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#occupywallst: Berichterstattung Fehlanzeige

02 Okt

Korrigiert mich bitte, wenn ich irre. Heute morgen gegen halb Neun habe ich bei SZ, Spiegel und ZEIT mal nach „New York“ und „Wall Street“ gesucht. Bei der SZ habe ich unter dem 28. und unter dem 30.9. etwas gefunden, an diesen beiden Tagen hatte auch die ZEIT etwas. Immerhin, denn beim ehemaligen Nachrichtenmagazin habe ich – gar nichts gefunden. Aber sicher habe ich nur nicht richtig gesucht. Das allerdings, nachdem heute Nacht auf der Brooklyn Bridge bei einer gezielten Polizeiaktion Hunderte festgenommen wurden, was ARD und ZDF immerhin kurze Einspieler wert war.

Hallo?! Besteht die Welt nur noch aus Euro, Schirmen, Paketen und Fußball?!

 
6 Kommentare

Verfasst von - 2. Oktober 2011 in Journalismus, Medien, Politik, Welt

 

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6 Antworten zu “#occupywallst: Berichterstattung Fehlanzeige

  1. Corenn Nuavar (@c0r3nn)

    2. Oktober 2011 at 09:52

    Das Thema wird wohl auch in den USA kaum medial abgebildet, was natürlich zu wilden Spekulationen führt.
    Vermutlich hofft man, dass das ganze so auf kleiner Flamme kocht und der Winter den Rest erledigt..
    Ansonsten:
    Auf Al Jazeera findet sich ab und zu was z.B. zur Besetzung der Brooklyn Bridge: http://aje.me/pVPsGO
    Im Netz auf AnonOps: http://anonops.blogspot.com/ oder Livestream.com http://www.livestream.com/globalrevolution

     
  2. Sabine Engelhardt

    2. Oktober 2011 at 13:15

    War doch bei den ersten Aufständen in Ägypten genauso. Über den Tahrir Square berichteten unsere Nachrichtensender erst, als es im Internet fast schon ein alter Hut war. Nur Al Djazeera war mittendrin, nur dort gab es brauchbare und aktuelle Informationen und Analysen.

    Aber hier gilt: Ja nur keine ausländischen Unruhen zeigen, das könnte ansteckend sein.

    Andererseits ist es schon paradox, wenn man bedenkt, daß von Demonstrationen in Deutschland wiederum nur dann (ausführlicher) berichtet wird, wenn es dabei zu Gewaltausbrüchen kommt. Friedliche Demonstrationen interessieren die Medien nicht.

    Man könnte jetzt verschwörungstheoretisch auf die Idee kommen, das werde so gemacht, um klarzumachen, daß sich Demonstrationen aller Art nicht lohnen, weil es entweder keinen interessiert oder unsere tolle Polizei ja sowieso stärker ist und jederzeit alles zusammenprügeln kann. Denn nur so können die Berufspolitiker weitermachen wie bisher.

    Demokratie hab ich mir immer ein bißchen anders vorgestellt.

     
  3. daMax

    2. Oktober 2011 at 13:47

    Willkommen in der Mediendemokratie nach Merkel

     
  4. rauskucker

    2. Oktober 2011 at 14:44

    Und die BBC hat heute morgen recht ausführlich und mit schönen Bildern berichtet. Bei CNN ist mir dagegen noch nichts aufgefallen. Auf deutsch gestern ein Bericht im arte-journal.

     
  5. R@iner

    3. Oktober 2011 at 18:54

    Wer einen guten „Revolutionsführer“ sucht, dem sei das Blog von Frau Mop empfohlen.

     
  6. c0r4nn

    3. Oktober 2011 at 22:29

    Bei CNN habe ich heute beim Durchzappen einen Bericht über die Demos gesehen. Konnte ihn nicht komplett anschauen, wirkte aber etwas ausführlicher.

     
 
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