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Entwurf der EU-Kommission: Monsanto statt Boskoop

26 Apr

Campact-Newsletter vom 25. April, bitte unterzeichnen und weiterreichen:

Kommt der Entwurf aus der EU-Kommission (DG SANCO) durch, wäre es das Aus für viele alte Obst-, Gemüse- und Getreidesorten: Es dürfte nur noch Saat- und Pflanzgut von Sorten in den Handel, die den Industrienormen entsprechen – so wie es Agrarkonzerne wie Monsanto, Syngenta und BASF herstellen. Auf der Strecke blieben viele heimische Sorten, die unseren Speiseplan bereichern. Und dafür sorgen, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge anpassen kann.

Am 6. Mai will die EU-Kommission über den Entwurf entscheiden. In einigen EU-Staaten regt sich bereits Widerstand. Mit einem Online-Appell zeigen wir, dass auch wir Verbraucherinnen und Verbraucher und die Anbauer in Deutschland bunte Vielfalt statt genormter Einfalt auf unseren Tellern, Feldern und in unseren Gärten wollen. In den kommenden Tagen wollen wir mindestens 100.000 Unterschriften sammeln und an die EU-Kommission übergeben. Helfen Sie mit?

Unterzeichnen Sie unseren Appell!

Nach den Plänen einer Fachabteilung der EU-Kommission dürften Betriebe, die pflanzliches Saatgut erzeugen, künftig nur noch Sorten verwenden, die ein amtliches Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Das Problem: Das Verfahren ist aufwändig und teuer. Zudem können nur Sorten das Verfahren bestehen, die bestimmte Kriterien erfüllen – etwa einheitliches Wachstum. Viele traditionelle Kartoffel-, Tomaten- oder Gurken-Sorten zeichnen sich aber gerade durch ihre natürlichen Unterschiede aus.

Zwar soll es für alte Sorten ein vereinfachtes Verfahren geben. Doch dies gilt nur für Sorten, die nachweislich bereits auf dem Markt sind – und dies muss im Zweifelsfall erst einmal bewiesen werden. Wieder entdeckte Sorten oder neue Kreuzungen hätten von vornherein keine Chance.

Nur eine große Auswahl an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten und damit eine breite genetische Ausgangsbasis sichert, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel, neue Krankheiten, Schädlinge und neue Lebensstile anpassen kann. Die geplante EU-Saatgutverordnung muss Vielfalt auf unseren Feldern und Tellern ermöglichen, statt sie zu vernichten. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen wollen wir dafür streiten. Unser Ziel werden wir aber nur mit Ihrer Hilfe erreichen.

 
6 Kommentare

Verfasst von - 26. April 2013 in Europa, Kaffeesatz, Kultur, Leben, Politik, Umwelt

 

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6 Antworten zu “Entwurf der EU-Kommission: Monsanto statt Boskoop

  1. WhiteHaven

    26. April 2013 at 21:47

    Ich hab den Link zu Campact zum unterzeichnen gleich auf meiner Homepage gepostet…

     
  2. Angela

    26. April 2013 at 22:14

    Die 100′ sind überschritten.

     
  3. opalkatze

    28. April 2013 at 19:57

    – und ich so Yeeaah! Obwohl ich von Petitionen nicht viel halte … Frau Meikes Kommentar dazu hast du bestimmt gelesen – recht hatse.

     
  4. Angela

    28. April 2013 at 21:59

    Jo, hab’s gelesen. DIESE Petition musste aber sein – nachdem ich seit Anfang 2013 aussähe und experimentiere (Melde, Roter Meier, Baumspinat, Topinambur, ungewöhnliche Tomaten, Gurken etc.). ;))

     
  5. opalkatze

    29. April 2013 at 11:45

    Ehmt. :)

     
 
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