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Zum Tod von Dieter Hildebrandt

20 Nov
Dieter Hildebrandt, 2008, Foto: Marco Maas, CC BY-NC-ND

Dieter Hildebrandt, 2008, Foto: Marco Maas, CC BY-NC-ND

Ihn gab es, so lange ich denken kann. Die Programme der „Lach- und Schieß“ waren in meinem halb konservativen, halb sozialdemokratischen Elternhaus angenehme Pflicht, und Dieter Hildebrandt hat mich mehr beeinflusst, als es irgendein Film- oder Popstar je geschafft hat. Danke für alles.

Statt eines Nachrufs: Das Programm „Halt die Presse“ von 1963. Die Münchner Lach- und Schießgesellschaft haben Dieter Hildebrandt und Sammy Drechsel 1956 gegründet.

Nach 50 Jahren ist es noch – oder wieder – ganz aktuell. Hildebrandts Mitstreiter sind Hans Jürgen Diedrich, Ursula Noack und Jürgen Scheller. Im Publikum sitzt unter anderen Willy Brandt.
 

Quelle: Bayerischer Rundfunk
 

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11 Kommentare

Verfasst von - 20. November 2013 in Kultur, Menschen

 

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11 Antworten zu “Zum Tod von Dieter Hildebrandt

  1. kiezneurotiker

    20. November 2013 at 15:10

    Er wird so fehlen…

     
  2. opalkatze

    20. November 2013 at 15:11

    Ja. Jetzt gibt es nur noch Comedy, es sei denn, die neue „Anstalt“ stellt ebbes Gscheits auf die Füße. Aber an Hildebrandt reicht – so oder so – keiner ran.

     
  3. Farlion

    20. November 2013 at 15:25

    Jetzt haben wir nur noch zwei hoffnungsvolle Kabarettisten: Schramm und Pispers. Wobei gerade letzterer dem unschlagbaren Dieter Hildebrandt eins voraus hat: Während Hildebrandts Zielgruppe mehr oder weniger die Intellektuellen waren, macht Pispers massentaugliches Kabarett.

     
  4. opalkatze

    20. November 2013 at 15:35

    Vergiß mal Priol und Barwasser und Rether nicht. Die sind ja auch nicht daneben.

     
  5. altautonomer

    20. November 2013 at 17:06

    …….nicht zu vergessen: Schmickler.

     
  6. Farlion

    20. November 2013 at 17:07

    Rether ist nicht so mein Ding, Priol ist gut, aber etwas hektisch und von Barwasser, muss ich zugeben, habe ich leider noch nicht so viel gesehen. Wen ich allerdings nicht mag ist Richling.

     
  7. opalkatze

    20. November 2013 at 17:39

    @altautonomer @Farli
    Ich meinte nicht meine Lieblinge, sondern, wer überhaupt noch als Kabarettist bezeichnet werden kann. Es gibt ja Leute, die Mario Barth auch da einordnen. *würg*

     
  8. ein anderer Stefan

    20. November 2013 at 17:43

    Hildebrandt stand meines Erachtens weit über allen anderen Kabarettisten, die es heute so gibt. Das ist mit ~ 60 Jahren Berufserfahrung aber auch nicht verwunderlich. Seinen kritischen und klugen Kopf werden wir wohl noch sehr vermissen – politisches Kabarett ist angesichts der Gleichschaltung der Presse so nötig wie eh und je, wenn nicht mehr.

     
  9. Farlion

    20. November 2013 at 19:28

    Mario Barth ist genauso wenig Kabarettist wie Dieter Nuhrs „Satire-Gipfel“ Satire oder Kabarett ist. :)

     
  10. Eike

    20. November 2013 at 23:42

    Kittner ist ja leider auch schon unter der Erde. Evtl. gibt`s ja aber noch was neues vom Deutschmann?

     
  11. jfenn

    21. November 2013 at 03:34

    Dieter Hildebrandt hat mich mehr beeinflusst, als es irgendein Film- oder Popstar je geschafft hat. – Das kann ich auch sagen. Wobei das Kabarett ber im ganzen gesehen etwas durch und durch Sozialdemokratisches hat: Es ist nicht auf Systemwechsel hin angelegt, sondern es ist eine Art „staatserhaltende Opposition“, mit anderen Worten: Es kann nicht schaden, ändert aber auch nichts wirklich. Es „beeinflußt“. Ich glaube, das kann man bei Hildebrandt besonders gut studieren.

     
 
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