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Audio von Gunnar Sohn und mir: Netzpolitik am Ende?

24 Sep

Gunnar hat ein Hangout ohne Bewegtbild gemacht, weil meine Leitung das ja leider nicht hergibt: Politische Klasse: Aus dem Schwitzkasten der Nerds befreit? Die Kopfhörer hab ich verbaselt, ‚tschuldjung. Wer trotzdem mag, kann sich Gunnars leicht verhalltes und mein glockenhelles Stimmchen anhören. Kommentiert bitte, was ihr von der augenblicklichen Stimmung haltet und welche Lösungen euch eventuell einfallen.

 
10 Kommentare

Verfasst von - 24. September 2013 in Netzpolitik, Politik, Web 2.0

 

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10 Antworten zu “Audio von Gunnar Sohn und mir: Netzpolitik am Ende?

  1. flatter

    24. September 2013 at 17:35

    Oh Mann, was ist das denn für ein Gejammer nu allüberall? Da sind wohl einige furchtbar in ihrer Eitelkeit gekränkt und auf das Maß ihrer Relevanz zusammengestutzt worden. „Dann spiel‘ ich nicht mehr mit“, heulen sie und stampfen mit dem Fuß auf. „Ja dann haut doch ab, ihr Pussies!“, kann ich dem nur antworten. Was habt ihr geglaubt? Dass man jetzt die fette Revolution von Schreibtisch aus lostritt? Wenn es „Netzpolitik“ gibt innerhlab der hiesigen Strukturen, dann ist da ein deutlicher Hinweis auf das Problem, steht doch „Politik“ drauf. Das ist ein sehr altes und sehr böses Spiel, in dem es um die Macht geht. Die auf der anderen Seite haben Geheimpolzei, Drohnen und containerweise Kohle – unter anderem. Das ist ein Feind, den man sich gar nicht grauenhaft genug vorstellen kann, der seit Jahrtausenden bekämpft werden muss. Und ihr macht euch jetzt ins Hemd wegen einer blöden „Wahl“? Come on …

    p.s.: Mit „ihr“ meine ich nicht dich und dich, sondern die Jammertaler.

     
  2. opalkatze

    24. September 2013 at 17:43

    Das beruhigt mich jetzt doch einigermaßen …

    Den zündenden Einfall gibt es nicht. Was ich schlimm finde: http://www.verfassungsblog.de/de/einige-gedanken-am-tag-nach-der-bundestagswahl/

     
  3. flatter

    24. September 2013 at 19:10

    Yo, das ist tatsächlich gruselig. Muss aber nicht unbedingt die Lage verschlechtern, vor allem nicht für die öffentliche Kommunikation. Opposition muss außerhalb des Parlaments stattfinden, es gibt einen regelrechten Druck dazu. Vielleicht kapieren das ja mal ein paar Menschen in dieser Runde, und es bilden sich stabile Nester einer alternativen öffentlichen Kommunikation. Vielleicht. Die Chancen sind schon lange sehr schlecht, sie sind jetzt aber keineswegs schlechter. Meine EInschätzung ist schon lange die, dass wir mehr Geduld brauchen werden als wir Zeit haben. Es muss wehtun, sonst bewegt sich nichts. Das ist sehr traurig, war aber schon immer so.

     
  4. opalkatze

    24. September 2013 at 19:23

    Full ACK. So isses leider. Jahrelange Beschäftigung mit Datenschutzgedöns ist nicht die übelste Schule …

     
  5. Joachim

    26. September 2013 at 09:53

    Aus meiner Sicht habt ihr da einen Hammer gebracht – besonders Du opalkatze und so nach dem ersten Drittel ist Gunnar Sohn auch aufgetaut. Ich teile zwar seine Meinung nicht immer – muss man ja auch nicht – aber der ist wirklich gut, hat vermutlich einen winzigen Bruchteil seines Wissen zum Dunstkreis da benötigt.

    Nun zu dem Problem. Während ich andauernd nur sagen konnte ja, ja, ja … ist Andrea eingeschlafen. Danach fragte sie nach einem Bild von Vera weil die Katze konnte es ja nicht sein. Und so es Klick gemacht. (!!! warum hier? Logisch, oder?)

    Raus aus der Nerd-Ecke? Internet in die Medien und Politik bringen? Diskussionen zielführend betreiben? He, wir können doch selbst nicht mehr als 140 Zeichen lesen. Wir überfordern uns und Andere, haben eine Subkultur geschaffen (nur eine Sicht!) und wundern uns nun, warum die Welt draußen ist. Brauchte Radio bei der Erfindung die Zeitschriften? Wie hängt das zusammen? Industrie und Netz und die Politik? Kunst im Nert? Und so weiter. Nettes Thema für ein Buch.

    Ihr habt einen tollen Anfang gemacht. Nun muss es weiter gehen. Ich könnte ja den ganzen Blog dazu vollschreiben. Aber von solchen Experimenten habe ich momentan genug.

    tl;dr: wir müssen die Menschen da abholen wo sie sind. Schnickschnack kannst Du vergessen.

     
  6. opalkatze

    26. September 2013 at 11:44

    Scroll mal bei Gunnar rum, da sind noch jede Menge mehr gute Beiträge, kannst ja auch auf seinem YouTube-Account suchen. Gesammelte Werke hat der Pupe beim Rumfunk. Und grüß bitte A. Die Katze ist nur einer meiner Aggregatszustände. :)

     
  7. Joachim

    26. September 2013 at 13:05

    V-ERA, dazu hatte ich Dir etwas gesagt. Könnte ich seine Seite lesen, so würde ich feststellen, das er ein toller Medienmensch ist. Nur Internet ist das nicht – was nicht bedeutet er sei da nicht kompetent – ganz im Gegenteil. Egal, meine Meinung. Gunnar ist nicht egal – der darf mich gerne auch dazu anschreiben! Aber warne ihn vor und erkläre ihm ein wenig. Bitte.

    Um die Diskussion anschieben zu wollen

    Du sagtest, das Netz müsse in die Politik und in die Medien. Ich war immer anderer Meinung – teilweise jedenfalls. Brauchte das Radio die Zeitungen?

    Medien können nicht außerhalb der normalen Normen reguliert werden. Internetgesetze sind Quatsch. Firmen sind Gesetzen unterworfen, Bürger auch, selbstverständlich Internetnutzer. Aber nicht das Netz. Das Netz kann man nicht bestrafen, nicht regulieren. Es ist nur Technik.

    Jede Metaregel im Netz zensiert oder unterbindet Fortschritt, schreibt Monopole fest. Es besteht die Gefahr vordergründig Technik zu regulieren, dabei aber Menschen zu kontrollieren.

    Mehr noch, das Netz zeigt Unsinn zu starrer Regeln der C-Welt – etwa im Urheberrecht – deutlich auf. Diese Regeln verhindern, dass Urheber entlohnt werden können. Regeln zur Netzneutralität sind kontraproduktiv, einschränkend wenn die von der EU kommen – und die werden noch als Wahlfreiheit für Nutzer dargestellt – wie lächerlich. Firmen kann man allerdings sehr wohl regulieren.

    Ich sage, die Politik muss ins Netz. Oder sie hat dort einfach nichts zu melden. Einmal im Netz können sie sich nicht mehr selbst erwürgen. Dieses Netz, der Umgang damit muss einfacher werden – das ist unser Part – fast hätte ich unfair gesagt, damit auch Politiker das verstehen. Regeln erhöhen die Komplexität, errichten ein System, das unter der Last zusammenbricht.

    Keep it super simple. KISS.

     
  8. opalkatze

    26. September 2013 at 15:55

    Ja, das ist das Internet, das sich an städtischen Gegebenheiten als Norm orientiert. Ich ärgere mich auch schwarz, dass ich für dasselbe Geld viel, viel weniger Leistung von der Telekom kriege als ein Städter (<1000 / 16.000 und mehr). Eine Wahlmöglichkeit habe ich auch nicht. Interessiert das irgendwen? Siehste.

    Ich meinte: Die Netz- und Medienpolitik muss in den Mainstream. Über den mühsamen Status quo hat Martin Weigert heute was geschrieben.

    Meine Meinung zu Regulierung kennst du. Wir müssen mal wieder telefonieren. Wenn das Nachwahlgedöns durch ist.

     
  9. Joachim

    27. September 2013 at 13:02

    Gut Katze, wie bekommen wir das hin? Netzausbau ist tatsächlich ein politisches Thema. Weil ein Wirtschaftsthema, das über den Versuch Technik zu regeln in Kommunikationsrechte eingreift. Firmen kann man sehr wohl regulieren

     
  10. opalkatze

    27. September 2013 at 13:30

    Wenn ich die Antwort wüsste … Werde mich aber in nächster Zeit viel mit Medien- und Netzpolitik beschäftigen.

     
 
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