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Über Kisten und Kartons

07 Apr

Ihr kennt das: In den ersten Tagen fängt jeder zweite Satz an mit „Wo ist …“, nach ein paar Tagen jeder dritte, dann wird es langsam weniger. Die Küche ist so weit eingeräumt, der Herd angeschlossen, alle wichtigen Sachen sind gefunden. Allerdings fehlt ein Schrank, der nicht durch die Tür passt, und dummerweise ist das der größte und meistgebrauchte, nämlich der aus meinem Arbeitszimmer. Der mit den vielen Büchern und dem Bürokram. Da müssen wir uns richtig was einfallen lassen. Jedenfalls kann ich die Kisten, deren Inhalte da rein gehören, nicht ausräumen, deshalb stehen sie in meinem künftigen Schlafzimmer, weswegen ich noch in meinem künftigen Arbeitszimmer schlafe. Dort stehen die Kisten und Kleiderständer, die ins Schlafzimmer sollen, wo aber wiederum der Kleiderschrank nicht aufgebaut werden kann, weil da die Kisten aus dem Arbeitszimmer … Und die Kartons aus dem Keller und der Garage sind da noch gar nicht mitgezählt.

Die Wohnung in einem super gepflegten Dreifamilienhaus ist wunderschön und einfach zum Wohlfühlen. Zum ersten Mal habe ich nach allen vier Himmelsrichtungen Fenster, herrlich! Das Haus steht in einer Gartensiedlung – was dem Katz sehr gefällt -, die Vermieterin ist ein Geschenk des Himmels und die Nachbarin, die im Erdgeschoss wohnt, mästet mich mit Kuchen und schenkt mir Blümchen aus dem Garten, durch den wir gestern Morgen einen Rundgang gemacht haben – ich im Nachthemd. Die beste Freundin von allen kann endlich zum Frühstück kommen, ohne n-hundert Kilometer fahren zu müssen, und viele Freunde und Bekannte wohnen in Stundenweite. #hach. [Noch mal ein großes Dankeschön für Umzugshilfe, Katzaufbewahrung und -transport! Obwohl das viel viel viel zu wenig ist, aber mir fällt noch was ein.]

Der Katz war sehr krank, weil er nicht raus durfte und toben konnte und musste zum Tierarzt. Vorgestern hatte er endlich seinen ersten selbstständigen Ausgang – will sagen: er war dann plötzlich mal weg, ab über den Zaun, und mir war doch ziemlich bange. Aber er ist deutlich besser gelaunt wieder nach Hause gekommen, und wir müssen jetzt überlegen, wie wir ihm seinen Zugang vom (riesigen Süd-)Balkon in den Garten basteln können.

Ich hab endlich ordentliches Internet, was komischerweise ziemlich gewöhnungsbedürftig ist: alles plötzlich so schnell und ruckelfrei. Huch. Das brauch ich auch, ich muss nämlich jetzt ganz schnell ganz viel Geld verdienen, weil ich durch ein paar unvorhersehbare Ereignisse viel mehr ausgeben musste, als geplant. Things happen. Jedenfalls geht es jetzt hier und woanders langsam wieder los, weitere positive Veränderungen nicht ausgeschlossen. Wissterbescheid.

 
6 Kommentare

Verfasst von - 7. April 2014 in Basteln, Leben, Mensch bleiben, Schön!, Wühltisch

 

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6 Antworten zu “Über Kisten und Kartons

  1. DFranzenburg

    7. April 2014 at 13:08

    Hallo Vera,

    schön, daß der Umzug geklappt hat. Das mit dem Schrank, der nicht ins Schlafzimmer paßt wegen der Kisten die nicht ausgepackt werden können – bei mir ist es der Wohnzimmerschrank, welcher den Umzug wg. Gebrechlichkeit (der Schrank, nicht ich;-)) nicht überlebt hat – kenne ich auch. Nicht schön, aber auch irgendwie toll, sich jeden Morgen durch starken Sonnenschein (Südlage) im Wohnzimmer wecken zu lassen. Erspart nerviges Piepsen des Weckers.

    Warum baust Du Deinem Kater nicht einen Aufzug? Den kann er dann auch im hohen Alter, wenn das mit dem Springen nicht mehr so klappt, noch verwenden. http://www.youtube.com/watch?v=trZnE34_fgw Alternativ gehts auch mit (Wendel)-treppe wie hier schön zu sehen ist http://bit.ly/1lKLl8K und http://bit.ly/1lKLcSD

    Gruß
    Dietmar

     
  2. dresdnerfamanews

    7. April 2014 at 13:16

    …guten Start im neuen Domicil…

     
  3. opalkatze

    7. April 2014 at 13:42

    Dankeschön!

     
  4. opalkatze

    7. April 2014 at 13:53

    *GASP* #ichfassesnicht – KATZENAUFZUG!1!! Ich tüftele ja gerne, das würde mich schon reizen … Im Augenblick ist aber die einfache Lösung geplant: vom Balkon auf eine vorgelagerte Pergola, da kommt er runter und wieder rauf. Obwohl, jetzt haste mir mal wieder ’nen Floh ins Ohr gesetzt, darin bist du ja ziemlich gut.

    Nee, Schlafzimmer geht nach Westen auf den schönen Garten; sehr clever, darüber ist nämlich ein vorspringendes Dach, so dass an heißen Tagen die Sonne erst sehr spät hinein scheint und es angenehm bleibt. Und mein Wecker hat selbstverständlich einen angenehmen Wohlklang. Will ja nicht schon beim Aufwachen genervt werden.

     
  5. Fjonka

    9. April 2014 at 11:18

    Prima liest sich das! Auf daß es so bleiben möge *wünsch*

     
  6. opalkatze

    9. April 2014 at 11:42

    #hach ja, bitte, und danke!

     
 
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