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Was?!? Jetzt dürfen wir nicht einmal zur Website der Olympischen Spiele verlinken?

14 Jul

Übersetzung eines Texts von Padraig Reidy

Wir haben in den letzten paar Wochen eine Menge darüber gehört, wie London von den Olympischen Spielen übernommen werden wird: Raketenwerfer auf den Dächern, nicht zugelassene Chips Pommes frites auf dem Olympia-Gelände sind verboten, Protest wird bestraft, Twitter-Accounts werden zensiert. Aber wir müssen zugeben, dass wir die Versuche der olympischen Organisatoren nicht bemerkt hatten, die Art und Weise der gesamten Internet-Nutzung zu verändern. Wir wurden durch die Modalitäten zur Nutzung der Website „London 2012“ darauf aufmerksam, die sehr deutlich machen, unter welchen Umständen verlinkt werden darf:

1 . Links zur Website. Sie können im Reintextformat auf die Site verlinken. Sie dürfen keinen Link auf die Website setzen, um eine unerlaubte Beziehung zwischen einer Organisation, einem Geschäft, Waren oder Dienstleistungen und London 2012 zu implizieren. Sie stimmen zu, weder uns noch eine der anderen offiziellen „London 2012“-Organisationen (oder unsere oder deren Aktivitäten, Produkte oder Dienstleistungen) durch Verlinkung in einer falschen, irreführenden, abfälligen oder anderweitig anstößigen Weise darzustellen. Die Verwendung unseres Logos oder anderer olympischer oder „London 2012“-Symbole als Link zu der Site ist nicht gestattet. Beachten Sie unsere Richtlinien zur Nutzung der Symbole.

Habt ihr das begriffen? Ihr dürft nur auf die offizielle Website der Olympischen Spiele verlinken, wenn ihr freundliche Dinge über die Olympiade sagt.

Das stellt mich vor ein Problem. Ich möchte wirklich, wirklich sagen, dass dies eines der dümmsten Dinge ist, die ich in meinem ganzen Leben gelesen habe, und dass sich ein solches Maß an Kontrollwahn nicht einmal die härtesten Olympia-Skeptiker hätten vorstellen können. Nur: Wenn ich zu der Seite verlinken würde, die diese Informationen enthält, bräche ich damit die Regeln, so dass ihr selbst dort nachsehen müsstet.

Ich werde also nichts Derartiges sagen. Ich werde sagen, dass dies ein brillantes Stück Brand Management ist, das überhaupt nicht für Spott und Hohn sorgen wird, und dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass irgendjemand jemals einen Witz über diese Regel machen wird, indem er zur Olympia-Seite in einer Sprache verlinkt, die „falsch, irreführend, abfällig oder anderweitig anstößig“ sein könnte.

Hier ist der Link zu den äußerst vernünftigen Nutzungsbedingungen.

 
48 Kommentare

Verfasst von - 14. Juli 2012 in Blogs, Europa, Marketing, Medien, Politik, Sport, Web 2.0, Welt

 

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48 Antworten zu “Was?!? Jetzt dürfen wir nicht einmal zur Website der Olympischen Spiele verlinken?

  1. AlterKnacker

    14. Juli 2012 at 15:33

    … und ich werde den ‚offiziellen‘ LINK niemals anklicken, denn ich könnte ja dann für meine eigene Dummheit bestraft werden …

     
  2. Publicviewer

    14. Juli 2012 at 15:56

    Was diese Spiele betrifft, verhält sich das bei mir genauso wie bei der Fussballwelt, oder auch Europameisterschaft..

     
  3. Manfred

    14. Juli 2012 at 17:02

    Weiterlesen macht auch viel Freude: Am „user-generated content“ (UGC) übernimmt London 2012 „irrevocably and unconditionally“ (unwiderruflich und bedingungslos) eine „non-exclusive, worldwide, sub-licensable and royalty-free licence of the entire right, title and interest in and to such UGC“, damit London 2012 und „each Successor may use, copy, reproduce, modify, adapt, edit, reformat, translate, create derivative works from, incorporate into other works, transmit, distribute, perform, play, broadcast and otherwise communicate to the public („utilise“) such UGC (whether in whole or in part or copies of the same) in any format or medium now known or later developed (including, without limitation, on or via any website operated by, and in any promotional materials produced by, us or any of our Successors) for the full period during which such rights subsist (including all renewals, revivals, reversions and extensions of the same) and thereafter (to the fullest extent possible) in perpetuity“. Also auf ewig für alles was ist und noch kommen könnte. LOL

     
  4. opalkatze

    14. Juli 2012 at 17:05

    Ja, und die Sponsoren haben das zum Teil wörtlich übernommen. Sport?!

     
  5. gsohn

    14. Juli 2012 at 23:26

    Reblogged this on Ich sag mal.

     
  6. Thomas Schewe

    15. Juli 2012 at 01:03

    Cory Doctorow hat sich auf BoingBoing über die Regeln lustig gemacht und despektierlich verlinkt. Nun warte er lachend auf die Reaktion. :-)

    Link: http://boingboing.net/2012/07/13/london-olympic-committee-says.html

     
  7. tknuewer

    15. Juli 2012 at 07:45

    Sorry, aber die Interpretation ist falsch und das wird klar, wenn man den Text liest. Es geht nicht um Kritik sondern um den Eindruck, man sei Sponsor, offizieller Lieferant oder stehe in einer ähnlichen Beziehung.

     
  8. tknuewer

    15. Juli 2012 at 07:50

    Sorry, die Interpretation ist falsch – und das offensichtlich.

    Es geht darum, dass durch einen Link und vor allem nicht durch ein verlinktes Logo der Eindruck entstehen darf, man sei offizieller Sponsor, Lieferant oder Tickethändler. Ob das rechtlich haltbar ist, dürfen Juristen beurteilen. So sehr auch ich das IOC für einen korrupten Sauladen halte: In dieser Passage geht es nicht um inhaltliche Kritik, sondern um ein Anliegen, dass aus Sicht eines Veranstalters nachvollziehbar ist.

     
  9. pantoufle

    15. Juli 2012 at 08:09

    Nach geltenden Gesetzen ist das Verlinken nur dann strafbar, wenn sich auf der verlinkten Seite Inhalte befinden, die mit bestehenden Gesetzen nicht in Einklang stehen. Scheinbar sind die Organisatoren der Spiele der Meinung, daß dies bei ihnen der Fall ist – anders ist das Verbot „kritischer Verlinkung“ nicht zu erklären.
    Es besteht also nach diesem Offenbarungseid die Aufgabe, herauszuarbeiten, wo genau faschistische, rassistische und/oder andere kriminelle Vorgänge bei den olympischen Spielen stattfinden, die auf dieser Webpräsenz „zugänglich gemacht“ werden. Wenn so etwas bewiesen werden kann, wäre es natürlich juristisch fragwürdig, ohne ausreichende Distanzierung oder Erklärungen auf die fragliche Seite zu verlinken.
    Wer also das Militäraufgebot in London, gegen das die Spiele 1936 in Berlin wie ein Kindergeburtstag aussahen, für einen weiteren Schritt bei der Abschaffung der Freiheit durch die selbsternannte „Elite“ ansieht, sollte nicht verlinken. Angesichts von ca. 17.000 Miltärs aller Waffengattungen (mehr als in Afghanistan stationiert) strahlt „www.london2012.com“ den Charme und die intellektuelle Autorität einer japanischer Manga-Seite aus.
    Verlinken sinnlos

    Einen schönen Sonntag in der schönen neuen Welt
    Pantoufle

     
  10. Paul Paulchen

    15. Juli 2012 at 08:40

    Das ist das dümmste was Du je gelesen hast. Gratulation! Wahrlich noch nie Bild & Co. In Berührung gekommen…

     
  11. Thomas Schewe

    15. Juli 2012 at 11:52

    Deine Aussage betrifft nur den ersten, längeren Teil der Richtlinie. Der Halbsatz

    „and agree that no such link shall portray us or any other official London 2012 organisations (or our or their activities, products or services) in a false, misleading, derogatory or otherwise objectionable manner.“

    ist IMHO schon so zu übersetzen, dass man eine Verlinkungen nur in einem positiven Kontext wünscht/erlaubt. So hat es auch Cory Doctorow in seinem Posting bei BoinBoing interpretiert (Link in meinem Kommentar etwas weiter oben). Und ihm traue ich schon genug Verständnis für die Feinheiten der englischen Sprache zu.

     
  12. opalkatze

    15. Juli 2012 at 12:05

    @Thomas Knüwer
    Hm, „nicht autorisierte Verbindung “ wäre genauer als „unerlaubte Beziehung“, aber der Sinn ändert sich dadurch nicht. Mir scheint, dass sie das bewusst unter „Linking policy“ gesetzt haben, um möglichst viel damit zu erschlagen.

    Man kann den Passus also großzügig interpretieren, aber ihn ausschließlich auf „Sponsor, Lieferant oder Tickethändler“ zu beziehen, gibt er meiner Meinung nach nicht her. (Gleichlautend bei Carta)

     
  13. Publicviewer

    15. Juli 2012 at 13:11

    Ich verstehe gar nicht worüber ihr euch überhaupt aufregt?
    Die Olympischen Spiele sind eine einzige Farce selbstdarstellerischer Inkompetenz einer Elite, die schon lange jedes Maẞ zurück zum eigentlichen Sinn dieser Veranstaltung verloren hat.
    Da werde ich nicht hergehen und diese Verbrecher auch noch in irgendeiner Weise verlinken.

    Panem et circenses…..

     
  14. Thomas Knüwer

    15. Juli 2012 at 13:24

    Das Zauberwort ist „such“. Solch ein Link ist der zuvor beschriebene und somit geht komplett nur um die Vorspiegelung einer Geschäftsbeziehung.

     
  15. M. Müller

    15. Juli 2012 at 13:27

    Mich würde vor allem die Rechtsgrundlage interessieren, auf der sie einem das Linksetzen verbieten wollen. Dass sie den Gebrauch des Logos verbieten dürfen, ist klar (geistiges Eigentum). Auch dass man nicht fälschlicherweise so tun darf, als wäre man Sponsor, leuchtet ein. Aber auf welcher Grundlage wollen sie das Verlinken ihrer Homepage verbieten? Ein geistiges Eigentum an ihrer URL werden sie ja wohl kaum besitzen. Hat da jemand eine Idee?

     
  16. Thomas Schewe

    15. Juli 2012 at 13:53

    Bei dem Punkt des fälschlichen Vorspiegelns des Sponsorenstatus gehen die sogar ziemlich weit: Es ist wohl Nicht-Sponsoren überhaupt verboten die Bildmarke sowie bestimmte Wortkombinationen zu verwenden. So dürfen wohl Hotel keine Zimmer während der Olympischen Sommerspiele London 2012 anbieten, wenn sie kein Sponsor sind, sondern sie müssen Umschreibung benutzen. (Quelle müsste ich suchen, ist schon einige Wochen her…)

    Das mit den Links halte ich für schwer durchsetzbar. Zumindest, wenn man nicht in UK sitzt oder dort geschäftlich tätig ist. Vielleicht bekommt man auch ein lebenslanges Einreiseverbot. >;->

     
  17. opalkatze

    15. Juli 2012 at 14:35

    @Thomas Knüwer
    Ja, aber auch, wenn ich geschrieben hätte „derartige Verlinkung“, wäre es immer noch so wischi-waschi, dass man alles hineininterpretieren kann – sicher nicht unabsichtlich (kennen wir ja in Deutschland, z.B. die Verwendung von „gewerbsmäßig“ in der Diskussion um das LSR).
    Auch die Social Media Guidelines kann man nach Gusto auf den Schutz der Sponsoren hin lesen, dennoch bedeuten sie de facto: Fotografieren und Filmen verboten.

    (Du bleibst immer im Spamfilter hängen, keine Ahnung, weshalb.)

     
  18. opalkatze

    15. Juli 2012 at 14:44

    @Thomas Schewe
    Ja, hatte eigentlich einen alten Guardian-Artikel von April oder Mai gesucht, aber hier wird der Inhalt so in etwa wiedergegeben.

     
  19. opalkatze

    15. Juli 2012 at 14:46

    @M. Müller
    Restriktiv, wie die Briten sich seit ca. 2 Jahren bzgl. ihrer Gesetzgebung verhalten, wird ihnen schon etwas Passendes einfallen.

     
  20. Jo

    15. Juli 2012 at 14:50

    @Thomas Knüwer:

    Ich bin auch drübergestolpert, komme aber letztlich zum gleichen Schluss wie Vera. Im Original steht:

    1.) You may create your own link, provided that your link is in a text-only format,
    2.) you may not use any link [to create unauthorised association]
    3.) and agree that no such link shall portray [the London Olympics in an objectionable manner],

    Deine Interpretation ist: Du darfst einen Textlink erstellen, darfst keinen Link verwenden, um eine falsche Verbindung herzustellen, und kein solcher Link, der eine falsche Verbindung herstellt, darf die Spiele in schlechtem Licht darstellen. Das wäre aber eine überflüssige Doppelung, weil man ja schon wegen 2.) keinen Link mit „unauthorised association“ erstellen darf, so dass es keiner weiteren Einschränkungen aus 3.) bedarf. Wenn ich meinen Kunden schon verboten habe, meine Lieder in der Öffentlichkeit zu singen, muss ich ihnen nicht zusätzlich noch verbieten, beim verbotenen Singen nackt zu tanzen. ;)

    Ich interpretiere das „no such link“ daher als bezugnehmend auf den ersten Satz, auf „provided that your link is in a text-only format“.

     
  21. aidnography

    15. Juli 2012 at 14:52

    Ich vermute, dass die Formulierung bewusst so offen wie moeglich und so weitgefasst wie moeglich formuliert ist. Aus dem Originaltext wird man ‚was gemeint‘ ist nicht 100% rechtssicher herauslesen koennen-was natuerlich so geplant ist. *Wahrscheinlich* bezieht sich das auf Links die Geschaeftsbeziehungen o.ae. vorgeben. Sollte die Titanic ein satirisches Olympia-Quiz veranstalten und auf die Webseite BEzug nehmen kaeme es im Zweifesfall auf das IOC an. Allerdings wurde im Vorfeld der WM in Deutschland auch viel ueber das Kleingedruckte der FIFA geschrieben und wirklich was nachgekommen ist da nicht. Setzt die IOC ihr Rechtsverstaendnis um? In den meisten Faellen wohl kaum, denke ich

     
  22. Publicviewer

    15. Juli 2012 at 15:04

    Ja, einfach mal die Rahmengesetzgebung entsprechend ändern, genauso wie es bei uns auch andauernd versuchen..

     
  23. Thomas Schewe

    15. Juli 2012 at 15:11

    @opalkatze:

    Meintest Du diesen Artikel beim Guardian:

    http://www.guardian.co.uk/sport/2012/apr/13/olympics-2012-branding-police-sponsors

    Dieses Posting zum Thema hat mir gefallen (und den Weg zum Guardian Artikel gewiesen):

    http://blog.jgc.org/2012/04/getting-around-london-2012-branding.html

     
  24. TmoWizard

    15. Juli 2012 at 15:26

    Hallöchen zusammen!

    Ihr dürft nicht nur den Punkt 5 beachten, schaut euch mal Punkt 4 an. Man darf danach nämlich das Logo mit den 5 Ringen auch nicht verwenden! Geht mal gar nicht, da dieses gemeinfrei ist und zumindest für einen Bericht über Olympia frei verwendet werden darf! :-O

    @opalkatze: Hab auch einen passenden Artikel dazu verfasst, Ping müßte bald auftauchen! ;-)

    @pantoufle: Schau dir den Punkt 5 nochmal genauer an, ein negativer Bericht mit Link zu der Site ist nicht erwünscht!

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

     
  25. opalkatze

    15. Juli 2012 at 15:52

    @TmoWizard
    Öhm, also ich hab das vorher schon im Ganzen gelesen und hatte auch die Berichterstattung seit etwa April im Hinterkopf.

    Nein, das Symbol ist nicht gemeinfrei.

     
  26. Jo

    15. Juli 2012 at 16:03

    Das mit der Gemeinfreiheit mag in Deutschland gelten (siehe Veras Link – „Allerdings bleibt die Verwendung in Werken über die Olympischen Spiele gestattet.“), das Spezial-Olympiasymbolschutzgesetz in UK (das IOC berücksichtigt bei der Spielevergabe nur Länder, die ein solches Gesetz haben oder zu erlassen versprechen) mag da aber anderes vorsehen.

     
  27. Thomas Knuewer (@tknuewer)

    15. Juli 2012 at 16:52

    Leute, Leute, sorry: Sturm im Wasserglas.

    1. Die Regelungen unterscheiden sich nicht maßgeblich von den Regelungen zur Fußball-WM oder -EM-Turnieren.

    2. Wie oben erläutert: Das ist kein Verlinkungsverbot – und aus meiner Sicht gibt es da überhaupt keine zweideutige Interpretationsmöglichkeit. Es ist verboten den Eindruck zu erwecken, man stehe in einer Geschäftsbeziehung zur Veranstaltung.

    3. Man kann diese ganze Idee von Olympischen Spielen oder Fußball-WM doof finden. Wenn dem so ist: Meinung akzeptiert. Aber: Es gibt offensichtlich hunderte von Millionen Menschen, die sich dafür begeistern. Und für die muss solch eine Veranstaltung eben auch organisiert und bezahlt werden. Nun fließen definitiv zu viele der Gelder in Taschen der IOC-/Fifa-Funktionäre und über deren Korruptheit brauchen wir nicht zu reden. Aber: Trotzdem gelingt es eben solch eine riesige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Und dafür muss eben auch jemand zahlen. Damit das nicht zu 100% die öffentliche Hand ist, sind Sponsoren nötig. Und deren Exklusivität zu schützen ist das gute Recht des Veranstalters. Kein Barcamp-Organisator würde jubeln, würde sich ein Unternehmen plötzlich als offizieller Partner bezeichnen, wenn es kein Leistungen bringt. Ist dieser Schutz übertrieben? Na, ja. Wir haben bei der Unterhose von Niklas Bendner bei der EM gesehen, dass es leider Unternehmen gibt, die alles tun, um bei Sportereignissen aufzutauchen ohne offizieller Partner zu sein.

     
  28. Thomas Knuewer (@tknuewer)

    15. Juli 2012 at 16:56

    Diese Passage bezieht sich auf UGC auf der Site der Organisation – nicht auf Social Media generell. Sprich: Wenn auf London2012.com irgendwann zum Hochladen von Irgendwas aufgerufen wird, erhält das OK die Rechte. Ist vergleichbar mit den AGB von Facebook, btw.

     
  29. Thomas Knuewer (@tknuewer)

    15. Juli 2012 at 17:01

    Die Guidelines gelten ja nun für Athleten, Presse und Helfer. Und da ist eine restriktive Haltung wohl nicht nur den Sponsoren geschuldet. Die Athleten bewegen sich im Olympischen Dorf halt in der Privatsphäre. Gleichzeitig sind dort einige der „begehrenswertesten“ Personen der Welt unterwegs. Da sind unschöne Twitpics programmiert…

     
  30. opalkatze

    15. Juli 2012 at 18:37

    Nein, es ist eine Verlinkungserlaubnis mit Auflagen – was für Links per se ziemlich idiotisch ist. Ebenso bescheuert, wie die Überlegung, Menschen mit unpassenden Logos auf der Kleidung zum Umziehen oder Umkehren zu nötigen (oder wie auch immer sie das regeln wollen). Die Listen der verbotenen Gegenstände – je nach Location unterschiedlich – sind überhaupt sehenswert.

    Bei dem Fotografierverbot habe ich einen Artikel aus dem Guardian oder Telegraph im Kopf, ich finde den Text leider nicht mehr. Darin wurde bereits im Frühjahr beschrieben, dass jede Art Fotos von Veranstaltungen im öffentlichen Raum verboten sind (als Beispiel hatten sie, glaube ich, den Marathon).
    So lange sich das Fotografierverbot auf die Privatsphäre der Sportler bezieht, ist das in Ordnung, das werden wohl auch die meisten Leute verstehen. Aber mir für ein Welt-Sportereignis, das vor meiner Haustür stattfindet, ein paar Schnappschüsse zu verbieten, nur, weil irgendwer alle (!) Rechte auf seiner Firmenseite vermarkten will, ist unmoralisch. Und nein, ich möchte Geschäft und Moral nicht trennen, mögen noch so viele Millionen daran hängen (jaja, Fressen, Moral; trotzdem nicht).

    Die Reduzierung auf die Geschäftsbeziehungen sehe ich nach wie vor nicht. Es ist ein Knet-Text. Das mag daran liegen, dass ich durch meine Datenschutzbrille gucke und bis jetzt noch nicht erlebt habe, dass einmal beschlossene Restriktionen zurückgenommen wurden, wenn sie irgendwelchen Innenpolitikern über den ursprünglichen Anwendungsfall hinaus nützlich erschienen. Bei all diesen Bestimmungen der letzten Jahre waren es solche interpretationsfähigen Texte, die im Nachhinein die ‚Weiterverwendung‘ ermöglicht haben.

     
  31. TmoWizard

    15. Juli 2012 at 18:43

    @opalkatze & @Jo:

    Nochmal lesen was ich geschrieben hab und was dort in der Wiki steht:

    Das Symbol ist eigentlich gemeinfrei. Wegen der gesetzlichen Regelung darf es aber nur in Verbindung mit einem Bericht über die Olympischen Spiele verwendet werden. In gewisser Hinsicht habe ich das in meinem Artikel ja auch getan! ;-)

    Immerhin ist der Herr Pierre de Coubertin bereits 1937 gestorben, das sind weit mehr wie die gesetzlichen 70 Jahre!

     
  32. Publicviewer

    15. Juli 2012 at 19:09

    Die möchten einfach eine Kritik an ihren schönen Spielen von vornherein ausschliesen.
    Dort werden Millionen Umsätze gemacht…
    Nichts weiter interessiert die Sponsoren???
    Die letztendliche Interprätation solcher Texte ist meines Erachtens ziemlich müßig.
    Genau, wie schon weiter oben beschrieben möchten hunderte von Millionen Leute diese Spektakel genießen.
    Das Beste ist immer noch diesen Verein zu boykottieren, eben nicht mehr mitzumachen und diese Meinung auch öffentlich immer wieder zu propagieren..

     
  33. Hackentrick

    16. Juli 2012 at 13:18

    […] „Allerdings wurde im Vorfeld der WM in Deutschland auch viel ueber das Kleingedruckte der FIFA geschrieben und wirklich was nachgekommen ist da nicht. Setzt die IOC ihr Rechtsverstaendnis um? In den meisten Faellen wohl kaum, denke ich“ […]
    Doch, im Rahmen der FIFA-Welt- und jetzt auch der UEFA-Europameisterschaften ist schon während den beiden Veranstaltungen einiges Restriktives passiert, nur wurde medial darüber nicht so breit berichtet.

    Beispiele: Abmahnungen und Lizenzgebühren an Dorffeste und Vereinsfeiern wg. nicht angemeldetem ‚Public-Viewing‘. Entfernung von sponsorenfremden Verkaufsständen (z.B. die obligatorische Wurstbude) aus der 3-Meilen-Bannzone rund um die ‚Arenen‘. Verbot für Fans, bestimmte Trikots zu tragen, weil die falschen Sponsoren darauf zu sehen waren. Usw., usf…

    FIFA / IOC sind bei der Durchsetzung ihrer Lizenzrechte sehr genau!

     
  34. opalkatze

    16. Juli 2012 at 14:59

    Danke für die Info.

     
  35. Sebastian

    16. Juli 2012 at 18:50

    unglaublich !
    Zensurproblem bei Twitter muss ich auch gerade im Hinblick auf Indect festellen.

     
  36. Publicviewer

    16. Juli 2012 at 21:36

    Auch das wundert mich keineswegs…
    Es wird ständig weiter unterwandert, dass geht jetzt schlag auf schlag in diesem Ländle.
    Was kratzten da einem da noch diese Olympischen Spiele?

     
  37. TmoWizard

    17. Juli 2012 at 11:54

    Hallo Publicviewer!

    Was die Sponsoren interessiert muß aber niemand anderen interessieren, die Kritik und den Spott bekommen sie jetzt bereits durch diese seltsame Regel!

    Ich sehe das gar nicht ein, das z. B. über einen Dopingskandal nicht berichtet werden darf, wenn man dabei auf deren Site verlinkt.

    Ach noch was: Du hast bei mir ebenfalls einen Kommentar zu diesem Thema hinterlassen, der ist leider im Spam-Ordner gelandet und wurde von mir aus Versehen mit dem restlichen Spam gelöscht! :-O Das war keine Absicht von mir, ich freue mich nämlich über fast jeden Kommentar und vor allem über jeden neuen Kommentator bzw. Besucher! Du darfst also jederzeit wieder kommen und einen Kommentar hinterlassen. ;-)

    Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

     
  38. Bernhard

    17. Juli 2012 at 15:44

    Und wieder wird der Wahnwitz im Netz ein bisschen gesteigert. Das wäre doch so, als würde ich die Besucher meines Laden bitten, das Geschäft nur weiterzuempfehlen, wenn man zufrieden ist. Ist das nicht eine Bescheidung der Meinungsfreiheit? Gibt es so etwas wie eine Link-Freiheit?

     
  39. opalkatze

    17. Juli 2012 at 16:12

    WAS?! Erzähl mal.

     
  40. Sebastian

    18. Juli 2012 at 11:02

    Indect Tweets mit nem Link zu Posterus Indect Space werden über die Suche nicht mehr angezeigt.

     
  41. Publicviewer

    18. Juli 2012 at 12:10

    Na „FACEBOOK“ um nur mal ein Beispiel zu nennen.
    https://netzpolitik.org/2012/facebook-uberwacht-chats-und-nachrichten/

     
  42. opalkatze

    18. Juli 2012 at 15:56

    @Sebastian
    Kannst du einen Screenshot machen und mir mailen? Ich kann das nicht sehen.

     
  43. Sebastian

    19. Juli 2012 at 00:39

    habs dir auf + geschickt

     
  44. Publicviewer

    25. Juli 2012 at 16:20

    Hier nochmal was zum Thema.
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/londoner-hoteliers-bleiben-auf-ueberteuerten-zimmern-sitzen-a-846079.html
    Das haben sie sich wirklich redlich verdient…lol…;-)

     
  45. sunnyromy

    26. Juli 2012 at 15:05

    Reblogged this on SunnyRomy.

     
 
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