ohne Google+. Das Netz bietet tolle Möglichkeiten. Vielleicht muss der Gesetzgeber bezogen auf die Regulierung der kommerziellen Soziale-Netzwerke-Betreiber stärker eingreifen, damit unsere Daten nach unseren Vorstellungen disponibel sind.

    Gibt es einen sozialen Druck, um an (a)sozialen Netzwerken teilzunehmen? Wie oft habe ich in den letzten Monaten die Frage gehört: „Bist Du auch bei/auf Facebook?“ Wer da nicht richtig mitmacht, nimmt nicht – überspitzt gefragt – am Leben teil? Bei jüngeren Menschen scheint es diesen Druck zu geben!

    Wenn die Leute von Facebook nun zu Google+ abwandern, von einem Übel ins nächste, dann entsteht dort mittelfristig ein sozialer Mitmachzwang. Ich bin da ganz froh, dass in meiner Generation viele Menschen kaum aktiv sind auf diesen Plattformen, das persönliche Gespräch, die persönliche Dimension einen wichtigen Stellenwert hat. So sehr ich die Diskussion im Netz mag, so sehr verabscheue ich das Handling der Nutzerdatenfilterer und –verkäufer, die sich als die großen Helfer der Menschheit aufspielen.

     
  9. pjebsen

    28. September 2011 at 11:26

    Den einzigen Grund fürs Verlassen von Facebook, den ich nachvollziehen kann, hat Olaf Kolbrück beschrieben: „Bauchgefühl“.

    Ohne die neuen Features von Facebook in der Praxis erlebt zu haben, maße ich mir kein Urteil darüber an.

     
  10. floydman

    28. September 2011 at 11:47

    Die Zeit ist reif und es ist Platz für einen neuen Dienst. Einen, der nicht viele User braucht und diese ausspioniert, sondern einen, der es ehrlich meint. Diaspora hat bei mir nie wirklich funktioniert. Muss aber gestehen, dass ich es auch schon lange nicht mehr versucht habe. Denke aber das ist für die Mehrheit der User zu kompliziert. Für mich schenken sich weder Facebook noch Google+ was. Daten sind eben Daten.

    Am meisten hat mir „Ennos“ Aussage gefallen: „Naja, wir haben ja noch Twitter und unsere Blogs gegenseitig im Reader.“

    Vielleicht ist momentan die Zeit gekommen einfach mal innezuhalten.

     
  11. VonFernSeher

    28. September 2011 at 15:37

    Dann muss man da was losmachen. Ich habe mich für http://diasp.org entschieden, vielleicht folgen ja ein paar, auch Leute mit höherer Frequenz. *zwinkerzwinkerblinkblink*

     
  12. Lakritze

    29. September 2011 at 09:32

    Weder Facebook noch G+ kamen für mich in Frage. Mit Diaspora liebäugele ich schon länger, aber ich weiß noch nicht recht wie — das scheint mir Einarbeitung zu erfordern.

     
  13. Lakritze

    29. September 2011 at 09:44

    Seufz. Schon wieder im Spam. Ich weiß nicht, was ich falsch mache …

     
  14. opalkatze

    29. September 2011 at 10:33

    ???

     
  15. Lakritze

    29. September 2011 at 10:34

    Zwei Kommentare wurden geschluckt — der letzte vor ein paar Sekunden. Jetzt verstehe ich’s auch nicht mehr.

     
  16. Angela

    29. September 2011 at 10:55

    Meiner wurde auch geschluckt, was ich hinterher gut fand, jetzt ist er wieder da? Wen interessiert das… ;-)

     
  17. opalkatze

    29. September 2011 at 11:03

    Der Spamfilter spinnt. Hab hier schnell was dazu geschrieben. Sorry!

     
  18. opalkatze

    29. September 2011 at 13:06

    Das hängt wohl a. von der Wahl der Kontakte und b. von der sinnvollen Anbringung eines Adfilters ab. Bitte nicht so verallgemeinern.

     
  19. opalkatze

    29. September 2011 at 13:11

    Ja, neben vielen anderen Dingen die automatisierte Teilhabe (oder wie man es nennen will). Weder interessiert mich, was Kontakt A gerade für Musik hört, noch, was Kontakt B eben woanders schreibt, noch möchte ich als Stream beliebig geteilt, oder vornehmer: abonniert, werden. Das Bauchgefühl ist in ausgesprochen störendes Bauchgrimmen umgeschlagen.

     
  20. opalkatze

    29. September 2011 at 13:14

    Zu den Aktivitäten aus dem Netz lies bitte noch mal bei Mashable nach. Mast- und Schotbruch, Alex! Ohne mich.

    Nachtrag: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,787927,00.html

     
  21. opalkatze

    29. September 2011 at 13:15

    Werde mich mit der Zeit auch auf Diaspora einrichten, aber es ist eben was anderes.

     
  22. opalkatze

    29. September 2011 at 13:29

    Mein persönlicher Druck ist meine newsjunkieness (tolles Wort! Eben erfunden.). Wenn du ausserdem in/mit Medien arbeitest, geht es nicht ohne, weil es ein großartiges Hilfs-, Informations- und Publikationsmittell ist. Die Frage ist dann, unter welcher Identität du dich dort bewegst bzw. wie weit du dich einschränkst. Ich kenne eine ganze Reihe Journalisten, die das sehr gut handhaben – sie sind dort präsent und halten alles Private raus (das meint wahrscheinlich auch @Peter oben).

    Es macht sehr viel Spaß, wenn du eine nette Timeline hast, die musst du dir allerdings zusammensuchen. Und ich habe einige nette Leute kennengelernt (auch im RL), von denen ich ohne Twitter und Facebook nicht einmal wüsste.

     
  23. opalkatze

    29. September 2011 at 13:31

    Siehe oben. Wenn man’s braucht, überlegt man schon, wie man es benutzen kann. An diesem Punkt fällt mir dazu allerdings gerade nichts ein …

     
  24. Angela

    29. September 2011 at 14:11

    „Es macht sehr viel Spaß, wenn du eine nette Timeline hast, …“ Anonym habe ich das zeitweise auch getestet, überwiegend mit Spaß; ich habe dann aber keinen Sinn mehr darin gesehen.

    Zum möglichen „sozialen Mitmachzwang“: Eine junge Bekannte hatte mir kürzlich ihr Facebook-Profil gezeigt. Die um die 18-Jährigen bauen sich offenbar nicht selten eine Scheinwelt auf. Modelfotos (na ja), sexy, alles easy, alles oberflächlich. Die Bekannte hat große psychosomatische Probleme, darf ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ein anderer, ein Oberstufenschüler hatte kürzlich eine Party für 4.500,00 € organisiert, auf Pump, über Facebook. Alles cool, alles easy, alles kaputt. Bei dem durch die (a)sozialen Medien unterstützten Mitmachzwang werden manche Berufsangehörigen nicht arbeitslos werden. (Medien-)Hype und Hipp. Und kaputt die jungen Menschen.

    @Vera: Schöne Herbstimpressionen!

     
  25. Roger Burk

    29. September 2011 at 16:04

    Mir wirds im Gesichtsbuch auch immer mulmiger. Und auch bei G+
    Sowohl Zuckerberg als auch Google wollen ja nur eins: Unsere Daten und sonstigen Informationen.
    Google halte ich auf Dauer für noch bedenklicher – die schlucken ja einen Dienst nach dem anderen.
    Habe deswegen gestern auch einen Account bei Diaspora angelegt. Komme nur noch nicht richtig damit klar. Dich, Vera kann ich z.b. gar nicht finden.
    Aber das buche ich unter Anlaufschwierigkeiten ab. M.E. ist das eine Plattform aus der echt etwas werden kann – wenn, ja wenn genügend Menschen mitmachen.

    Also liegt es an uns allen den Konzernen zu zeigen, dass es auch ohne sie geht…

    btw. dann klappt es dort mit dem „newsjunkieness“ :-)

     
  26. opalkatze

    29. September 2011 at 21:01

    Lieben Kinder, wenn es noch nicht ausreichend mulmig ist … Ich hasse es, alles sechs Mal zu sagen: NOCH gibt es Unterschiede zwischen fb und G+. Macht euch bitte schlau, ich hab nämlich keine Zeit (erst recht, weil ich mir gerade drei Tage für mich genehmige). Und Roger, es ist _nicht_ vera bunse.

     
  27. opalkatze

    29. September 2011 at 21:20

    Ich hab irrtümlich jemanden gelöscht. Melde dich bitte und entschuldige.

     
  28. alien59

    30. September 2011 at 09:49

    Dann bin ich als Facebook-Boykotteuse nicht mehr so alleine – zu google+ bin ich i.Ü. auch nicht gegangen, weil google mir schon über den email-account zuviel vernetzt. Das fiel mir anhand der Werbeauswahl auf. Mag ich einfach nicht.
    Wie kompliziert ist Diaspora? Kriegt das so ein Technik-Dussel wie ich hin?

     
  29. opalkatze

    30. September 2011 at 20:35

    Na klar!

     
  30. VonFernSeher

    1. Oktober 2011 at 03:19

    Bei so einer eindeutigen Antwort werde ich dich also demnächst auch um Rat fragen ;)
    Was stand früher auf Marmelade Nr. 6? Fruity and challenging.

     
  31. Corenn Nuavar (@c0r3nn)

    1. Oktober 2011 at 10:17

    Ich habe auch vor ein paar Tagen eine Einladung für Diaspora bekommen. Macht auf mich schon einen recht guten und aufgeräumten Eindruck. OK, die Server haben noch ein paar kleine Zicken und Macken und es fehlen sicher noch ein paar Gimmicks, die man so von den Großen der Branche kennt. Aber da es ja offen ist, sollte es wohl nicht allzu lange dauern, bis die entsprechenden Dinge eingebaut sind (auf diese nervigen SocialGames kann ich gerne verzichten).

     
  32. René Fischer

    2. Oktober 2011 at 23:03

    Es gibt mehr als genug Gründe. Lies mal die Artikel die ich meinem Exit-Post gesammelt habe: http://renefischer.ws/post/10950164690

     
  33. Ebook-Lesegeräte

    13. Oktober 2011 at 13:55

    Ich bin auch nicht beim Hackfressenbuch. Sollte ich mich je in letzter Zeit mit dem Gedanken getragen haben, dort Mitglied zu werden, dann hat mich Herr Zuckerberg mit seiner „Timeline“ bzw. „Lifeline“ nun endgültig davon überzeugt, dass ich mein Leben lieber bei mir behalte.

     
 
%d Bloggern gefällt das: