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Ein paar Tatsachen über meinen Abschied von #Carta

12 Sep

In vielen Mails und Twitter-DMs fragt ihr, was zum Ende meiner Arbeit für Carta geführt hat, und ihr habt das Recht auf eine Antwort.

Ich war ein paar Tage offline und bin überrascht über die auf Twitter und Carta veröffentlichte Darstellung. Ich werde keine schmutzige Wäsche waschen, aber einige Tatsachen klarstellen. 

  • Ich habe nicht hingeschmissen. Mir wurde nicht, wie bisher üblich, vor Ablauf die Verlängerung meines Vertrags angeboten. Voraufgegangene Ereignisse haben auch nicht den Schluss zugelassen, dass meine Arbeit weiterhin erwünscht ist. Am späten Abend des 31.8. habe ich Wolfgang Michal (als Verleger, Minderheitsgesellschafter und Herausgeber) per Mail informiert, dass ich mich am 1.9. arbeitslos melden werde. Das habe ich gemacht.
  • Bereits am 7.8. bekam ich von meiner Krankenkasse eine Veränderungsmitteilung zum 1.6.2014, denn die letzte Verdienstbescheinigung hatte ich für Mai bekommen. Um Überweisung meines geringen Gehalts musste ich mehrfach bitten.
  • Seit Ende April hatte ich keinen Chefredakteur mehr, weil Wolfgang den angebotenen, geänderten neuen Vertrag aus triftigen Gründen nicht unterschreiben konnte. (Wie wir jetzt sehen, war das Ziel, ihn ganz hinauszudrängen.) „Ein Teil der Redaktion“ ist ein Euphemismus – zwei Personen, auch, wenn sie fleißig sind, sind als Redaktion für so ein Blog wenig genug. Carta aber wie ein privates Blog führen zu wollen, ist vermessen.
  • Bei Carta e.V. handelt es sich nicht um einen Träger-, sondern um einen Förderverein. Mit diesem alle Beiträge abzustimmen, wäre weder rechtens, noch hätte es normale Tagesarbeit zugelassen.

Die mit mir zusammengearbeitet haben, werden wissen, dass ich Carta nicht wegen des Geldes gemacht habe, sondern weil es mir ein Anliegen war. Ich danke euch von Herzen für euer Entgegenkommen und für euer Vertrauen. Irgendwie geht es immer weiter.

 
31 Kommentare

Verfasst von - 12. September 2014 in Blogs, Medien, Mensch bleiben

 

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31 Antworten zu “Ein paar Tatsachen über meinen Abschied von #Carta

  1. Wolfgang Messer (@Fastvoice)

    12. September 2014 at 12:25

    Tja, Vera, da bleibt mir nur der Dank für die fruchtbare, angenehme Zusammenarbeit – auch wenn es in Sachen Carta schon eine Weile her ist. Vielleicht ist es ja ein kleiner Trost, dass es beim nächsten Job zumindest finanziell eigentlich nur besser werden kann. ;-)

     
  2. opalkatze

    12. September 2014 at 12:41

    @Wolfgang
    Das will ich aber hoffen! Danke.

     
  3. Christian Buggisch

    12. September 2014 at 13:11

    Ich glaube, unkomplizierter habe ich noch nie mit jemandem zusammengearbeitet (und für meinen Teil passt das Wort Arbeit auch gar nicht). Hat Spaß gemacht, danke dafür.

     
  4. opalkatze

    12. September 2014 at 13:21

    @Christian
    Mit dir auch. Danke.

     
  5. Marcus Müller

    12. September 2014 at 13:59

    Das ist traurig, schade und ärgerlich. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit!

     
  6. opalkatze

    12. September 2014 at 15:00

    Danke, und danke dir!

     
  7. Atari-Frosch

    12. September 2014 at 15:09

    Ich habe gestern nur mitbekommen, daß es auf Carta gescheppert hat, wer da was wem vorwirft, ist mir völlig durchgegangen. Das liegt nicht an Desinteresse meinerseits, sondern daran, daß ich seit Monaten, sagen wir, anderweitig eingebunden bin.

    Bei Carta e.V. handelt es sich nicht um einen Träger-, sondern um einen Förderverein. Mit diesem alle Beiträge abzustimmen, wäre weder rechtens, noch hätte es normale Tagesarbeit zugelassen.

    Einflußnahme des Fördervereins ist allerdings ein no-go; ich habe vor vielen Jahren aus ähnlichen Gründen eine Mitarbeit an einer Zeitungsredaktion (CvD für eine lokale Parteizeitung, SPD) hingeschmissen, und mit mir alle anderen in der damaligen Redaktion auch. Insofern kann ich das absolut nachvollziehen.

     
  8. opalkatze

    12. September 2014 at 15:26

     
  9. Art Vanderley

    12. September 2014 at 16:35

    Schad drum , kein gelegentliches Quatschen übers Fernsehen mehr .

     
  10. John

    12. September 2014 at 18:05

    Danke dafür, dass du es gemacht hast! Mögen die neuen Ufer für dich sonnig, auskömmlich und wunderschön sein!

     
  11. Causa Schavan (@CausaSchavan)

    12. September 2014 at 19:18

    Wie schade. Alles Gute, Vera Bunse.

     
  12. opalkatze

    12. September 2014 at 23:05

    @Art
    Ach was, das kriegen wir auch anderswo hin. ,)

     
  13. opalkatze

    12. September 2014 at 23:07

    @John
    Am besten so auskömmlich, dass ich euch ein bisschen mit finanzieren kann. :) Danke für alles.

     
  14. opalkatze

    12. September 2014 at 23:07

    @Causa Schavan
    Man trifft sich immer zwei Mal. ,) Danke!

     
  15. Tante Jay

    13. September 2014 at 00:14

    Das hat Spaß gemacht, mit dir zu arbeiten. Kurze und knappe Ansagen, alles davon war umsetzbar und meine stilistischen Krummrigkeiten wurden gepflegt ausgebügelt.

    Schade :(

    Ich hoffe, du kriegst nen richtig guten neuen Job. Verdient hättestes.

     
  16. pantoufle

    13. September 2014 at 01:11

    Noch bis Montag immer an Dir vorbeifahren… danach lade ich Dich aber mal wieder auf eine Pizza ein. Oder gleich was Vernünftiges. Im Rauchersalon.
    Bis dahin halte die Ohren steif.

     
  17. Vonfernseher

    13. September 2014 at 15:47

    Schade, sollte es bei Carta nicht mehr im eigentlichen Sinne weitergehen. Und schade für dich, ich weiß dass das weh tut. Aber egal, wir reiben uns woanders in Zukunft.

     
  18. opalkatze

    13. September 2014 at 16:10

    @pantoufle
    Hab öfter an deine abendliche Heimwärtstour gedacht, in deinen Ohren hat es bestimmt ein paar Mal geklingelt. Eine Pizza, soso. Traun fürwahr. :D Freu mich schon drauf.

     
  19. opalkatze

    13. September 2014 at 16:11

    @Vonfernseher
    Och, ich guck ja gelegentlich auch hier vorbei. ,)

     
  20. pantoufle

    14. September 2014 at 10:35

    @Katze
    War ein wunderschöner Job, aber diese Fahrerei… :-( Über 6000km in 6 Wochen; immerhin hat die Zeit gereicht, ein neues Motorrad zu kaufen (damit es etwas schneller geht). Heute ist letzte Vorstellung und am Montag nach dem Abbau entgültig fertig.

     
  21. Andreas Moser

    16. September 2014 at 13:38

    Ist Carta jetzt kaputt?

     
  22. opalkatze

    18. September 2014 at 00:19

    @Andreas
    Sieht so aus. Der für gestern angekündigte Relaunch hat jedenfalls bisher nur die alte Seite zerschossen (Foto heute, 00:01). Zwischendrin war mal das neue, örrem, Layout mit Inhalten vom Mai 2014 zu sehen.

     
  23. Klaus Jarchow

    18. September 2014 at 13:57

    Tscha, Carta … bis vor einem halben Jahr ungefähr habe ich gern dort vorbeigeschaut. Dann nahm die Zahl der Artikel immer mehr ab, die mich interessiert hätte. So dass ich immer öfter woanders aufschlug. Das Netz ist schließlich groß. Waren das schon die Auswirkungen der neuen Linie?

    Dir jedenfalls alles Gute für deine Zukunft, Vera.

     
  24. opalkatze

    18. September 2014 at 14:09

    @Klaus
    Ja. So was kann man nicht alleine machen. Danke dir. :)

     
 
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