RSS

Schlagwort-Archive: sozialabbau

Keine Lust auf Europa

Es gibt viele Gründe, die uns gegen „Europa“ einnehmen. Der Traum von einem geeinten Kontinent, bei dem Vorteile wie grenzenloses Arbeiten und Reisen im Vordergrund standen, platzte spätestens durch die Euro-Krise, als Währung, Banken und Märkten eine alles andere überragende Bedeutung zugesprochen wurde. Schon vorher regte sich stiller Protest, weil niemand Lust hatte, uns zu erklären, welche Organisationen wofür zuständig sind, was sie für jeden einzelnen Bürger bedeuten und wie wir mit ihnen in Kontakt treten können. Stattdessen bekam der Lobbyismus in Brüssel, Straßburg, Luxemburg und Frankfurt schnell einen höheren Stellenwert, als die Vermittlung von Gemeinsamkeiten und zwischen den vielen Institutionen und der Bevölkerung. Read the rest of this entry »

Advertisements
 
6 Kommentare

Verfasst von - 2. Mai 2014 in Europa, Netzpolitik, Politik, Welt

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Zurück in die Sechziger

Schön war die Zeit. Wirtschaftswunder, kräftige Konjunktur, Arbeit für alle, endlich genug zu essen, sozialer Wohnungsbau, schlagkräftige Gewerkschaften und eine starke D-Mark. Die Nazis, die im Bundestag oder in Verwaltungs- und Richterämtern saßen, und die in der eigenen Familie wurden großzügig ignoriert, die Deandln warn sittsam, die deutsch-französische Freundschaft besiegelt, und alle Welt wollte Waren Made in Germany kaufen.

Hach.

Nach solchen Zeiten kann man schon Sehnsucht bekommen: Heintje wurde digitally remastered („80 der größten Erfolge und 16 unveröffentlichte Aufnahmen!“), das Weiße Rössl neu verfilmt. Eine Neufassung des Königlich Bayerischen Amtsgerichts gibt es auch. Leider lässt der moderne Vorsitzende die schlitzohrige Klugheit des Fernsehvorbilds vermissen. Read the rest of this entry »

 
13 Kommentare

Verfasst von - 1. Mai 2013 in Kultur, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Teure PR: Garantien gegen Jugendarbeitslosigkeit

Jugendgarantie heißt das Konstrukt, das sich EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor ausgedacht hat. Es soll

den Betroffenen laut Kommission „ein gutes Angebot für eine Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsstelle beziehungsweise für eine Weiterbildung“ zusichern. (ARD)

Den Jugendlichen wird das keinen Deut helfen. Es ist reiner Aktionismus, PR, gemacht für ein europaskeptisches Publikum in der Krise. Read the rest of this entry »

 
2 Kommentare

Verfasst von - 6. Dezember 2012 in Europa, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

EU27: Armutsgefährdung und soziale Ausgrenzung

Im Jahr 2011 waren 24% der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
Dies entspricht ungefähr 120 Millionen Personen

Eurostat-Pressemitteilung vom 3.12.2012

 
Armut_2011
 

 
3 Kommentare

Verfasst von - 4. Dezember 2012 in Europa, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , ,

Plädoyer für den Schierlingsbecher

Ich bin dafür, endlich letztschlüssig über die Frage nachzudenken, ob man nicht vielleicht den Schierlingsbecher wieder einführen sollte. Der 79. Geburtstag böte sich an (bei Frauen evtl. der 84.), spätestens aber, wenn die Arbeitskraft und/oder irgendein sonstiger, verwertbarer Nutzen nicht mehr nachzuweisen sind.

Dazu empfehle ich dringend die Erstellung eines Verwertbarkeitszertifikats, das mitzuführen und auf Verlangen vorzuweisen ist. So könnte jederzeit schnell und unbürokratisch (und damit kostensparend!) nachgewiesen werden, ob sich beispielsweise nach einem Unfall eine Reparatur noch lohnt. Auch der Einbau von Ersatzteilen wie Zahn- oder Gelenkprothesen könnte so auf das tatsächlich notwendige Minimum – nur zur notwendigen Instandhaltung – reduziert werden. Es sollte auch überlegt werden, ob nicht die Implentierung eines RFID-Chips mit einem Verfallsdatum sinnvoll wäre, das ab dem 50. Verwertungsjahr nach einer Generaluntersuchung durch die zuständige Zentralwerkstatt sukzessive um jeweils zwei Jahre verlängert werden kann.

Als weitere Maßnahmen schlage ich vor:

Arbeitnehmer werden verpflichtet, in ihrer Nichtarbeitszeit ausschließlich solchen Betätigungen nachzugehen, die der Funktionserhaltung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten dienen. Von gefährlichen Tätigkeiten (Verkehrsteilnahme, Verlassen der Arbeitsstadt) ist abzusehen, soweit sie nicht unmittelbar dem Aufsuchen der Arbeits-/Verwertungsstelle dienen. Fortpflanzen sollen sich nur Individuen, die genetisch nachweislich bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften gemäß branchenspezifischem Anforderungskatalog haben. Jede Frau sollte möglichst viele Kinder gebären, sofern dies ihre Arbeitsverwertung nicht nachteilig unterbricht. Längerfristig wäre in vitro-Reihenfertigung sinnvoll.

Sozialverhalten, Nahrungsaufnahme und Schlafbedürfnis werden genetisch optimiert. Lebensmittel, vorzugsweise aus arbeitnehmereigenem Anbau, sollen nahrhaft und bekömmlich sein. Kleidung aus heimischer Produktion ist einfach, zweckmäßig und einheitlich. Auf Importe kann verzichtet werden, sofern sie nicht dem Unterhalt der Verwalter dienen.

Der volkswirtschaftliche Nutzen liegt auf der Hand: Die Zentralstelle zur Verwaltung des Nachweises der Verwertbarkeit (ZVNV) würde Krankenkassen und Versicherungsgesellschaften ersetzen. Das Problem der niedergelassenen und Landärzte wäre ebenfalls gelöst: Zentralwerkstätten stellen die Versorgung der Arbeitsstädte sicher. Sachversicherungen werden überflüssig, da die genormte Habe für alle gleich ist und aufgrund einfachster Beschaffenheit und geringer Kosten bei Verschleiß vom Staat ersetzt wird. Friedhöfe werden ebenfalls obsolet, die Reste werden rückstandslos entsorgt.

Die frei werdenden Gelder werden für Anlage, Pflege und Sicherung der Wohnstätten der Verwalter in landschaftlich reizvollen Gegenden verwendet, um so deren ungestörte Bemühungen um das Gemeinwohl sicherzustellen. Diesen Eliten ist jederzeit respektvolle und pflegliche Behandlung sowie jeglicher erdenkliche Luxus zu gewährleisten, sind sie doch die Garanten des Systems.

 
17 Kommentare

Verfasst von - 3. September 2012 in Glosse, Kultur, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Altersarmut: von der Leyens Krokodilstränen

Es ist widerlich. Wi-der-lich. Ebenso widerlich, wie es schon Ursula von der Leyens ganz auf Volkes Empörung gerichtete Schauspielerei während der Zensursula-Kindesmissbrauchs-Debatte war. Durch langjährige Praxis hat diese Negativmutter der Nation eine ungeheure Virtuosität erreicht: in der Kunst der Wirklichkeitsbeugung zur Erreichung höchstmöglicher Wählerzustimmung. Mit energischen Worten, kompetent-unterstreichenden Handbewegungen und Betroffenheitsmiene lügt Vaters Tochter in die Kameras, ohne auch nur blassrosa zu werden; das Musterbeispiel des modernen Politikers, wie er sich selbst am liebsten sieht: Read the rest of this entry »

 
44 Kommentare

Verfasst von - 2. September 2012 in Kaffeesatz, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Andrea Seibel, Engel der Entrechteten

Meine Lieblingsfrau hat es wieder getan. Auf WELT online freut sie sich mal so richtig:

Dass die Bundesanstalt für Arbeit sich angesichts der entspannten Lage auf dem Arbeitsmarkt mehr und mehr den Langzeitarbeitslosen widmet, ist wunderbar.

Aber dann mit Anlauf:

Einzig empfindliche Strafen wie Leistungskürzungen bewirken Verhaltensveränderungen. Wer bedingungslos gibt, dem wird nur genommen. Mitleid allein reicht nicht. Read the rest of this entry »

 
6 Kommentare

Verfasst von - 12. April 2012 in Journalismus, Kaffeesatz, Medien, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Anonymous: Operation Save Our Money #OpSOM

Anonymous-Twitter-Übersicht
 
9 Kommentare

Verfasst von - 8. April 2012 in Politik

 

Schlagwörter: , , , ,

Splitter 20.03.2012

Frühlingsanfang. Hach. Das war’s dann aber auch schon mit positiv.

Druckt neue T-Shirts! VDS wieder auf Anfang
Der Herr Prantl schreibt heute, dass der Streit um die anlasslose Vorratsdatenspeicherung wieder los geht. Money quote: Der letzte Absatz. Nachdem die Karlsruher 2010 schamhaft gekniffen haben, fände ich es gut, wenn die ganze Chose grundsätzlich vor dem Europäischen Gerichtshof entschieden würde. Read the rest of this entry »

 
2 Kommentare

Verfasst von - 20. März 2012 in Splitter

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , ,

Frauentag · Man wird bescheiden


Vor ein paar Wochen bin ich 53 geworden. An sich ist das unwichtig; an manchen Tagen fühle ich mich wie 13, an anderen wie 93 – das geht wohl allen so. Doch meine Einstellung hat sich geändert. Ich habe etwas gelernt: Beauvoir hatte nicht Recht. In einem ihrer autobiographischen Romane sagt sie, die Welt sei immer anderswo. Das habe ich lange geglaubt und mich zum Teil durch meine und die Wünsche anderer, Idealvorstellungen und Projektionen irreführen und bestimmen lassen. Aber die Welt ist nicht anderswo. Sie ist in meinem Kopf und in meinem Bauch, und sie ist ganz und gar, was ich daraus mache. Read the rest of this entry »

 
14 Kommentare

Verfasst von - 8. März 2012 in Frauen, Mensch bleiben, Politik, Welt

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

In Bellevue ist gut geheizt

Dieser Tage hatte ich eine Unterhaltung mit der für mein Dorf zuständigen Sozialarbeiterin. Frau Z. erzählte, es gebe bei knapp 700 Einwohnern mindestens acht Familien, die kaum oder gar nicht heizen können. Read the rest of this entry »

 
20 Kommentare

Verfasst von - 13. Januar 2012 in Kaffeesatz, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Splitter 12.12.2011

Lauer trollt Braun im Parlament*

 
Kommentare deaktiviert für Splitter 12.12.2011

Verfasst von - 12. Dezember 2011 in Splitter

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Berlin, Alex: Opfer

Wer sich wie Opfer benimmt, muß sich nicht wundern, wenn er so behandelt wird.

Ich habe es sattsattsatt, immer wieder tolle Aktionen verpuffen zu sehen, weil sie unprofessionell vorbereitet wurden. Alle mir bekannten Proteste der letzten Zeit wurden von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen oder endeten in einem Fiasko.

Toll, daß überhaupt jemand was unternimmt. Dann, bitte, plant aber demnächst so, daß ihr nicht nur von denen, die sowieso eurer Meinung sind, Unterstützung kriegt. Macht Aktionen, schreibt Blogs und Artikel, macht Fotos und Grafiken, die außerhalb eurer kleinen Blase Aufsehen erregen. Es gibt genug Journalisten, Grafiker, Fotografen, Organisationen und Bündnisse, die euch unterstützen können und würden. Ihr habt viele Sympathisanten. Es gibt Orgs, die für eure Ziele Lobbyarbeit machen. Die auch genügend Geld haben, sinnvolle Kampagnen und Initiativen zu unterstützen. Wie man so was auf die Beine stellt, macht Greenpeace seit Jahren vor. Hört auf, euch wie Opfer zu benehmen. Fordert euer Recht endlich publikumswirksam ein.

 
8 Kommentare

Verfasst von - 27. August 2011 in Kultur, Leben, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

UK Uncut: Taking action against the cuts

Read the rest of this entry »

 
Kommentare deaktiviert für UK Uncut: Taking action against the cuts

Verfasst von - 28. März 2011 in Politik, Web 2.0, Welt

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Liebe Innenminister, Terroristen und Medien, die Terrorismus-Definition macht Euch zu Komplizen

Ein Gastbeitrag von Ralf Schwartz aus der Reihe ‚Intensivstation‚ seines Blogs mediaclinique

***

Liebe Terroristen, Innenminister und Medien, Ihr kennt des Terrors Definition und nutzt ihn zur Durchsetzung Eurer Politik – das ist wahrlich verachtenswert.

DIAGNOSE

„Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten…“

Denn der Schrecken, liebe Medien, steigert Eure Auflage, und was braucht Ihr dringender als Auflagensteigerungen? Dafür geht Ihr über Leichen. Read the rest of this entry »

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 22. November 2010 in Gastbeitrag, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , ,

Lesetipps zum Tag der bundesweiten Heuchelei

 
2 Kommentare

Verfasst von - 3. Oktober 2010 in Medien, Politik

 

Schlagwörter: , , , , ,

Ist das gerecht?

(via Fefe)

 
5 Kommentare

Verfasst von - 10. Juni 2010 in Kaffeesatz, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , ,

Ausgewogen, fair und gerecht

Ich versuche mal ein schnelles Fazit zum Sparpaket.

Die sowieso nichts haben, werden mit sofortiger Wirkung noch weniger haben.
Die, bei denen etwas zu holen ist, dürfen erst 2012 – vielleicht – Zahlungen leisten, mit Wenn und Aber.
Bei der Regierung heißt das: Angemessene Haftung der Finanzmarktbranche  Read the rest of this entry »

 
11 Kommentare

Verfasst von - 8. Juni 2010 in Kaffeesatz, Leben, Menschen, Politik

 

Schlagwörter: , , , , ,

Verantwortung

Die vielen Krisen, die uns zur Zeit beschäftigen und die Nachrichten beherrschen, beschäftigen auch mich. Bei all diesen Krisen geht es direkt oder indirekt um Geld. Was vor allem die vergessen, die an einer oder gar mehreren Mitschuld tragen: Es geht auch um Verantwortung. Read the rest of this entry »

 
8 Kommentare

Verfasst von - 4. Juni 2010 in Kultur, Leben, Menschen, Politik

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,