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Unser Verteidigungsminister – ein Stück Seife

05 Jun

Habt ihr gesehen, heute? Pressekonferenz von Thomas de Maizière zur Drohnen-Affäre? Und die Aktuelle Stunde im Bundestag zur Verwendung von Drohnentechnologie durch die Bundeswehr?

Glitsch – wie ein Stück Seife hat der Minister sich aus der Affäre gezogen. Rücktritt? Nein, danke: Das war die klare Botschaft. Sie ist so klar, weil de Maizière sich auf der ganzen Linie „erklärt“ hat: Weshalb er nicht eher auf die Vorwürfe geantwortet habe; wie betroffen er persönlich sei; dass von irgendwelchen – elementaren – Dingen gar nichts in den Verträgen gestanden habe, und unterm Strich, sehr elegant formuliert, dass eigentlich seine Ministerialbürokratie an dem ganzen Drohnen-Debakel schuld sei.

Die Fragenden hat er mit Daten und Fakten so zugeschüttet, dass die jetzt erst mal länger sortieren müssen, wenn sie sich nicht der Absicht einer Kampagne gegen de Maizière zeihen lassen wollen. Sehr, sehr geschickt. Wenn jetzt überhaupt noch irgendjemand entlassen werden sollte, ist es irgendein Mitglied seines Hauses – er selbst aber ganz gewiss nicht. Noch nicht mal mit Merkels vollstem Vertrauen.

  • Heute Abend um 22:15 und 00:00 in der Phoenix-Runde mit meinem Lieblingsmoderator Alexander Kähler: De Maizière und die Drohne – Aufklärung oder Blindflug?
    • Christian Schmidt (CSU, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung)
    • Omid Nouripour (Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Verteidigungsausschusses)
    • Prof. Dr. Andreas Zimmermann (Völkerrechtler an der Universität Potsdam)
    • Rolf Clement (Experte für Sicherheitsfragen beim DeutschlandRadio)
 
7 Kommentare

Verfasst von - 5. Juni 2013 in Politik

 

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7 Antworten zu “Unser Verteidigungsminister – ein Stück Seife

  1. AlterKnacker

    5. Juni 2013 at 18:50

    Der Titel … sehr vornehm ausgedrückt …

     
  2. Rabin

    5. Juni 2013 at 21:15

    Abwarten. Es wäre ja nicht der erste Minister, hinter dem die Kanzlerin steht und der dann trotzdem seinen Abschied nimmt.

     
  3. opalkatze

    5. Juni 2013 at 21:55

    Vielleicht wegen des persönlichen Drucks, nicht aus politischen Gründen.

     
  4. Johannes

    5. Juni 2013 at 23:18

    Wegen der fiesen Medienhetze gar.

     
  5. ninjaturkey

    6. Juni 2013 at 07:16

    In den 80ern wäre das halbe Kabinett aus tief empfundener Scham aufgrund eigener Verfehlungen zurückgetreten. Aber seit man ohne Konsequenzen die volle politischer Verantwortung übernehmen kann (Hat nicht der Koch damit angefangen?) gibts kein Maß für Inkompetenz, Gier und Lüge mehr.

     
  6. Rabin

    6. Juni 2013 at 08:01

    Natürlich immer nur wegen des Drucks (der Allgemeinheit?). Sicher nicht aus politischen Gründen oder gar wegen so etwas wie Integrität.

     
  7. longcolt

    6. Juni 2013 at 15:03

    Bitte nicht vergessen das dieses Program schon von Rot/Grün gestartet wurde! Den Grundstein für das Debakel liegt bei denen!

     
 
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